Dracula

Originaltitel: Dracula
Alternativtitel: Dracula 1958
Horror of Dracula
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien
Erscheinungsjahr:  1958
Regie: Terence Fisher

Darsteller

Figur

Peter Cushing  Dr. Van Helsing
Christopher Lee  Graf Dracula
Michael Gough  Arthur Holmwood
Melissa Stribling  Mina Holmwood
Carol Marsh  Lucy Holmwood
Olga Dickie  Gerda
John Van Eyssen  Jonathan Harker
Valerie Gaunt  Vampirfrau
Janina Faye  Tania
Charles Lloyd Pack  Dr. Seward
  
Genre: Vampire, Grusel, Klassiker, Hammer-Filme
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Inhalt

Der Vampirjäger Jonathan Harker nimmt im Schloss von Graf Dracula, dem Fürsten der Finsternis, eine Stelle als Bibliothekar an, um seinem Treiben des Blutsaugers ein Ende zu bereiten. Doch bevor er zum Zuge kommt, wird er von Draculas Gefährtin gebissen. Im Wissen, was ihn erwartet, sucht er die Gruft der Vampire auf, und tötet die Vampirfrau, Dracula entkommt und sinnt auf Rache. Er flieht nach London, wo er Lucy, Harkers Verlobte, in einen Vampir verwandelt. Zu spät erkennt Dr. Van Helsing, der Harker nachreiste und seiner Seele mit einem Pfahl durchs Herz Frieden gab, dass Dracula in London ist und sie verwandeln will. Gemeinsam mit Lucys Bruder Arthur versucht Van Helsing nun den Vampirfürsten aufzuspüren, doch ...

Kommentar

Mit Dracula produzierten die britischen Hammer Filmstudios einen Meilenstein der Filmgeschichte. Nachdem Regisseur Terence Fisher (Die brennenden Augen von Schloss Bartimore) ein Jahr zuvor "Frankensteins Fluch" mit Peter Cushing (Frankensteins Höllenmonster) als Baron Frankenstein und Christopher Lee (Dracula - Nächte des Entsetzens) als Frankensteins Monster erfolgreich in die Kinos brachte, schickte man sich nun an, den Universal-Klassiker mit Bela Lugosi (Abbott und Costello treffen Frankenstein) von 1931 neu aufzulegen. Da Universal die Filmrechte an Dracula hielt, wurde Universal die fast weltweiten Vertriebsrechte eingeräumt. Regie übernahm erneut Terence Fisher, ebenso wurden Peter Cushing als Vampirjäger Van Helsing und Christopher Lee als Graf Dracula wieder eingesetzt. Cusing und Lee avancierten dank des Erfolgs schnell zum Dreamteam des britischen Horrorfilms.

Inhaltlich weicht der Film teilweise stark von der gleichnamigen Romanvorlage von Bram Stoker ab. So ist Harker von Anfang an ein Vampirjäger. Er wird am Anfang als Hauptfigur eingeführt, erleidet jedoch recht bald ein tragisches Ende, im Roman überlebt er. Auch liegt das Schloss nicht in Transsilvanien, dafür gibt es am Ende eine Kutschen-Verfolgungsjagd von London ins Schloss. Für die Schiffsüberfahrt hat das Budget von unter 82.000 Pfund nicht gereicht. Einige Figuren wie Renfield wurden ganz weggelassen, andere wie Dr. Seward stark gekürzt. Doch all dies tut dem Film keinen Abbruch. Er wartet mit prunkvollen Kulissen auf, Draculas Schloss ist schaurig schön in Szene gesetzt. Das Tempo ist hoch und die Spannung wird konstant aufrecht erhalten.

Christopher Lee definierte Dracula mit seiner grandiosen Darbietung neu. Bis dato war Bela Lugosi durch etliche Dracula-Verfilmungen das Maß, doch Lee hielt sich eher an Stokers Schilderungen. Mit blutunterlaufenen Augen und Reißzähnen lehrte Lee dem Kinopublikum damals das Fürchten. Seine stilbildende Darbietung unterscheidet sich stark von Lugosi, der viel mit Gestik arbeitete. Lee hingegen hatte einen eher emotionslosen und bösen Gesichtsausdruck. Lee verwendete den Ausdruck "Einsamkeit des Bösen" für seine Rolle, da Dracula zwar das Böse verkörpert, aber auch etwas Tragisches hat. Für ihn war dies seine Paraderolle, wodurch er zur Ikone des Horrorfilms avancierte, und wodurch ein Wendepunkt in seiner Karriere eingeläutet wurde. Obwohl Lee in über 250 Filmen mitspielte, wird er immer wieder auf Dracula angesprochen wird. Eine Rolle, die er in den folgenden Jahren häufiger spielte, meist jedoch nicht ganz freiwillig. Er wurde entweder finanziell überzeugt oder damit erpresst, dass der Film mit ihm als Dracula bereits verkauft sei und die Mitarbeiter ohne ihn arbeitslos würden.

Doch auch die anderen Darsteller können allesamt überzeugen. Peter Cushing ist wie immer absolut überzeugend, so dass auch er noch des Öfteren als Vampirjäger zu sehen war. Unterstützung bekommt er von Michael Gough (Konga - Erbe von King Kong), der ebenfalls eine Karriere als Charakterdarsteller machte.

Die Effekte sind ebenfalls solide. So wird gezeigt, wie Dracula im Sonnenlicht zu Staub zerfällt. Der Blutgehalt war für damalige Verhältnisse hoch, so dass sogar Kürzungen vorgenommen werden mussten. Da wir aber in einer Zeit leben, wo bei Horrorfilmen jede Gräueltat detailliert gezeigt wird, wirkt dies aus heutiger Sicht jedoch sehr moderat, was mir persönlich sehr gut gefällt. Hier wird zwar mal gezeigt, wie gepfählt oder zugebissen wird und Dracula mit blutverschmiertem Mund erscheint, vieles passiert aber auch im Off, was hier genau so wirkungsvoll ist und die Fantasie mehr beflügelt als eine explizite Darstellung. Untermalt wird der Film durch einen kraftvollen und finsteren Score von James Bernard, der hier wesentlich zur Spannung und zur düsteren Atmosphäre beitrug.

Da auch diese Neuinterpretation eines Grusel-Klassikers ein durchschlagender Kassenerfolg war, begann bei Hammer ein wahrer Gothic-Horror-Boom - ein Stil, für den das Studio auch heute noch bekannt ist.

Fazit: Dieser Klassiker überzeugt auch heute noch durch Atmosphäre und herausragende Darbietungen. Ein echter Leckerbissen für Gothic-Horror-Fans.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD erschienen und in der "Dracula Collection" zusammen mit "Draculas Rückkehr" und "Das Blut von Dracula" enthalten.

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Weitere Kommentare zum Film

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BudtheCHUD, 10.11.10
Ganz klar, ein Klassiker... Christopher Lee und Peter Cushing, zwei Namn, die unweigerlich mit Horrofilmen der brittischen Hammer Studios in Verbindung gebracht werden müssen. Dracula ist großartig und Lee hatte wie Belaskoni dieser Ur-Horrorikone etwas völlig eigenes gegeben. Cushing ist ebenfalls ein Urgstein des brittsichen Filmes, kann aber meiner Meinung nach aber auch als exentrischer Sherlock Holmes voll auf überzeugen sowie als rand Moff Tarkin in Krieg der Sterne. Ich sehe beide sehr sehr gerne. Wenn einer dieser Namen Lee/Cushing im Vorspann auftaucht, kann man sich guter Unterhaltung sicher sein. PRIMA!!!!
 
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