Unheimliche Schattenlichter
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Inhalt
Der Film ist in vier gruselige und fantastische Geschichten eingeteilt.
In der einleitenden Rahmenhandlung sind zwei Männer des Nachts auf dem Highway unterwegs. Sie fahren durch die Nacht, als plötzlich der Autokassettenrecorder seinen Geist aufgibt und mit der Musikkassette kurzen Prozess macht. Wehleidig fummelt der Wagenbesitzer die Kassette aus dem Player. "Wollen wir Fernsehserienmelodien-Erraten spielen?" fragt der Beifahrer begeistert. Die beiden Männer summen einer nach dem anderen bekannte Melodien aus Fernsehserien - Quincy, Bonanza, Perry Mason und die Twilight Zone. Von der Serie sind beide hell auf begeistert und beschreiben sich einige Folgen, die sie aus der Serie gesehen hatten.
"Oh ja!" stimmt der Anhalter zu "Diese Serie war echt gruselig, huh!"
Das nimmt der Fahrer zum Anlass, seinem Begleiter etwas Angst machen zu wollen, er erzählt von möglichen Gefahren auf dem dunklen Highway und um dies zu untermalen, schließt er immer wieder die Augen und fährt ohne Hände am Steuer!
"Hören Sie auf, man!" ächzt der Begleiter und ist heilfroh, als der Wagenbesitzer wieder normal fährt. Dann herrscht eine Weile betretenes Schweigen.
"Wollen Sie mal wirklich etwas echt gruseliges sehen?" fragt der Anhalter verschmitzt grinsend. Etwas skeptisch äugt der Fahrer den Typen neben sich an. "Was echt gruseliges? Klar,mann!" "Okay, aber nicht schauen!" Der Beifahrer dreht sich zur Tür und macht irgendetwas vor vorgehaltenen Händen. Der Fahrer wird ungeduldig und dann dreht sich eine entsetzliche, grauenerregende Gestalt zu ihm um, umklammert seinen Hals und drückt zu, während der Wagen am Straßenrand schleudernd zum Stehen kommt. Niemand hört die Schreie ...
Episode 1
Der stets unzufriedene Bill Connor kommt eines Abends völlig frustriert in seine Stammkneipe und setzt sich zu seinen Freunden an den Tisch. Auf die Frage, wie es ihm geht, schnaubt er verärgert "Wie soll's einem schon gehen, wenn so ein dreckiger Jude einem die Beförderung vermiest!" wettert er lauthals und beginnt zu schimpfen.
Seine negativen Äußerungen über Farbige, Asiaten und Juden nehmen solche Formen an, dass ein am Nachbartisch sitzender Farbiger sich beschwert.
Doch Connor interessiert das nicht, fühlt sich schlecht behandelt, wo er doch als "reinrassiger" Amerikaner so viel besser als andere Nationalitäten sei.
Er verlässt die Kneipe wieder und steht plötzlich auf einer fremden Straße, jedenfalls nicht auf der, auf der er vorhin in die Kneipe ging.
Er dreht sich um und geht zurück in die Bar, doch da wäre es beinahe gegen eine solide Mauer gerannt. Als er von zwei patrouillierenden SA-Offizieren bedrängt wird, flüchtet er durch eine Stadt während der Nazi-Diktatur. Auf einem dreistöckig hohen Mauervorsprung endet seine Flucht, während die Soldaten und Offiziere auf ihn Zielübungen machen. Connor stützt ab, doch anstatt auf dem harten Asphalt aufzuprallen, findet er sich plötzlich auf einem Feld wieder, umringt von Ku-Klux-Klanern, die ihn auf die Beine zerren, um ihm am nächstgelegenen Baum aufzuknüpfen.
Als er hört, wie man ihn "Nigger" nennt, ist seine Panik komplett, doch er kann sich befreien und rennt um sein Leben, springt in einem Tümpel und taucht unter, um von den Fackel tragenden, weißen Kapuzenmännern nicht entdeckt zu werden.
Connor taucht auf und merkt sofort, dass weder etwas nicht stimmt.
Geräusche, die er aus dem Dschungel kennt, erfüllen die Nachtluft. Da! Gestalten warten durchs Wasser! Es sind Asiaten, schwer bewaffnet. Connor wird schnell klar, dass es ihn nun nach Vietnam verschlagen hat. Als er von einer US-Einheit für einen Vietkong gehalten wird, scheint alles zu spät, eine Granatenexplosion wirbel ihn in die Luft...
SS-Soldaten drücken ihn gegen die Wand eines Güterwagons, pappen ihm einen gelben Davidsstern auf die Brust und verfrachten ihn zu anderen in den Wagon. Der Zug fährt ab und Connor weiß ganz genau ,wohin die Fahrt geht. Aus den Ritzen der Wände sieht er plötzlich seine Freunde aus der Kneipe kommen, doch die hören sein Rufen und Schreien nicht, währen der Transport Richtung Vernichtungslager Sachsenhausen abfährt ...
