Die Bestie
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Inhalt
Vernon ist der armselige Kasper vom Dienst. Von seinen Mitschülern gehänselt und gemobbt, von seinem Vater vernachlässigt und auch bei den Lehrern nicht sonderlich beliebt, lebt er einzig für seine Lieblingsfächer, Biologie und Chemie. Hier blüht der Schwächling auf und experimentiert heimlich mit einem Meerschweinchen. Als er sich eines Nachts wieder ins Labor schleicht und fest stellt, dass das Tier zu einem kleinen Monster mutiert ist und es fertig brachte, die Katze des Hausmeistern zu töten, ist Vernon höchst erstaunt über die neuen Superkräfte die man durch seinen selbst gebrauten Trank bekommt. Als der Hausmeister seine geliebte Katze tot findet, flippt er aus und zwingt Vernon seinen eigenen Trank runter zu kippen woraufhin dieser ebenfalls mutiert und den Hausmeister killt. Am nächsten Tag wieder völlig normal, ist er überwältigt von der Macht die er durch den Trank bekommen hatte und säuft das Zeug in der nächsten Nacht wieder um sich nun nach und nach an seinen Peinigern zu rächen…
Kommentar
Nett. Sehr nett muss ich sagen. Dieser mittelmäßige 70iger Jahre Low-Budget Horror Trash hat mich überraschender Weise besser unterhalten als ich dachte.Enttäuscht nur von dem verlogenen Cover auf der DVD (bei der VHS ist es noch mehr übertrieben) wo man bei beiden ein Werwolf-artiges Monster mit langen spitzen Zähnen sieht, und der Beschreibung mit dem Meerschweinchen, ging ich anfangs von einem Tierhorror aus, was aber leider nicht der Fall ist. Zwar gibt’s durch den „Zauber“-Trank eine Verwandlung, welche man aber erstens nicht sieht weil sich diese, wie auch die Morde alle, leider immer in der Dunkelheit abspielt. Der Junge aber (Pat Cardi aus Twisted Brain, Full Synopsis) mutiert nicht zu einer Tierähnlichen Bestie sondern nur zu einer Kreatur die knurrt, ein Bein nach zieht, mit tiefer Stimme spricht, den Kopf etwas verdreht und dem die Haare wirr vom Kopf stehen. Das ist alles. Mehr sieht man leider nicht. Relativ harmlos also. Was heißt relativ, es IST harmlos!
Genau wie die süße Teenie-Fflirterei die man dazwischen immer wieder sieht und den Film dementsprechend vorausschaubar macht. Die FSK 16 gibt’s vermutlich nur wegen dem Säurezerfressenen Totenschädel und dem Hausmeister der mit einem Keramikstößel im Käfig rum schlägt, was in der Fantasie der Zuschauer das Erschlagen eines Meerschweinchens darstellen soll. Angeblich ist diese deutsche Version extrem gekürzt gegenüber der US- Original FSK 18 Version, die mich dann doch sehr interessieren würde denn das wäre noch die richtige Würze für den Film. Ich meine mit der Jekyll & Hyde Story von einer Person die durch einen Zaubertrank zu einer anderen mit Superkräften mutiert, und dann mit seinen Peinigern abrechnet, gewinnt man heute keinen Blumentopf mehr. Und ohne grausige Effekte und Spezialeinlagen geht’s heute ebenfalls kaum noch. Zu der damaligen Zeit hat’s aber vermutlich ganz schön gepasst und bestenfalls sogar schockiert.
Mir hat auf jeden Fall die alte Schreckschraube gefallen die zum Schluss bekommen hat was sie verdiente. Leider hat man das nicht genau gesehen. Zumindest das Abschneiden der Finger hätten sie schon in Großaufnahme zeigen können hehe.
Das B-Movie hat sogar zwei Stars zu bieten die ich auch mit Namen kannte, nämlich Rosie Holotik (The Forgotten, Encounter with the Unknown) und Austin Stoker (Die Schlacht um den Planet der Affen, Assault- Anschlag bei Nacht). Zu bieten hat es übrigens auch einen Score der zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig (die ersten zwei Minuten erinnern an einen alten Roy Black Heimatfilm) und danach aber immer erträglicher bis zu dem abrupten, kurzen Schluss sogar recht passend wurde.
Fazit: Wer auf Filme wie Hulk und Spiderman steht in der die Verwandlung einer Person in eine mit Superkräften am Plan steht, 70iger Jahre Filme mag oder einfach Außenseiter die mit ihren Peinigern abrechnen, der sollte hier mal einen Blick rein werfen wenn er sich nicht zuviel davon erwartet.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Elfra Film auf DVD und bei ITT, bei VMP, bei Aktuell Video und bei Vision Video-Selection auf VHS erschienen.
Filmbewertung
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Das Unsterbliche Monster - Vergessene Filmklassiker Vol. 9
Stand: 22.05.2012 16:00:08
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