Heavy Metal
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Inhalt
Was kann Schlimmes dran sein, an einer kleinen, grünen Kugel, die ein Vater seiner Tochter als Geschenk mit nach Hause bringt? Eigentlich nichts beim Anblick leuchtender Kinderaugen. Es se denn, diese Kugel birgt ein schreckliches Geheimnis, in Form des absoluten Bösen, das die Welt in seine Gewalt bringen will. Und was hätte ein kleines Mädchen dem entgegenzusetzen? Der Vater wird von der Kugel getötet, das Mäddchen ist paralysiert und erfährt in Rückblicken vom Siegeszug des Bösen, das schon andere Welten versklavt hat und nun auch die Erde unterjochen will. Wer soll dieses absolute Böse jetzt noch aufhalten?
Kommentar
Wenn ich zuvor schon von düsterer Fantasy geschrieben habe, ungewöhnlich düster für Disney zum Beispiel in Taran und der Zauberkessel, dann ist dieses Werk sicherlich der Gipfel dessen, was Zeichentrick an Düsternis zu bieten hat. Das Ganze verpackt in einer Mischung aus Fantasy und Science Fiktion, und mit dem bezeichnenden Namen "Heavy Metal". Die Bezeichnung "schwer trifft hier auch wirklich zu, im Sinne von "schwer verdaulich". Die Altersfreigabe ab sechszehn ist daher auch keinesfalls zu hoch gegriffen, ganz im Gegenteil, sie ist bereits grenzfertig. Es ist ein Film für Erwachsene, und würde dieser ganze Inhalt in einem Realfilm dargestellt, eine Freigabe ab achtzehn Jahren wäre sicherlich unumgänglich.
Daher mal ins Detail. Der Film enthält so ziemlich alles, was ich verabscheue, um es ganz deutlich auszudrücken. Untermalt mit zahlreichen Heavy Metal Songs - absolut passend - wird hier all das propagiert, was gegen meine Wertvorstellungen steht. Alkohol, rauchen, huren - ganz genauso muß ich es ausdrücken, denn schneller Sex ohne Liebe ist hier das Maß der Dinge. Selbst ein "Held", der in einer Episode - das Ganze ist als Episodenfilm aufgebaut, die nichts miteinander zu tun haben, aber von einer Rahmenhandlung zusammengehalten werden - eine Frau zu retten versucht, mit der er sofort intim war, steigt gleich mal noch mit der nächsten ins Bett, bevor er sich wieder "seinem" Mädchen zuwendet. Oder die Geschichte des Taxifahrers in einem schmutzig, düsteren New York. Er rettet eine Frau vor Verfolgern, sie steigt sofort mit ihm ins Bett. Beide machen einen Deal mit Verbrechern, danach legt sie ihn herein und er tötet sie...
Natürlich wird das alles etwas relativiert durch die Rahmenhandlung. Das Böse selbst erzählt, wie es die Menschen beeinflußt und beherrscht, sie zu solchen Taten treibt. Dieses Böse als Wesen mit Bewußtsein gibt es in der Realität natürlich nicht, doch um so schlimmer zu sehen, zu was der Mensch eben auch ohne dieses "Böse" fähig ist, daß hier nichts übertrieben wird, weil das Böse in jedem Menschen steckt. Letztlich sind wir noch zu viel mehr und Schlimmerem fähig.
Wie gesagt, der Film ist für mich schwer verdaulich, und ihn als reine Unterhaltung zu sehen ist mir jedenfalls nicht möglich. Auch das Element der Hoffnung tröstet wenig, daß im Film Menschen dem Bösen auch widerstehen, wobei diese Menschen nicht wirklich besser sind als jene, die dem Bösen dienen. Der eine betrügt seine Gefährtin, und Taarna, die eigentliche Kraft gegen das Böse, schlägt Männern schon mal schnell die köpfe ab, wenn sie ihr blöd kommen. So ist es einerseits zwar schön, daß es im Film keine reine schwarz/weiß Malerei gibt, würde nicht alles darauf hinauslaufen, daß nichts wirklich gut ist, und Hoffnung nur eine Illusion. Werte vermittelt mir dieser Film auf jeden Fall keine.
