Event Horizon - Am Rande des Universums

Originaltitel: Event Horizon
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien, USAUSA
Erscheinungsjahr:  1997
Regie: Paul W.S. Anderson

Darsteller

Figur

Laurence Fishburne  Captain Miller
Sam Neill  Dr. William Weir
Kathleen Quinlan  Peters, Med Tech
Joely Richardson  Lt. Starck
Richard T. Jones  Cooper
Jack Noseworthy  Justin
Jason Isaacs  D.J.
Sean Pertwee  Smith
Peter Marinker  Captain John Kilpack
Holley Chant  Claire
Barclay Wright  Denny Peters
Noah Huntley  Burning Man / Edward Corrick
Robert Jezek  Rescue 1 Technician
  
Genre: Science-Fiction, Grusel
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Inhalt

Im Jahr 2047. Der Mensch hat es geschafft die Raumfahrt möglich zu machen und experimentiert mit neuen Antrieben. Einige Jahre davor ist es dem wissenschaftler Dr. Weir gelungen einen solchen neuen Antrieb an Bord eines Raumschiffs zu installieren. Theoretisch sollte damit das Falten des Raums möglich werden, um schnell an jeden Ort in der Galaxis reisen zu können. Doch etwas ging schief, das Raumschiff verschwand spurlos. Doch nun, nach sieben Jahren, ist es wieder aufgetaucht, im Orbit des Planeten Neptun. Eine Rettungsmission wird entsandt, um das Raumschiff, die Event Horizon, zu bergen. Doch für die Crew des Rettungsschiffes, der auch Dr. Weir angehört, beginnt damit das absolute Grauen. Denn das Schiff ist weiter gefolgen, als es jede Vorstellungskraft zu erfassen mag, und es hat etwas mitgebracht...

Kommentar

Hellraiser - Das Tor zu Hölle im Weltraum. Zumindest andeutungsweise, das war das erste, was mir in den Sinn kam, als ich den Film erstmals gesehen habe. Denn auch hier dringt man in eine andere Dimension vor, eine Dimension absoluten Grauens, und öffnet dem Bösen ein Tor in unsere Dimension. Zuerst wird die Crew von Visionen geplagt, wobei bald die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen. Und dann ist ein Besatzungsmitglied besessen und verändert sich auch äußerlich, spätestens hier denkt man unweigerlich an Pinhead aus der Hellraiser Serie. Ebenso wie bei der Art und Weise, wie sich der Horror dann entwickelt, und bei den Bildern.
Der Unterschied ist allerdings dann offensichtlich. Während Hellraiser indiziert und bis heute nicht auf dem deutschen Mark erhältlich ist, hat dieser Film eine FSK Freigabe von 16. Daher bleibt die Gewalt nur angedeutet, oder geschieht in so schnellen Schnitten, daß man kaum folgen kann. Wenn es derb zu werden droht, dann folgt garantiert der Schnitt zur nächsten Szene, so daß Schockeffekte eher unterschwellig geschehen, durch subtilen Horror denn durch Splatter. Doch wo ich zuerst gedacht hatte, das sei so gewollt gewesen, weiß ich heute, daß dem nicht so war. Denn wahr ist, wie man durch den Regisseur in den Delated Scences der DVD Special Edition erfahren kann, der Film wurde ursprünglich in einer deutlich härteren Version gedreht. Etwa 40 (!) Minuten Film mußten dann aber auf Geheiß des Studios herausgeschnitten werden, um in den USA eine Freigabe ab 17 (entspricht unserer FSK 16 Version) zu erreichen. Ein Großteil davon wurde komplett vernichtet, und Bestrebungen, doch noch eine Director's Cut Fassung herzustellen, scheiterten mangels Qualität. Der Film ist daher als geschnitten zu betrachten, da der Regisseur seine ursprünglich angedachte Version nie zeigen durfte, die aber anfangs existierte. Im Gegenteil, das Studio wollte sogar noch weitere Kürzungen auf eine Altersfreigabe ab 13 (!!!), die der Regisseur aber verhindern konnte. Es waren so dann nur noch 92 Minuten, anderenfalls wäre nicht mehr viel übrig geblieben.
Die Quittung folgte auf dem Fuße. Im Kino floppte der Film kolossal, und wieder einmal zeigt sich was passiert, wenn Regisseure eine Vision haben, und das Studio die Filme dann verstümmelt, um sie in eine bestimmte Richtung zu zwingen. Nicht, daß der Film nun völlig schlecht ist, obgleich auch von der Kritik zerrissen, er hat mir in diesen Ansätzen durchaus gefallen. Aber man merkt eben irgendwie doch, daß er unvollständig ist, und wohin die Reise tatsächlich hätte gehen sollen, das kann man ein wenig in den Delated Scences der Special Edition noch erkennen. So aber bleibt ein zwiespältiges Werk, das nur bedingt überzeugen kann.
Im Film spielen übrigens auch bekannte Namen mit wie eben Sam Neill (Jurassic Park), Laurence Fishburne (Matrix) oder Kathleen Quinlan (Apollo 13), deren Leitungen hier durchaus gelungen sind. ebenso gelungen sind die Spezialeffekte und Gruselszenen, woran man sehen kann, daß das Budget für den Film sicherlich nicht ganz gering gewesen sein kann. Doch seine Kosten konnte der Film leider nicht wieder einspielen, und so etwas gilt nun einmal als Flop. Schade, denn der Film hat sein Potential, doch es hätte mehr daraus werden können.

