Robin Hood
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Inhalt
Robin Longstride ist Bogenschütze im Heer seiner Majestät, des englischen Herrschers Richard Löwenherz. Als dieser am Schlachtfeld in Frankreich jedoch sein Leben verliert, macht sich Robin mit ein paar anderen Kameraden wieder auf in die Heimat. Genau wie der Edelmann Sir Robert Loxley, der die Krone des Königs nach England zurück bringen soll. Auf dem Weg werden die Ritter aber von einem französischen Trupp überfallen und Loxley getötet. Robin kommt gerade noch rechtzeitig dazu um die Krone zu verteidigen und dem sterbenden Mann das Versprechen abzunehmen die Krone in die Heimat und sein Schwert seinem Vater daheim zu überbringen. Um nicht als möglicher Dieb belastet zu werden, schlüpft Robin in die Ritterrüstung und gibt sich fortan als Sir Robert Loxley aus was auch funktioniert, weil Loxleys Witwe Lady Marion, auf den Wunsch dessen Vaters mit spielt und Loxley seit über 10 Jahren auf den Kreuzzügen fort war und sich dementsprechend verändern hätte können. Währenddessen waltet der neu gekrönte König John seines Amtes und erhöht sofort die Steuern welche mit brutaler Gewalt eingehoben werden. Nur ein Mann hat wirklich den Mut sich gegen ihn und auch die anrückenden französischen Truppen auf zu lehnen, Robin. Doch das macht den tapferen Kämpfer zu einem Geächteten. Er wird zu Robin Hood…
Kommentar
Tja nachdem ich Anfang der Neunziger aus verschiedensten Gründen für mich entschieden hatte, Kevin Costners Robin Hood als meine Lieblingsversion des berühmten und wohl des am häufigsten verfilmten Heldenstoffes zu ernennen (leider kenne ich auch bisher nur die eine), peitscht uns Ridley Scott (Legende, Der Blade Runner), einer der renommiertesten und einflussreichsten Regisseure der Welt, eine weitere Interpretation des Robin von Locksley vor die Füße.Dieser 130 Millionen US-Dollar teure Historien-Action- Blockbuster der dieses Jahr die 63. Filmfestspiele von Cannes eröffnen durfte, erzählt die (fiktive) Vorgeschichte jenes Mannes (Russell Crowe aus Gladiator, Lebenszeichen – Proof of Life) der als Robin Hood in die Geschichte einging.
Interessanter Weise hat der Film aber nichts mit Robin HOOD zu tun, denn zu dem wird er hier erst gegen Ende des Filmes weil die Geschichte zu einer Zeit spielt als der Mann noch Robin Longstride hieß, ein Bogenschütze war und erst aufstieg, als König Löwenherz starb.
Dass der König zu Beginn des Spektakels schon stirbt, war für mich eine Überraschung, hatte ich doch noch den großartigen Auftritt von Sean Connery im Kopf als der zum Schluss von den Kreuzzügen heim kehrte.
Auch spielt der Sheriff of Nottingham (fantastisch charismatisch damals Alan Rickman) nur noch eine kleine Rolle, gibt seinen Part an König John (Oscar Isaac) ab. Leider hat mir dieser nicht sonderlich gut gefallen. Auch mehrere andere Parts waren von der Besatzung nicht übermäßig auffallend und kamen mir eher wie unbekannte B-Movie Darsteller vor.
Großer Pluspunkt hingegen ist die Golden Globe und Oscar Preisträgerin Cate Blanchett (Der seltsame Fall des Benjamin Button, Der talentierte Mr. Ripley) die ich normalerweise gar nicht so mag, hier aber perfekt passt. Durch ihre kühle, distanzierte Art wirkt das schüchterne Annähern zwischen ihr und Robin irgendwie erfrischend, faszinierend und leicht humorvoll, zu keiner Zeit jedoch kitschig. (Ganz anders als bei der süßen Mary Elizabeth Mastrantonio die zu Brian Adams Soundtrack einfach nur zum dahin schmelzen war…). Wie das Ganze wohl ausgesehen hätte, wenn die Rolle an die ursprünglich vorgesehene und bereits engagierte Sienna Miller gegangen wäre, die Ridley Scott aber kurz vor Beginn der Dreharbeiten dann doch noch durch die „bravere“ Charakterdarstellerin austauschte?!
Wer mir noch ganz gut gefallen hat ist der Brite Mark Strong (Sherlock Holmes, Rock N Rolla) als Bösewicht der als einziger eine richtig gute Ausstrahlung für mich hatte. Max von Sydow (Minority Report, In einer kleinen Stadt) spielt recht nett, und Mark Addy (Ganz oder gar nicht, Ritter aus Leidenschaft) ist als Bienenimker zwar ungewohnt, aber auch ganz sympathisch.
Was der Film, der eigentlich ursprünglich „Nottingham“ heißen hätte sollen, mit Kevin Reynolds Kinoerfolg gleich hat, sind die bildgewaltigen Kulissen und traumhaft schönen Landschaften. Alles andere erinnert extrem an Ridley Scotts „Gladiator“, dessen Titelheld dem Helden hier sehr ähnlich ist, zumal es sich noch dazu um den selben Schauspieler handelt.
Fazit: Wer auf moderne, actionreiche Historienverfilmungen wie Gladiator, Troja, Königreich der Himmel oder Alexander mit vielen Kampfszenen steht, wird auch hierbei seine Freude haben.
Wer den Fehler macht, ihn mit Kevin Costners humorvoller (Kuschel)-Version zu vergleichen und die bekannte Story erwartet, wird enttäuscht sein. Ernster, sehr gut gemachter Film der vielleicht die volle Punkteanzahl von mir bekommen hätte wenn ich den vorigen Film nicht kennen würde weil mir der einfach besser gefällt und meiner Meinung nach mehr Charme hat. Ansonsten auf jeden Fall zu empfehlen.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Deutscher Kinostart: 13. Mai 2010
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Weitere Kommentare zum Film
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| Gruselmonster, 05.06.11 |
| Im Grunde ein Prequel zu Robin Hoods bekanntesten Jahren, auch wenn es vermutlich sehr unfair ist, bei einer mehr oder minder historischen Begebenheit von einem Prequel zu sprechen ;) Die Fortsetzung lässt bestimmt nicht auf sich warten, wage ich mal einen Schuss ins Blaue. Ich fand den Film überzeugend gemacht und auch (so weit ich das beurteilen kann, ich bin keine große Geschichtsleuchte und schon gar nicht auf diese Epoche bezogen) wesentlich authentischer als das meiste, was man sonst an Historienepen zu sehen kriegt. Meiner Meinung nach hatte er aber auch einige Längen. Insgesamt ordentlich, auch wenn's nicht so ganz meinen Filmgeschmack trifft, daher vier Punkte. |
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