...Jahr 2022... die überleben wollen...

Originaltitel: Soylent Green
Alternativtitel: Soylent Green - Jahr 2022... die überleben wollen
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1973
Regie: Richard Fleischer

Darsteller

Figur

Charlton Heston  Detective Thorn
Leigh Taylor-Young  Shirl
Chuck Connors  Tab Fielding
Joseph Cotten  William R. Simonson
Brock Peters  Chief Hatcher
Paula Kelly  Martha
Edward G. Robinson  Sol Roth
Stephen Young  Gilbert
Mike Henry  Kulozik
Lincoln Kilpatrick  Priester
Whit Bissell  Gov. Santini
  
Genre: Science-Fiction, Thriller, Klassiker
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Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2022: Die Welt ist verseucht, die Ressourcen aufgebraucht, die Meere leergefischt und durch den Treibhauseffekt leiden die Menschen unter der konstanten Hitze. In New York leben 40 Millionen Menschen, die Hälfte davon ist arbeitslos und hungert, denn die Preise für die immer knapper werdende Nahrung steigen ins unermessliche. Nur mit konsequenter Polizeigewalt kann die Situation unter Kontrolle gehalten werden, was insbesondere bei der Nahrungsausgabe des begehrten Soylent Grün, einem grünen, energiereichen Plättchen, notwendig ist. Wer nicht mehr weiterleben will, findet in einer der vielen Sterbekliniken bei Musik und den Bildern einer intakten Natur Erlösung. Hier ermittelt Detective Thorn an dem Mord des reichen William R. Simonson. Unterstützung bekommt er von seinem alten Partner Sol Roth, der für die Recherchen zuständig ist. Was zunächst wie ein Einbruch aussieht, entpuppt sich zu einem politischen Mord, wo höchste Regierungsmitglieder involviert sind. Gemeinsam kommen sie einem schrecklichen Geheimnis von Soylent Grün auf die Spur. Mit diesem Wissen über unmenschliche Praktiken kann Sol nicht weiterleben und sucht in einer Sterbeklinik nach Frieden, während Thorn auf der Suche nach Beweisen alles riskiert und ...

Kommentar

Die meisten Science-Fiction Filme führen den Zuschauer ins unendliche Weltall, wo es noch spannende und phantastische Abenteuer zu bestreiten gibt. Und dann gibt es andere, die eine nicht ganz so rosige Zukunft proklamieren. Zu letzterer Sorte gehört Soylent Green. Hier wird ein wahrlich deprimierendes Zukunftsszenario gezeichnet, denn die Menschen haben die Erde zu Grunde gewirtschaftet, sämtliche Ressourcen sind verbraucht, die Welt ist versucht. Hinzu kommt eine Überbevölkerung, die nicht mehr ernährt werden kann. Den Geschmack von Obst, Gemüse oder Fleisch kennen die meisten Menschen nicht mehr, statt dessen verteilt die Firma Soylent künstliche Nahrung.

Als Vorlage für diese Dystopie diente der Roman "New York 1999" Harry Harrison aus dem Jahre 1966, das Drehbuch wurde von Stanley R. Greenberg (Endstation Hölle) adaptiert. Der Film ist mit seiner Botschaft eines der ersten Öko-Dystopien. Das ganze Endzeit-Szenario ist hier die Kulisse für eine spannende Detektivgeschichte, wo ein Detective bei einem Mordfall auf ein markerschütterndes Geheimnis stößt, welches die Regierung um jeden Preis geheim halten will.

