Must Love Death
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Inhalt
Der Musiker Norman wird derzeit vom Pech verfolgt. Seine Freundin hat in verlassen, im Job läuft es nicht rund und seine neue Flamme Jennifer hat ihn nur verarscht. Der zu Feige ist, sich selbst die Kugel zu geben, verabredet er sich übers Internet mit drei weiteren Selbstmordkandidaten, um gemeinsam den Schritt ins Jenseits zu wagen. Doch die beiden Hinterwäldler Sean und Gary entpuppen sich als sadistische Killer, die ihre Opfer bei einem grausamen Spiel brutal zu Tode foltern und ...
Kommentar
Na, Lust auf eine romantische Folterhorrorkomödie aus deutschen Landen? Skeptisch? War ich auch, aber zum Glück wurde ich eines besseren belehrt. Was uns Autor uns Regisseur Andreas Schaap, der zuvor einige Kurzfilme und Musikvideos drehte, in seinem ersten Spielfilm serviert, ist schon recht außergewöhnlich.Ein von unglücklicher Liebe zum Selbstmord Getriebener verabredet sich zum Gruppenselbstmord, wobei sich zwei Kandidaten aber als perverse Folterknechte entpuppen und dem armen Norman richtig zusetzen. Doch der Film will nicht in der Schiene der derzeit populären Folterhorrorfilme abgeschoben werden, so ist die Storyline mit etlichen Rückblenden aus Normans Leben durchsetzt. Hier stellt sich dann raus, dass Jennifer, die seine Gefühle verletzt hat, doch keine Schlampe ist und ihre Liebe zu Norman entdeckt, nur etwas zu spät.
Die Charaktere sind sehr interessant angelegt. Der Musiker Norman ist ein Weichei, der sich selbst einen Kratzer an der Hand im Krankenheus behandeln lässt. Die beiden Folterknechte sind zwei zurückgebliebene Hinterwäldler, die mehr auf die Sauberkeit ihrer Wohnung achten, als sich Gedanken über ihr Handeln zu machen. Jennifer ist noch die Normalste im Film. Und dann ist da noch der Freund von Jennifer, der über ein übergroßes Ego verfügt und nur sein Hirn in der Hose trägt. Die eher unbekannten Darsteller sind allesamt gut gewählt und sogar für Jörg Buttgereit war noch Platz für einen kleinen Gastauftritt als Polizist am Ende.
Die blutigen Effekte sind solide umgesetzt - Blut spritzt literweise. Die Kamera wird aber nicht krampfhaft bei den Folterszenen draufgehalten, was ich als sehr angenehm empfinde. Meine Fantasie reicht aus, um sich vorzustellen, was da abgeht. Dafür ist das Ganze mit wirklich makaberem, schwarzen Humor durchsetzt. So ziehen die beiden Täter das Gemetzel als total kranke TV-Show mit dem Titel "Foltern oder nicht Foltern" auf und der Selbstmörder kämpft ums Überleben. Der Humor ist zwar nicht wirklich zum Lachen, dafür ist die gebotene Situation zu übertrieben brutal, sie ist eher das Salz in der Suppe. Und passend zu diesem abstrusen Gore-Menü wird noch die richtige, stimmungsvolle Musik serviert, so lass ich mir so einen Film schmecken, auch wenn er gerade in der Anfangsphase mit kleineren Längen zu kämpfen hat.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Pandastorm Pictures / Ascot Elite Home Entertainment auf DVD erschienen.
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