Amityville Horror - Eine wahre Geschichte
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Inhalt
Für die Familie Lutz scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen. Sie bekommen ein wunderschönes und vor allem spottbilliges Haus, das der ganzen Familie gefällt. Doch schon bald finden sie heraus, dass das Traumhaus Schauplatz von schrecklichen Morden war und seitdem als verflucht gilt. Dass mit dem Haus etwas nicht in Ordnung ist, wird der Familie schon nach wenigen Tagen mit kompromissloser Härte klar gemacht, denn ...
Kommentar
Als es damals zu den mysteriösen Ereignissen in Amityville kam (siehe Review zu Amityville Horror) ging das erst durch die Presse und wurde später verfilmt. Dieser Film bekam schnell eine Flut von Fortsetzungen. Das Original wurde zum Kultfilm und heutzutage bekommt jeder (leider wirklich jeder) Kultfilm ein Remake. Und so dauerte es nicht lange, bis sich jemand auch der Neuverfilmung des Amityville Horrors annahm. Was nicht überrascht, kein Geringerer als Michael Bay (Transformers) hat mit diesem Film ein weiteres Remake produziert, das sich nahtlos in die Reihe der Bay Horrorremakes (unter anderen: Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre und The Hitcher) einordnet.Als Regisseur hat man Andrew Douglas engagiert, der bisher noch keinen nennenswerten Genrebeitrag verbuchen konnte. Also schon mal kein gutes Zeichen. Und da das Original aus den 70ern, aus heutiger Sicht, alles andere als spektakulär ist, könnte man ziemlich schnell vermuten, dass man hier versucht, den eigentlich recht langsamen Stoff für die heutige Gesellschaft mit CGI und sonstigem Schnickschnack "zu verbessern". Doch hier hat man sich Mühe gegeben.
Der Film wird ähnlich wie Texas Chainsaw Massacre mit einer Art Dokumaterial sehr gut eingeleitet. Aufgrund dieser Dokueinleitung wird der Zuschauer ab der ersten Minute in den Bann dieses Films gezogen und es baut sich direkt eine unheilvolle Spannung auf. Diese Spannung wird kurz wieder fallengelassen, um die Familie einzuführen. Die Familie Lutz ist anfangs sehr sympathisch und von einigen bekannten Schauspielern (Ryan Reynolds aus "Blade Trinity" und Melissa George die man aus 30 Days of Night und Triangle kennt) sehr überzeugend gespielt. Auch die Nebendarsteller sind recht gut und können alle überzeugen.
Schon wenige Minuten nach Filmbeginn zieht die Familie Lutz in die Amityvilla ein. Ab da kommt alles Schlag auf Schlag. Kaum ist eine Schocksequenz vorbei, erwartet den Zuschauer schon die Nächste. So bekommt der Streifen ein schnelles Erzähltempo. Auch wenn die Schockszenen ohne CGI verwirklicht wurden, sind sie doch auf den modernen Publikumsgeschmack zugeschnitten. So hat man sich hier nicht mehr mit dem "mysteriösen" Öffnen und Schließen von Fenstern begnügt, sondern direkt gruselige Geistererscheinungen eingebaut, die einen das ein oder andere Mal zusammenzucken lassen. Auch hat der Film mehr Blut zu bieten als das Original, was meinen Geschmack auch getroffen hat.
Was mir beim Original nicht gefallen hat, war die Wandlung, die Vater Lutz durchmacht. Damals hat man einige wirklich lächerliche Vorzeichen eingebaut, die symbolisieren sollten, dass sich der eigentlich friedliche Familienvater zum kranken Psychopaten wandelt. Das wurde im Remake zum Glück viel besser umgesetzt. Die Ideen, die Vater Lutz hat, um seine Kinder zu bestraffen, sind wirklich fies und steigern sich langsam ins Abnormale (anfangs brüllt er die Kinder "nur" an, später lässt er seinen Sohn beim Holzhaken die Scheite festhalten, die er grade mit der Axt spaltet). Doch nicht nur der Vater dreht durch, hier legt auch die kleine Tochter der Familie Lutz ein merkwürdiges Verhalten an den Tag, das zu einem der Höhepunkte des Films führt, und zwar die Szene, in der die Kleine plötzlich oben auf dem Dach der (ziemlich hohen) Amityvilla steht und jede Sekunde droht runter zufallen. Solch spektakuläre Szenen hatte das Original nicht zu bieten, weshalb ich diese Neuverfilmung lieber sehe als den Originalfilm.
Fazit: Der Film ist in allen Punkten besser als das Original, mehr Schocks, Blut, Spannung und sogar der 70er Jahre Charme ist erhalten geblieben (dieser Film spielt nämlich auch in den 70er). Einfach ein Topfilm, der ein hohes Tempo aufweist und zum mehrmaligen Ansehen einlädt.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei MGM und Sony Pictures Home Entertainment auf DVD erschienen.
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