Phoonk 2
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Inhalt
Wegen eines neuen, großen Auftrages zieht der Bauingenieur Rajiv mit seiner Familie um. Das Haus, das sie bewohnen wollen, liegt abgelegen am Rand eines Waldes und hat den Strand in Sichtweite. Es müssen zwar noch ein paar Renovierungsarbeiten abgeschlossen werden, doch sind alle mit der neuen Unterkunft zufrieden. Die Kinder beginnen sofort das Haus und die Umgebung zu erkunden.
Eines Tages findet Tochter Raksha im Wald eine Puppe, die sie mit nach Hause nimmt. Ihr jüngerer Bruder Rohan bekommt es mit der Angst zu tun, als er sieht, dass die Puppe sich ohne fremde Hilfe bewegt. Weil Rohan sich nicht beruhigen lässt, beauftragt Rajiv den Gärtner Balu die Puppe fortzuschaffen, obwohl er und seine Frau Aarti glauben, dass nur Rohans lebhafte Fantasie mit ihm durchgegangen ist. Raksha ist deswegen sauer, aber der Ärger ist schnell vergessen, als Tante Arushi (Rajivs jüngere Schwester) und Onkel Ronnie zu Besuch kommen.
Noch ahnt niemand, dass sich das Unheil bereits eingenistet hat, da der Geist von Madhu, die vor 2 Jahren Raksha mit einem Fluch belegt hatte um sich an Rajiv zu rächen, durch die Puppe ins Haus gebracht worden ist.
Als Rajiv begreift was vorgeht, scheint es bereits zu spät: Madhu hat von Aartis Körper Besitz ergriffen und will nach und nach die ganze Familie auslöschen. Der magisch begabte Spirituelle Manja, der Madhu seinerzeit besiegte, soll zuhilfe gerufen werden, doch wird er von ihrem Geist grausam umgebracht. Balu empfiehlt einen ortsansässigen Exorzisten und bezahlt seine Einmischung mit dem Leben. Der Exorzist wird im Wald von der besessenen Puppe angegriffen, die er zwar zerstören kann, den Kampf aber selber nicht überlebt.
Rajiv will mit seinen Kindern flüchten, da er Madhu, solange sie in Aartis Körper steckt, nicht bekämpfen kann, ohne das Leben seiner Frau zu gefährden. Doch Madhu hat nicht vor, ihn so leicht davonkommen zu lassen...
Kommentar
Kaum hatte sich Phoonk überraschend zu einem Kassenschlager entwickelt, da kündigte Regisseur Ram Gopal Varma (Bhoot) auch schon ein Sequel an. Da er selber mit anderen Projekten beschäftigt war, überließ Mr. Varma den Regiestuhl dem Drehbuchautoren des Originals, Milind Gadagkar, der auch das Skript zur Fortsetzung verfasste.Technisch steht der Film auf hohem Niveau; es gibt diesmal deutlich weniger computergesteuerte als mechanische Effekte. Das verschachtelte Wohnhaus der Protagonisten wird mehrmals für argentoeske Kamerafahrten genutzt. Austattung & Kostüme sind soweit in Ordnung, nur der Struwelpeter-Look mit dem Ashwini Khalsekar als Geist ausstaffiert wurde wirkt unfreiwillig komisch. Die Musik versucht Gruselstimmung und Schockwirkung zu verstärken; teilweise funktioniert das sogar, wenn aber gerade garnichts unheimliches passiert, wirkt der Radau mehr als einmal unpassend (ähnlich der ins Leere laufenden Kamerazooms in Varmas eigenem Agyaat).
Im Gegensatz zum ersten Teil, der mehr auf Spuk- & Besessenheitsphänomene setzte und den Zwiespalt zwischen Wissenschaft/Schulmedizin & Mystik/Aberglauben zum Thema machte, bedient sich Teil zwei sowohl beim Japanhorror ("Ju-on") als auch beim gemeinen Schlitzerfilm. Dabei wurden Gewaltpegel & Blutgehalt enorm gesteigert, obwohl wir immer noch meilenweit von einem Splattermovie entfernt sind. Ich persönlich sehe es als etwas zwiespältig an, wenn sich filmische Gewalt gegen Kinder richtet und in dieser Hinsicht geht Mr. Gadagkar nicht gerade zimperlich vor.
Nach dem langen, mit Andeutungen des bevorstehenden Grauens gespickten Anfang, steigt die Spannungskurve zu einem nervenaufreibenden Showdown, der in einem unspektakulären und unlogischen Finale gipfelt. Obwohl das Böse auch hier wieder besiegt wird, kann von einem Happy-End keine Rede sein, dafür haben die wenigen Überlebenden zuviele Verluste erlitten.
Angeblich ist ein dritter Teil in Planung; das Sequel war zwar schon nicht so erfolgreich wie Teil 1, hat aber immer noch Gewinn eingespielt.
Im Großen & Ganzen hat auch dieser Streifen mich wieder gut unterhalten, auch wenn er, wegen einiger vorhersehbarer Handlungsabläufe und ein paar lächerlicher Szenen (wie dem Kampf des Exorzisten mit der Puppe) etwas schwächer als sein Vorgänger ist.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in Indien bei verschiedenen Anbietern auf DVD veröffentlicht worden (anscheinend keine ungewöhnliche Praxis, wenn Filme nicht von einem der großen Studios produziert wurden), mir lag die Auflage von PEN INDIA vor, die mit optionalen, englischen Untertiteln ausgestattet ist.
Filmbewertung
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