Episode 2
Der alte Mr. Bloom ist der Neue in einem Altersheim und stößt vorerst auf eine traurige, trostlose und hoffnungslose Stimmung, doch seine fröhliche unbescherrte Art wirkt auf einige bald ansteckend. So ansteckend, dass eines Nachts einige der Alten sich zurück in Kinder verwandeln, da sie sich auf den Zauber von Mr. Bloom einließen. Andere, die es nicht taten und Mr. Bloom für einen Spinner hielten, haben das Nachsehen, aber lernen, dass man auch wenn mal alt ist noch Lebensfreude haben kann.
Episode 3
Die junge Lehrerin Helen lernt durch widrige Umstände den 10-jährigen Anthony kennen und dessen Familie, die ganz offensichtlich vor dem Knirps Angst hat.
Es stellt sich heraus, dass der Junge durch bloße Willenskraft alles das zur Realität werden lassen kann, was er sich vorstellt. Ob unliebsamen Schwestern den Mund wegzaubern oder Zeichentrickfiguren zum Leben zu erwecken. Doch auch Anthony sieht ein, dass diese Kraft mehr ein Fluch ist, wenn man sich zwar alle Wünsche erfüllen kann, aber von jedermann gefürchtet und gemieden wird. In Helen sieht er eine Art von Vertrauensperson und sie willigt letzten Endes ein, ihm eine Lehrerin zu sein und gleichzeitig seine Schülerin zu werden, würde er in Zukunft seine Kraft nicht mehr missbrauchen ...
Episode 4
Mr. Valentine hat panische Angst vorm Fliegen. Verkrampft, immer der Panik nahe, sitzt er in dem Sitz eines hoch über den Wolken fliegenden Passagierflugzeugs.
Seine Panik steigert sich noch, als er aus dem Fenster auf der Tragfläche ein grausiges Ungetüm erkennt, dass sich an einem der Triebwerke zu schaffen macht. Valentine schlägt sofort Alarm, doch niemand glaubt ihm, etwas gesehen zu haben. Die Stewardess gibt ihm etwas zur Beruhigung, doch der Mann weiß, was er sah und er weiß, es ist noch da ...
Kommentar
Meiner Ansicht nach ein großartiger Episodenfilm, der der Twilight Zone-Serie aus den 80ern um nichts nachsteht. Vier ausgesuchte Storys, jede mit einem anderen Ende, mal gruselig, mal zum Nachdenken oder auch zum Schmunzeln.Mir persönlich gefällt ja der sogenannte Prolog am besten, wo Dan Aykrody und Albert Brooks auf dem Highway unterwegs sind. Diese kleine Story, die mehr als Anfangssequenz zählt, ist einfach nur super gespielt und hat echt Flair. Wie sie das Ratespiel spielen und auf die Twilight Zone Serie zu sprechen kommen, da lief mir ein Schauer über den Rücken.
Die ganze Szenerie ist toll ausgeleuchtet und obwohl man nach mehrmaligem Anschauen den Schockmoment natürlich kennt, hat er nichts von seiner makabren Stimmung verloren. Und mir gefiel auch sehr gut die Geschichte über den kleinen Anthony, man merkt sofort, dass hier Spielberg am Werk war. Die grotesken Figuren, der ganze Stil einfach herrlich.
Neben Kathleen Quinlan als Helen brilliert hier ein herrlich komischer Kevin McCarthy als eine Art Onkel von Anthony, der sich selbst bei Zaubern überrascht. Ich mag den Typ einfach gerne sehen.
Eigentlich hat jede Geschichte etwas Eigenes und Faszinierendes, mal mehr einfühlsam und zauberhaft wie die Geschichte mit dem Altenheim oder richtig gruselig wie die, wo John Lithgow als pansicher Fluggast mit dem Monster konfrontiert wird. Jede Geschichte hat ihren eigenen Charme.
"Unheimliche Schattenlichter" oder im originalen "Twilight Zone: The Movie" ist auf jeden Fall spannende und amüsante Unterhaltung zugleich und bietet für jeden Geschmack etwas. Für mich ebenfalls ein Film, der so typisch für die 80er Jahre ist, wie die gleichnamige Serie selbst. Darsteller und Regisseure haben ihr ebenfalls noch mal unter Beweis gestellt, dass selbst Kurzfilme unglaublich genial sein können, wie Spielfilme und dass man ebenfalls in kurzer Zeit eine tolle Story erzählen kann. In diesem Falle vier tolle Storys plus die Anfangsgeschichte.
Wer die Serie mochte, der wird auch diesen Film mögen. Ich für meinen Teil mag ihn sehr!!!
Filmreview von: BudtheCHUD / Alle Reviews von BudtheCHUD
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD und VHS erschienen.
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