Regisseur Richard Fleischer (Red Sonja) stand für dieses Projekt eine ganze Rieger namhafter Darsteller zur Verfügung, die allesamt voll überzeugen können. Charlton Heston (Planet der Affen, Der Omega-Mann) ist als Detective grandios, ebenso wie sein älterer Kollege Edward G. Robinson (Die zehn Gebote), der hier in seinem letzten Film als belesener Berater von der Heston zu sehen, er ist zwei Wochen nach Abschluss der Dreharbeiten am 26. Januar 1973 an seiner Krebserkrankung gestorben. Wirklich bewegend ist hier die Szene, wo er in eine Sterbeklinik geht, um dort bei klassischer Musik und den Bildern einer intakten und wunderschönen Natur seine ewige Ruhe findet. Er konnte mit dem erlangten Wissen um das Geheimnis von Soylent Grün nicht weiterleben. Die hübsche Leigh Taylor-Young (Blond ist die Rache) ist hier als Inventar zu sehen. Als Inventar gehört sie quasi zu einer Wohnung und kann vom Nachmieter übernommen werden. Sie hat ihm dann voll und ganz zur Verfügung zu stehen. In weiteren Rollen sind noch Joseph Cotten (Lady Frankenstein), Chuck Connors (Kapitän Nemo) und Brock Peters (Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart) zu sehen.

Der Film schafft es, die niederschmetternde Situation der Menschen sehr gut zu vermitteln. Während die meisten Menschen im Elend leben und in irgendwelchen Hausfluren während der Sperrstunden vor sich hin vegetieren und nur von künstlicher Nahrung ernähren, lebt die Oberschicht, wozu der Ermordete zählt, in luxuriösen und futuristisch eingerichteten Appartments mit fließend warmem Wasser, trinken Alkohol und haben Zugang natürlicher Nahrung wie Obst und Gemüse. Als besonderer Komfort gibt es sogar Freudenmädchen, die hier zum Inventar gehören. Hier lässt der Detective für seinen alten Freund einiges mitgehen. Dieser bricht beim Anblick eines Stückes Fleisch in Tränen aus. Eine Zukunftsvision, die durchaus glaubhaft erscheint und zum Nachdenken anregt. Um die Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, verzichtet der Film auch auf unnötige Spezialeffekte. Doch der Film will nicht nur den moralischen Zeigefinger heben, er will auch unterhalten, so dass hier eine spannende Kriminalgeschichte eingewoben wurde, die rasant vorgetragen wird. Eindrucksvoll ist hier auch die Szene, wo gegen einen wütenden Mob mit Baggern vorgegangen wird (diese Szene ist auf Plakat und Cover zu sehen). Die Menschen werden hier einfach wie Vieh aufgesammelt und in den Laderaum gekippt.

Fazit: Dieser interessante, spannende und mitreißende Science-Fiction-Öko-Thriller ist ein zeitloser Klassiker, den jeder kennen sollte.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD erschienen.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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schnuff, 06.10.10
Der Film ist wahrhaft ein Klassiker, und ich schaue ihn mir immer wieder gerne an. Tolle Story mit einem überraschenden Ende, wenn man den Film noch nicht kennt. Die Darsteller sind ebenfalls durchweg klasse, daher gibt es für mich keinen Grund zu Meckern. Wenn man diesen Film nicht gesehen hat, dann hat man echt etwas verpasst.
 
Staudenmaier007, 13.12.10
Richtig - ein Klassiker der den damaligen Nerv der Zeit getroffen hat. Umweltverschmutzung - Überbevölkerung - Massenarbeitslosigkeit. Frage auf die wir auch bisher noch keine befriedigende Antwort gefunden haben und akuter als mutierte Monster oder angriffslustige Aliens............ 4/5 grüne Plätzchen unbekannter Herkunft
 
PKO, 12.06.11
Ich fand den Film jetzt leider nicht so gut wie er hier beschrieben wird. Die Schauspielerische leistung ist wirklich klasse und die Auflösung auch sehr überraschend aber für mich endet er zu schnell. Entweder hätte man gewisse längen einkürzen sollen, die aber kaum vorhanden waren, oder lieber gleich einen überlängenfilm daraus machen sollen. Dazu fing der Film meiner meinung nicht ganz diese Atmospähre dieser dunklen Welt ein. Natürlich muss man auch berücksichtigen dass der Film schon etwas älter ist. Ich hätte eben gerne gewusst wie es denn weiter ginge und auch ein bisschen mehr von dieser Welt und das drumherum erlebt. So kam ich eigenlich nie richtig in diesem Film hinein.
 
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