Sie sind verdammt
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Inhalt
Bei seinem England-Urlaub trifft der Amerikaner Simon Wells auf die junge Joan. Diese lockt ihn jedoch in eine Falle, wo ihr Bruder King und seine Bande ihm auflauern, um in zusammenzuschlagen und auszurauben. Kurz darauf besucht Joan den Amerikaner auf seinem Boot. Als die Bande ihres Bruders dazukommt, beschließt Joan mit Simon durchzubrennen. Ein Vergehen, welches King nicht durchgehen lässt. Als sie wieder an Land sind, drängt er die beiden mit seiner Bande an einem militärischen Sicherheitsgelände in die Enge. Die beiden stürzen an einer Steilklippe ab und werden von Kindern gerettet und in einen unterirdischen Wohnkomplex gebracht. Schnell merken sie, dass mit den Kindern etwas nicht stimmt, denn sie sind eiskalt wie Leichen und leben in der isolierten Station vollkommen allein. Die stark verstrahlten Kinder wurden vom Militär gezüchtet, um nach einem nuklearen Holocaust die Erde neu zu bevölkern, doch ...
Kommentar
Mit "Sie sind verdammt" drehte Regisseur Joseph Losey (Modesty Blaise - Die tödliche Lady) seinen ersten und einzigen Film für die britischen Hammer Filmstudios. Als Vorlage diente der Roman "The Children of the Light" von H.L. Lawrence.Der in schwarzweiß gedrehte Film beginnt wie ein Werk über Gewalt von Jugendlichen. Eine Bande von jungen Schlägern, die von Oliver Reed (Der Fluch von Siniestro, Geburten verboten), der zuvor bereits einige Male in Hammer Produktionen zu sehen war, angeführt wird, setzt Macdonald Carey (Das Ende der Welt), der hier einen reichen Amerikaner spielt, ordentlich zu. Dieser brennt dann mit der Schwester des Anführers, gespielt von Shirley Anne Field (Könige der Sonne), durch. Auf ihrer Flucht stoßen sie dann auf ein geheimes Experiment der Regierung, wodurch der Film in eine ganz andere Richtung geht. Aus einem Gewalt-Drama wird so wissenschaftlicher Science-Fiction.
Die Regierung züchtet eine neue Rasse von Menschen. Die Kinder, die wegen ihrer Verstrahlung für normale Menschen tödlich sind, leben eingesperrt in einem unterirdischen Felskomplex. Diese Kinder, die so kalt wie Leichen sind, sollen die Erde nach der nuklearen Zerstörung neu besiedeln. Die Tore zur Außenwelt öffnen sich bei einer Strahlenverseuchung automatisch. Doch bis dahin leben sie in ihrer eigenen, isolierten Welt, wo sie von Kameras kontrolliert und per Fernseher unterrichtet werden. Genau in dieses Areal gelangen unsere drei Hauptdarsteller, nachdem sie an einer Steilklippe abgestürzt sind. Hier kommen sie nur langsam dem Geheimnis auf die Spur.
Die unterirdischen Kulissen schaffen eine sehr beängstigende und beengende Atmosphäre. Hier erfährt der Zuschauer ganz langsam, was die Wissenschaftler der Regierung hier ausgeheckt haben. Ein Mitarbeiter kommt immer nur in Strahlenanzügen herunter und wird von den Kindern nur "Der schwarze Tod" genannt. Es ist interessant und beängstigend, wie die Kinder in der Tiefe leben und welchen Psychoterror sie durchleiden. Der Ausbruchversuch wird hier sehr spannend und emotional mitreißend umgesetzt.
Anfang der 60er Jahre lebten die Menschen im Kalten Krieg mit dem Wissen, dass die Erde durch Atombomben zerstört und die Menschheit ausgelöscht werden kann. Dieser Film setzt sich durchaus kritisch mit dieser Angst auseinander und zeigt das kalte und planvolle Vorgehen des Militärs. Unterstützt wird die Kritik am tragischen Ende, wo eine Bildhauerin (Viveca Lindfors), die Geliebte des leitenden Wissenschaftlers (Alexander Knox), Zeuge des Vorfalls wird. Sie weigert sich jedoch mit ihm zu gehen, obwohl sie weiß, dass dies ihren Tod bedeutet, denn zivile Mitwisser werden liquidiert.
Fazit: Eine eher unbekannte aber grandiose Hammer Film Produktion, die auch heute noch zu fesseln vermag.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film lief in Deutschland bisher nur im Fernsehen. In Amerika ist er in der "The Icons of Suspense Collection: Hammer Films"-Box enthalten.
Filmbewertung
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Stand: 22.05.2012 15:19:04
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Stand: 22.05.2012 16:10:17
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Stand: 22.05.2012 16:05:30
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