Zum Film selbst, mit einem Budget von ca. 8 Millionen US-Dollar war der Film vergleichsweise günstig, nimmt man andere Werke zum Vergleich. Es liegt ein klassisch einfacher Zeichentrickstil vor. Dennoch war der Film sehr erfolgreich, spielte er seine Kosten doch zigfach wieder ein. Bezeichnend ist allerdings, daß kurz vor der Fertigstellung eine komplette Epsisode entfernt wurde, mit der Begründung, der Film sei damit zu lang - 94 statt 87 Minuten, für mich nur ein schlechter Witz. Diese Episode kann man heute wenigstens auf der DVD anschauen, wo sie im Bonusmaterial vorliegt. Der Film erhielt auch Auszeichnungen, zum Beispiel den Genie Award für den besten Sound und den besten Tonschnitt.
Fazit: Reine Geschmackssache, so lautet hier mein Fazit. Ich weiß, vielen gefällt dieser Film, viele lieben ihn und würden hier problemlos fünf Punkte geben. Ich kann das nicht, aufgrund der negativen Grundlage und den Aussagen, die der Film trifft. Und die meinem Denken und fühlen total entgegenstehen. Daher nur zwei Punkte von mir, und eine Empfehlung nur an Erwachsene, die auf so etwas stehen. Da bleib ich doch lieber bei klassischer Science Fiktion order Fantasy.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Columbia TriStar Home Video auf VHS und DVD erschienen.
Filmbewertung
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Die Welt in 10 Millionen Jahren
Stand: 23.05.2013 14:18:30
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Weitere Kommentare zum Film
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| schnuff, 31.05.10 |
| Also, ich kann nicht anders. Hier muss ich mal meinen Senf dazu geben. Der Film vermittelt wahrlich keine Werte, aber will er auch gar nicht, daher finde ich es ein wenig schade, wenn man ihm dieses zum Vorwurf macht. Der Titel des Films kaommt übrigens auch nicht von ungefähr, denn so heißt ein Comic-Magazin, das von 1975-87 und 2002-2006 erschien, in Deutschland unter dem Namen "Schwermetall". Durch das Magazin wurden Zeichner wie Moebius und Richard Corben berühmt. Einer der Produzenten war übrigens Leonard Mögel, der auch der Herausgeber des Magazins war. Da das Magazin nie für Kinder gedacht war, muss man sich auch nicht wundern, wenn der Film entsprechend freizügig ausfällt. Das nun ein Zeichentrickfilm auf den Markt kam, der eben NICHT wie Cap und Cappa war, finde ich sehr erfrischend. Es muss ja nicht immer heile Welt sein, wenn der Film gezeichnet ist. Doch dies ist nichts wirklich neues, wenn man zum Beispiel die Verfilmung von "Fritz the Cat" aus dem Jahre 1972 nimmt (Ok, da geht es mehr um SEX, aber Disneytauglich ist der Film auch nicht, zumal dort auch eine Vergewaltigung gezeigt wird). Um die Produktionszeit zu verkürzen, hat man sich damals für einen Episodenfilm entschieden, denn so konnten mehrere Teams gleichzeitig an dem Film arbeiten. Der Große Erfolg des Films zog dann noch eine Fortsetzung aus dem Jahre 2000 hinter sich her, die unter dem Namen "Heavy Metal F.A.K.K. 2." erschien. Dieser Film verfügt jedoch über eine zusammenhängende Geschichte. Für mich bleibt "HeavyMetal" ein Kultfilm, den ich mir immer wieder gerne anschaue. Die Geschichten sind typische Underground-Comicstrips der damaligen Zeit, und nichts anderes habe ich beim anschauen erwartet. Daher wurde ich sehr gut unterhalten. Von mir volle 5 Schädel. |
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