Fazit: Eine gute Idee für einen Weltraumschocker, dieses mal ohne Aliens und Monster, statt dessen eine Art Hellraiser im All. Eine an sich gute Story mit tollen Effekten, nur krankt es an den Schnitten, wenn man weiß, daß dies nicht die endgültige und eigentliche Fassung des Regisseurs ist, der eine andere Version im Sinn hatte, diese aber nicht verwirklichen durfte. Dennoch ist es immer noch ein guter und spannender Horrorfilm im Weltraum, und alle mal einen Blick wert. Für Fans des Genres also auf jeden Fall empfehlenswert.

Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Paramount in verschiedenen Fassungen auf VHS, DVD und Blu-ray erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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Aeon, 20.12.10
Die Version die ich im Kino gesehen habe war splattermässig schon ziemlich hart, die orgiastisch anmutenden Szenen in der sich die Menschen selbst die Augen ausreissen ist doch heftig, gab es da etwa noch härteres, geschnittenes? Insgesamt sehe ich es eher anders herum: Weniger durch Psychothrill, sondern fast nur mit Splatter schockt dieser Film was ich zwar grausig aber auch irgendwie geschmacklos fand. Am Anfang wurde die Neugier geweckt: Was passiert wenn man den Raum krümmt und wo wird man landen? Was wird man entdecken? Das der Horror dann seinen Ursprung in der Psyche des Menschen selbst hat, ist in Filmen wie "Sphere" oder "Solaris"(besonders dem russischen alten) besser gelungen, denn hier ist mir alles zu sehr auf den Antrieb und dessen Erfinder focusiert und wird zu sehr durch optische Schockreize erreicht. Also spannend ist der Film schon, sehr finster und hart, aber mir fehlt es etwas an unterschwelligem Horror und das der Gravitonantrieb quasi selbst "das Böse" enthält und nicht das Fremde im Weltraum oder dessen Unbegreifbarkeit die Menschen in den Wahnsinn treibt ist mir etwas zu simpel. Bleiben für mich 3 Skulls, denn der Film lässt einem doch das Blut in den Adern gefrieren.
 
Gruselmonster, 26.05.11
Ich fand diesen Film ehrlich gesagt ziemlich enttäuschend. Vom Trailer her hatte ich etwas im Stile von Resident Evil oder Alien erwartet, also mehr eine "natürliche" Ursache, die die alte Crew das Leben gekostet hat. Die Idee mit der Dimension der Hölle fand ich dann eigentlich ganz okay, aber die Umsetzung hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Visionen der Crew waren zu Beginn noch ganz spannend, aber so etwa ab der Hälfte... habe ich mich gefragt, ob ich plötzlich versehentlich die DVD gewechselt habe, als das ganze zu einem seltsam anmutenden Gewaltexzess wurde. Bei der Szene, die man schließlich auf dem Video entdeckt, habe ich Tränen gelacht, weil sie mir total albern vorkam... und das Ende, naja. Mir blieb der Sinn der ganzen Geschichte ehrlich gesagt verschlossen. Vor allem hatte ich aber bei dem klangvollen Namen "Event Horizon" etwas mehr physikalische Substanz erwartet. Natürlich nicht im realistischen Sinne, aber so, dass die Raumkrümmung und der physikalische Ereignishorizont schon eine etwas explizitere Rolle spielen als nur als Aufhänger für das Tor zur Hölle zu dienen... ich fand den Film auch für FSK 16 ziemlich hart und ich bin mir nicht so sicher, ob er besser geworden wäre, wenn man ihn nicht geschnitten hätte. Ich konnte jedenfalls mit dem ganzen Film nichts anfangen. Meiner Meinung nach kamen hier die ordentliche Grundidee und die recht bekannten Schauspieler einfach nicht zur Geltung.
 
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