Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff
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Inhalt
Der bekannte Chirurg Dr. Génessier experimentiert im Bereich der Gewebetransplantation, welche ihm bei Hunden bereits einwandfrei gelungen ist. Durch einem von ihm verursachten Autounfall wird seine Tochter Christiane im Gesicht schwer entstellt, ihr Gesicht verbirgt sie fortan hinter einer Maske, um nicht vor sich selbst zu erschrecken. Von Schuldgefühlen geplagt versucht ihr Vater ihr zu helfen. Hierzu entführt er mit Hilfe seiner treu ergebenen Assistentin Louise ein junges Mädchen, der er die Gesichtshaut abschneidet, um sie seiner Tochter zu implantieren. Als die von ihm entsorgte, gesichtslose Leiche gefunden wird, identifiziert er sie als seine Tochter, die er zuvor als vermisst gemeldet hat. Doch so sehr sich Dr. Génessier auch anstrengt, die neue Haut wird nicht vom Körper angenommen, und so müssen weitere Frauen für seine Experimente herhalten. Durch einen Hinweis von Christianes Verlobten gerät die Polizei dem Wissenschaftler auf die Spur. Sie versuchen ihn in eine Falle zu locken, indem sie ihm einen entsprechenden Köder servieren, doch als ...
Kommentar
Einst warf man Regisseur Georges Franju (Der Mann ohne Gesicht) vor, er würde sein Talent für ein minderwertiges Genre zu verschwenden. Heute zählt dieses französische Grusel-Drama zu den Genre-Klassikern, der andere Filme beeinflusste und auch heute noch zu überzeugen vermag. Er handelt von einem wissenschaftlichen Genie, welcher von Schuldgefühlen getrieben über Leichen geht, um seiner Tochter ihr Gesicht wiederzugeben.Der in schwarzweiß gedrehte Film überzeugt durch seine solide Kameraarbeit, für die sich der erfahrene Kameramann Eugen Schüfftan verantwortlich zeichnet. Er verdiente sich seine Sporen im Film bereits 1924 bei Fritz Langs "Die Nibelungen: Siegfrieds Tod" verdiente. Er fing in diesem meist ruhigen Film herrliche Bilder ein, die eine tolle Atmosphäre schaffen. Hierzu bieten das geheime Versuchslabor, die Zellen der entführten Mädchen sowie der Hundezwinger-Raum optimale Kulissen. Für seine Zeit wirklich schockierend ist die Operations-Szene, wo der Frau die abgeschnittene Gesichtshaut abgenommen wird. Dies wird explizit gezeigt und ist recht blutig, dies dürfte bei so manchem Zuschauer damals einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, auch wenn die Haut als Gummimaske zu erkennen ist.
Wirklich gespenstisch wirkt auch Edith Scob (Vidocq) mit ihrer eng aufliegenden Gesichtsmaske als Christiane Génessier. Ihr Gesichtsausdruck lässt kaum eine Mimik zu, doch im Film ist sie die Einzige, die den Opfern gegenüber Gefühle zeigt. Pierre Brasseur (Die Unmoralischen), der bereits zu Stummfilmzeiten als Darsteller aktiv war, spielt den genialen Wissenschaftler, ihm zur Seite agiert Alida Valli (Suspiria, Feuertanz - Horror Infernal) als treu ergebene Assistentin, die für ihn die jungen Opfer in die Falle lockt.
Fazit: Ein sehenswerter Genreklassiker, der immer noch zu unterhalten vermag, auch wenn er aus heutiger Sicht streckenweise eher langatmig wirkt.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Concorde Home Entertainment mit der deutschen Kino-Synchro und bei Eyecatcher Movies mit der TV-Synchro in drei Covervarianten auf DVD erschienen.
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