Flick - Zombies sind auch nur Menschen...
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Inhalt
Es ist 1960, der schüchterne Johnny, den alle nur Flick nennen, ist in die schöne Sally verliebt. Die ist allerdings mit Creeper zusammen. Als Johnny auf dem Abschlussball zu Sally geht und sie um einen Tanz und einen Kuss bittet, rastet Creeper aus und schlägt mit seinen Freunden zusammen auf Johnny ein. Dieser sieht rot und richtet mit seinem Messer ein Massaker an, bei dem er einige seiner "Feinde" umbringt. Doch auch für Johnny endet diese Nacht tödlich.
Erst vierzig Jahre später wird seine erstaunlich gut erhaltene Leiche gefunden. Und schon beginnt in der Kleinstadt eine Mordserie ...
Kommentar
Flick sieht auf den ersten Blick aus wie ein super Genrebeitrag. Die Story ist zwar nicht die originellste, weiß aber gut zu gefallen: Der junge Johnny himmelt in den frühen 60ern (um genau zu seihen 1960) die schöne Sally an und wünscht sich nichts sehnlicher, als einen Tanz und einen Kuss von ihr. Doch Creeper, Sally's Freund, hat mächtig was dagegen und schlägt Johnny zusammen. Womit niemand rechnet, Johnny packt ein Messer aus und richtet ein Blutbad an, bei dem er selbst ein "tödliches" Ende findet. 40 Jahre später erwacht Johnny zu neuem Leben und rächt sich an all denen, die ihn damals verspottet, geschlagen oder gedemütigt haben, nur von Sally möchte er immer noch seinen Tanz und den Kuss.Die erste Viertelstunde spielt in den 60ern und ist in Schwarzweiß, was mir schon mal gut gefallen hat, dazu kommt noch, dass fast die komplette Szene mit einem tollen Rockabilly-Sound unterlegt ist, so wirkt sie sehr kraftvoll und cool.
Als Johnny dann zu seinem Messer greift und die Ersten aufschlitzt, spritzt in der schwarzweißen Szene rotes Blut (ähnlich wie in "Sin City"), was natürlich auch recht gut kommt. Leider sieht das Blut in dieser ersten Sequenz sehr unecht aus. Es wirkt fast schon ein wenig comichaft, was aber ebenfalls zu dem besonderen Style des Films passt, da später einige Handlungsstränge kurz als Comic gezeigt werden.
Auch als Johnny in der heutigen Zeit "angekommen" ist, behält der Film seinen interessanten Style weiter, so sind die Kulissen und Darsteller meist mit verschiedenfarbigem Licht angestrahlt, so dass alles etwas befremdlich wirkt. Man könnte sagen, der Film ist eine Abfolge von Pop-Art-Bildern, die zusammen mit der coolen und absolut passenden Musik jedes Fanherz hoch aufhüpfen lassen dürfte.
Doch leider kommt man nach diesen ersten 20 Minuten aus dem schwärmen raus.
Ab da begleitet man nämlich nicht mehr den rachedurstigen Zombie Flick, sondern die von Faye Dunaway (Flammendes Inferno) gespielte Kommissarin McKenzie die versucht, die brutalen Morde aufzuklären, für die Flick verantwortlich ist. Und das ist für mich schon so ziemlich der größte Kritikpunkt, der dem Film letztendlich zum Verhängnis wird. Im Gegensatz zu den Zombieszenen wirken die Ermittlungszenten uninteressant und langweilig. Denn auch wenn man der Figur von Faye Dunaway mit einer Armprothese etwas (unnötige) Skurrilität verliehen hat, wirkt sich bei weitem nicht so interessant wie ein Zombie, der sich in der heutigen Zeit zu Recht finden muss und dabei auch einige Probleme mit seiner mittlerweile verrückt gewordenen Mutter auszufechten hat. Das Einzige, was den Film nach Beginn der Ermittlungen noch sehenswert macht, sind die Morde, die Flick ab und zu an seinen alten Schulkameraden begeht. Diese sind immer sehr schnell geschnitten, verwackelt, recht blutig und genau wie der Anfang mit cooler Rockabilly-Musik unterlegt.
Nachdem der Film dann ein wenig vor sich hingeplätschert ist, bleibt nur noch die Hoffnung auf ein grandioses Finale, dass einem aber auch nicht geboten wird. Das Ende ist sehr uninspiriert und wirkt nach "uns fällt nichts mehr ein, also bringen wir es schnell zu Ende". Es wurde besonders am Ende sehr viel verschenkt, auf Grund der Tragik der Figur Flick hätte man das Finale dramatisch gestallten können oder wenigstens etwas blutige Action einbauen können, aber das, was einem hier als Ableben des Monsters präsentiert wird, ist in meinen Augen ganz schwach.
Fazit: Es wird sicherlich einige Menschen geben, die den Film mega geil finden werden. Ich war aber besonders nach den ultrastarken ersten zwanzig Minuten etwas enttäuscht. Weshalb ich "Flick - Zombies sind auch nur Menschen..." leider, leider, leider nur drei Schädel geben kann.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei I-On New Media ungeschnitten mit einer 16 Freigabe auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Wasting Away - Zombies sind auch nur Menschen
Stand: 11.02.2012 04:06:36 Fido - Kaufversion im Digipak [Special Edition]
Stand: 11.02.2012 01:45:53 Choking Hazard - Shaun of the Zombies
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