Hügel der blutigen Augen
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Inhalt
Die Carters sind auf dem Weg durch die Wüste. Nach Anweisung eines Tankwartes nimmt die Familie einen vermeintlich schnelleren und abgelegenen Weg, auf dem sie mitten im Nirgendwo ein Autopanne haben. Die Familie schickt den Vater los um Hilfe zuholen, doch dieser kommt nicht wieder.
Kurz bevor sich die Familie in die Wüste aufmacht, um den Vater zu suchen, der bereits seit Stunden unterwegs ist, werden sie von einer Horde Mutanten angegriffen, die gut die Hälfte der Familie töten und das Baby entführen. Doch die, die noch leben, wollen nicht einfach nur fliehen, sie wollen Rache und das Baby ...
Kommentar
"Hügel der blutigen Augen", so lautet der deutsche Titel von Wes Cravens zweiter Regiearbeit, die mittlerweile ein richtiger Kultstreifen ist. Was sicherlich an der simplen aber sehr wirkungsvollen Story liegt. Es geht um die Familie Carter, die mit Kind und Kegel in einem Wohnwagen durch die Wüste fährt und dort mitten im Nirgendwo eine Autopanne hat. Die Familie ist jedoch nicht allein, eine Horde menschenähnlicher Wesen beobachtet die Gruppe von den Hügeln aus ...Tja, wie gesagt, die Story ist Simple entfaltet, aber eine ungeheuer dichte Atmosphäre, die den Zuschauer packt und nicht mehr loslässt. Denn einerseits kann man mit der Familie gut mitfühlen, da die Figuren gut ausgearbeitet sind und keine einfachen Stereotypen darstellen, und andererseits ist deren Lage schon bedrohlich, bevor die unheimlichen Wesen aus den Hügeln angreifen. Wahrscheinlich würde sich jeder unwohl fühlen, an einem so fremden Ort, von dem man nicht weg kann. Und das nutzt Wes Craven aus, die Familie begegnet erst einem alten Tankwart, der ein wenig komisch wirkt. Danach machen die in der Wüste wechselnden Temperaturen zuschaffen (tagsüber ist es heiß und nachts sehr kalt), auch verhalten sich die Hunde merkwürdig und die hüglige Landschaft wirkt auf Stadtleute, wie es die Carters sind, auch befremdlich. Doch erst bleibt die Familie cool und tut nichts, selbst als sich die Hunde losreißen und in der unendlichen Wüstenlandschaft verschwinden, zeigt sich der Großteil der Familie wenig interessiert. Nur der Sohn Bobby läuft den beiden Hunden hinterher und findet rasch einen der beiden aufgeschlitzt auf einem der vielen Hügel. Ab da wird eine unterschwellige Spannung aufgebaut, die den Zuschauer schon mal auf das vorbereitet, was noch kommt. Da man als (wenig informierter) Zuschauer noch nicht weiß, wer dem Hund so etwas angetan hat, dauert es nicht lange, bis der anfangs nur etwas befremdlich wirkende Tankwart alles erklärt. In den Hügel lauern blutrünstige Mutanten oder Kannibalen? Oder Aliens? Das weis wohl keiner so richtig, da es bei diesem Film einen ziemlichen Wirrwarr gab, was die Synchronisation angeht. Während im Originalton durch Atomtests degenerierte Kannibalen jagt auf Touristen machen, müssen sich die Carters in der deutschen Fassung vor Außerirdischen fürchten. Dazu muss ich sagen, dass die Kannibalen nicht grade aussehen wie Aliens, sie sehen eigentlich alle aus wie normale Menschen, meiner Meinung nach sogar zu menschlich. Hier hat man versucht den Darstellern mit ein paar zerfetzte Klamotten und Schmuck aus Tierknochen etwas Wildes zu verleihen, was leider nur wenig gelang. Im Vergleich zu den Carters wirken sie weniger gebildet und animalischer, aber für richtige Mutanten sprechen sie zu gut und handeln sehr intelligent, klar, dass der Film so spannender ist, aber etwas weniger menschlich hätte mir gut gefallen.
Dies ist einer der Gründe, an denen man merkt, dass für diesen Film nicht viel Geld zur Verfügung stand. Man hat sogar Michael Berryman (TDR - The Devil's Rejects) engagiert, der auf Grund einer seltenen Erbkrankheit ein, vorsichtig gesagt, monsterhaftes Aussehen hat, was ihm nach dem Spielen des Pluto (einer der Mutanten) zum B-Movie Star machte (Was auf jeden Fall daran liegt, dass er auf dem Kinoplakat des Films zu sehen ist). So brauchte man keine aufwendige Maske.
Neben den Mutanten wurden auch die restlichen Effekte sparsam ungesetzt, so gibt es keine aufwendigen Splatterszenen, aber die hat der Film auch nicht nötig. Hier hat man trotz Blutmangel einige üble Szenen eingebaut, die dem Film das Prädikat Terrorfilm verleihen. So gibt s eine Kreuzigung inklusive Verbrennung, eine Vergewaltigung, ... Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Szenen damals einigen auf dem Magen geschlagen sind. Heut zu Tage sind diese Szenen nicht mehr ganz so heftig wie damals, was sicherlich daran liegt, dass man heutzutage einiges mehr an grafischer Gewalt zusehen bekommt (siehe das Remake dieses Films).
Fazit: Der Film ist zu Recht ein Horrorklassiker. Vor toller Kulisse und mit wenigen Effekten drehte Wes Craven einen wunderbaren Terrorfilm. Da mir das Remake aber noch eine Ecke besser gefallen hat, gebe ich hier "nur" 4 Schädel.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik

Veröffentlichungen
Der Film ist geschnitten und ungeschnitten in vielen Auflagen bei verschiedenen Labels auf DVD und VHS erschienen. Es gibt z.B. eine nach der Listenstreichung von der FSK geprüfte Uncut Box mit allen drei Filmen der (alten) Reihe. In dieser Box befindet sich der Erste Teil mit der original (außerirdischen) Synchro. Ebenfalls FSK geprüft und Uncut ist die zwei Disk Version von Sunfilm Entertainment / Marketing Film, diese Version enthält eine neue, weniger sinnentstellte Synchro.
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The Crazies - Fürchte deinen Nächsten (Steelbook)
Stand: 22.05.2012 14:48:54
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