Ich werde immer wissen, was Du letzten Sommer getan hast
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Inhalt
Es ist der 4. Juli in einer Kleinstadt, in der nie wirklich viel passiert. Aus lauter Langeweile spielt eine Gruppe Teenager einem jungen Mann einen extrem dummen Streich, der zur Überraschung aller tödlich endet. Da niemand außer den Teens weiß, dass es sich um einen schief gegangenen Streich handelte, wollen die Jugendlichen niemandem etwas von ihrer Beteiligung erzählen. Doch schon ein Jahr später meldet sich ein Unbekannter per SMS mit dem Spruch "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast".D och der Unbekannte "arbeitet" vermag nicht nur mit dem Handy umzugehen, auch sein Haken kommt zu Einsatz, denn ...
Kommentar
Erst knapp 8 Jahre nach dem zweiten Teil entstand dieser dritte Film, der es nicht wie die Vorgänger ins Kino schaffte und direkt auf DVD veröffentlicht wurde. Was aber keinen wundern sollte, denn dieser liegt im Gegensatz zu den Vorgängern qualitativ weit unten.Keiner der alten Darsteller taucht hier noch mal auf. Außer David Paetkau, den man aus Final Destination 2, Aliens vs Predator 2 und der Serie Flashpoint kennt, gibt es hier nur "B-Movie Frischfleisch", das man einmal in einem Film sieht und danach nie wieder auch nur ein Sterbenswort von hört. Was aber nicht die größte Schande des Films ist, da diese alle halbwegs überzeugend schauspielern können. Leider versagt der Rest auf ganzer Linie.
So z.B. "schockt" der Anfang den Zuschauer schon mit seiner einfallslosen, banalen und lächerlichen ersten Viertelstunde. Beispiel gefällig? Amber steht mit ihren Freunden auf nem Rummel. Einer aus der Clique erzählt die düstere Legende des Fischers mit der Hakenhand, die alle erst nur für eine Geschichte halten, bis der Hakenmörder aus der Legende plötzlich vor ihnen steht und sie über den Rummel jagt. Als P.J. versucht, mit seinem Skateboard (sieht absolut Affig aus) vor dem Killer zu fliehen, nimmt dieser die Verfolgung auf und jagt P.J. auf ein hohes Gebäude. Aus lauter Furcht aufgeschlitzt zu werden, versucht P.J. mit seinem Skateboard von dem Gebäude runter zu fahren und stürzt ab. Wenige Sekunden später sieht man wie der Rest der Clique dem Hakenmörder die Hand schüttelt und ihm dazu gratulieren, dass das ein Superwitz war (der Zuschauer weiß jetzt, dass es sich nicht um den echten Hakenmörder handelt, sondern nur ein Mitglied der Clique, die P.J. einen Streich gespielt hat). Nach diesem "tollen Spaß" wollen sich die Teens nach dem Verbleiben des abgestürzten P.J. erkundigen, doch sie finden nur dessen Leiche, die bei dem Sturz auf einem Traktor aufgespießt wurde. Nach dem grausamen Anblick des aufgespießten Jungen stellt sich die Gruppe erst mal die Frage, wer denn die Matratzen weggeräumt hat, die den tödlichen Sturz (aus etwa 15 Meter Höhe) hätten verhindern können.
Herrlich, die Teens müssen total verblödet sein, wenn sie denken, dass Matratzen einen Sturz aus einer Höhe von schätzungsweise 15 Metern ungefährlich machen könnten. Zu allem Überfluss wurde P.J. auch noch von einem Traktor aufgespießt, was die Dummheit der Charaktere noch unterstreicht und die unfreiwillige Komik dieser Szene nach der lächerlichen Skateboard-Flucht vollkommen macht. Leider ist dies nicht die einzige unfreiwillig komische Szene, oh nein, es gibt noch viel mehr. Wenn der echte Killer nach einer Laufzeit von ca. 40 Minuten zum ersten Mal angreift, bekommt man den nächsten lächerlichen Einfall der Macher geboten. Anstatt zu zeigen, wie der Killer seine Opfer "ganz normal" verfolgt und diese dann tötet, bestehen die Angriffe und Morde aus extrem schnellen, teilweise sehr hellen und mit 08/15 Schock-Tönen unterlegten Einstellungen des Killers und der Opfer. Auch auf extrem schnellen Kamerafahrten und Zooms hat man nicht verzichten können. Somit wirken die Morde viel zu hastig und übertrieben.
Der Killer selbst ist auch nicht mehr der Alte, weder der Darsteller noch die Fähigkeiten sind gleich, dieser hier ist nämlich kein (nicht wie in den Vorgängern) Mensch. Es handelt sich um einen Dämon mit roten Augen, schwarzem Blut, übernatürlicher Schnelligkeit und einem ziemlich merkwürdigen Schmerzempfinden (Ein Brusttreffer mit ner Pumpgun macht dem Kerl nichts aus, ein Haken in der Hand oder dem Fuß läst ihn aber vor Schmerzen schreien und die Flucht ergreifen). Zum Glück sieht man die billige Monsterfratze nur kurz am Ende, weshalb es nicht so schwer ins Gewicht fällt, aber ein echter Mensch (wie in den Vorgängern) währ glaube ich besser gewesen.
Was noch recht interessant ist: Anscheinend tut sich die FSK mit den Freigaben der "Sommer Filmen" sehr schwer. Während der Erste für seine 18er Freigabe viel zu harmlos war, hätte der Zweite (ab 16) für seine Splatterszenen eigentlich das rote Siegel verdient. Auch bei Teil Drei hätte man milder freigeben können, zwar ist der Streifen viel brutaler als der Erste, stellt sich aber splattermäßig etwas unter den zweiten Film. Denn hier sind die Morde zwar blutig, aber immer nur sehr kurz oder nicht so gut zu erkennen.
Fazit: Der Dritte passt nicht mehr so gut zu den ersten beiden Teilen, da er zu sehr auf lächerliche Schockmomente setzt und mit seinem dummen Opfern und einem Dämon-Killer tief in die Klischeekiste greift. Dafür gibt es einige kurze, blutige Einlagen und genug Action, so dass der Film wenigsten nie richtig langweilt, womit er grade noch so 3 Schädel schafft.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Sony Pictures Home Entertainment auf DVD und UMD erschienen.
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Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast
Stand: 11.02.2012 03:15:13 Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast
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