Das Rätsel der roten Orchidee
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Inhalt
Nachdem der Chicagoer Gangsterboss Kerkie Minelli aus den USA ausgewiesen wurde, verlegt er sein Geschäft nach London, ebenso wie der schöne Steve. Beide haben sich auf Erpressung spezialisiert. Wer seine "Lebenspolice" nicht zahlt oder sich an die Polizei wendet, wird ermordet. Scotland Yard kennt diese kaltblütigen Methoden bisher nur aus Amerika, so dass Inspektor Weston seinen amerikanischen Kollegen Captain Allerman vom FBI um Hilfe bittet. Schnell finden sie heraus, wer hinter den anonymen Erpresserbriefen steckt, dennoch sterben die Opfer, die sich an Scotland Yard wendet, schnell. Und immer war der Butler Parker im Dienste des Ermorderten, doch ...
Kommentar
Mit diesem Film geht die von Rialto Film produzierte Edgar Wallace Serie neue Wege. Anstatt mysteriöse Morde und einem kniffligen Detektivspiel wird hier ein reiner Gangsterfilm, wie er eher für Amerika typisch ist, serviert. Gut, dass die Gangster, die London diesmal terrorisieren, aus Chicago importiert sind. Diese sind von Anfang an bekannt, so dass sich hier nicht die Frage stellt, wer der Mörder ist, sondern ob Scotland Yard dem blutigen Treiben Einhalt gebieten kann.
Als Vorlage diente der Edgar Wallace Roman "Gangster in London", ein Titel, der eigentlich passender wäre, aber natürlich nicht so geheimnisvoll wie "Das Rätsel der roten Orchidee" klingt. Die Regie wurde Helmut Ashley (Mörderspiel) übertragen, der das Ganze recht kurzweilig und mit etlichen Schießereien umsetzt. Stellenweise ist er sogar recht spannend und er wartet noch mit einer kleinen Überraschung auf, denn nicht jeder ist das, was er zu sein scheint. Gedreht wurde in Hamburg und London sowie im Realfilm-Studio in Hamburg-Wandsbek.
Die Darstellerliste kann sich wieder einmal sehen. So spielt Christopher Lee (Return of Captain Invincible oder Wer fürchtet sich vor Amerika?) einen amerikanischen FBI-Agenten, der den Briten zeigen muss, was sie zu machen haben. Da Lee sehr gut deutsch spricht, ist er in der deutschen Fassung mit seiner eigenen Stimme zu hören. Adrian Hoven (Der Fluch der grünen Augen) spielt den Inspektor, die weibliche Hauptrolle wurde mit der bildhübschen Marisa Mell (Gefahr: Diabolik) besetzt. Eddi Arent (Der Frosch mit der Maske) ist mal wieder als Butler zu sehen, doch seine Rolle wirkt hier etwas zu überzogen, so ist er bei jedem Opfer gerade als Butler angestellt, was im den Titel Todesbutler einbringt. Hingegen kann Pinkas Braun (Einer frißt den anderen), der hier zum ersten Mal in der Edgar Wallace Serie zu sehen ist und im Laufe der Reihe öfters auftritt, in seiner Rolle überzeugen. Klaus Kinski (Nosferatu - Phantom der Nacht) gibt wie immer den Bösen zum Besten und auch Fritz Rasp (Die seltsame Gräfin), der hier seinen fünften und letzten Auftritt in der Filmreihe hat, wurde mit einer kleineren Rolle bedacht.
Ursprünglich stand "Die Tür mit den 7 Schlössern" auf dem Programm, doch Produzent Horst Wendlandt war mit dem Drehbuch nicht einverstanden, so dass dieser Film, dessen Drehbuch bereits ausgearbeitet war, vorgezogen wurde. Die Filmcrew und Darsteller, die bereits engagiert waren, konnten auch für diesen Film eingesetzt werden.
Fazit: Ein durch seinen amerikanischen Gangsterstiel ungewöhnlicher Wallace-Film, der zwar aus den bisherigen Produktionen heraussticht, aber auch seinen Charme hat. Beim Publikum kam er hingegen nicht so gut an, so dass der Film bis dato die niedrigsten Besucherzahlen im Kino verbuchte.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universum Film auf DVD erschienen und in der Edgar Wallace Edition 3 enthalten.
Filmbewertung
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Edgar Wallace Edition 02 (4 DVDs)
Stand: 21.05.2013 02:09:34
Edgar Wallace Edition 04 (4 DVDs)
Stand: 21.05.2013 02:14:46
Edgar Wallace Edition 01 (4 DVDs)
Stand: 21.05.2013 02:09:34
Edgar Wallace Edition 05 [4 DVDs]
Stand: 21.05.2013 02:06:47
Edgar Wallace Edition 06 [4 DVDs]
Stand: 21.05.2013 02:17:42
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