Last Impact - Der Einschlag

Originaltitel: Impact
Herstellungsland: DeutschlandDeutschland, USAUSA
Erscheinungsjahr:  2008
Regie: Mike Rohl

Darsteller

Figur

David James Elliott  Alex Kittner
Natasha Henstridge  Dr. Maddie Rhodes
Benjamin Sadler  Roland Emerson
Florentine Lahme  Martina Altmann
James Cromwell  Lloyd
Steven Culp  President Edward Taylor
Owen Best  Jake Kittner
Natasha Calis  Sadie Kittner
Yee Jee Tso  Jered O'Banno
Colin Cunningham  David Rhodes
Michael Kopsa  General Vaughn
Samantha Ferris  Renee Ferguson
Ron Lea  Tom Ranfield
Benjamin Ayres  Bob Pierce
Gerard Plunkett  Terrence Young
  
Genre: Thriller
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Inhalt

Der Tod aus dem All ist immer möglich, wenn Kometen oder Asteroiden die Flugbahn der Erde kreuzen. Einst wurden die Dinosaurier durch einen Einschlag ausgelöscht, jetzt nedroht ein ungleich gößerer Himmelskörper den Mond, mit fatalen Auswirkungen für die Erde. Die eigentliche Katastrophe steht aber erst noch bevor, denn nun droht der Mond selbst mit der Erde zu kollidieren. Die Wissenschaft sucht verzweifelt nach einem Ausweg, doch gibt es noch eine Rettung für die Menschheit?

Kommentar

Etwas muß man der aufwendigen TV Produktion, eine Co-Produktion zwischen den USA und Deutschland, an der auch Pro7 beteiligt war, gleich mal vorweg zugute halten. Die Ideen gehen den Machern nicht so schnell aus im Genre der Katastrophenfilme, denn einen Film, in dem der Mond von einem Meteor getroffen wird und dann mit der Erde zu kollidieren droht, das habe ich bisher zumindest noch nicht gesehen. Eine interessante Thematik also, die allein schon den Kauf für mich wert war, und mal wieder etwas Neues, die Frage ist, wie wurde das umgesetzt, und kann die Geschichte fesseln?
Das Problem bei TV Zweiteilern ist ja immer, ob Filme auch in dieser Länge, hier sind es 182 Minuten, unterhalten kann, und mehr. Katastrophenfilme sind vor allem dann gelungen, wenn sie einen auch auf der emotionalen Ebene zu treffen wissen und mich nicht kalt lassen. Es kommt auf die gute Mischung zwischen Effekten und Charakteren an, was oft auch in die Hose geht. Vor allem, wenn private Probleme ider Liebesgeplänkel die eigentliche Katastrophe in den Hintergrund drängen.
Ich habe es ja schon öfter geschrieben, ein "Markenzeichen" von Katastrophenfilmen sind vor allem auch kaputte Beziehungen der Hauptcharaktere. Irgendwie scheint es mir so, nach etlichen Beispielen, als brauche es neben großen auch noch kleine Katastrophen, wie sieht das also hier aus? Wie sind die Gewichtungen?
Eigentlich kann ich sagen, dieser Film macht fast alles richtig, wobei es wohl keinen Film gibt, der ganz ohne Klischees auskommt. Natürlich läuft auch hier alles über die amerikanische Regierung, aber zumindest wird mehr Gewicht auf eine weltweite Zusammenarbeit gelegt, woran Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern tätig sind. Auch die Hauptpersonen selbst im Film stammen aus unterschiedlichen Ländern, was dem Film einen epischeren Rahmen verleiht.
Die Wissenschaftler stehen hier eindeutig im Vordergrund, sie sind es auch, die an der Rettung der Erde arbeiten. Doch nie zuvor in einem Katastrophenfilm wurde die Wissenschaft so kritisch dargestellt. Eine Überraschung, weil der Absolutheitsanspruch der Wissenschaft hier ins Wanken kommt, und am Ende bleibt die Erkenntnis, daß nichts wirklich absolut ist. So wird hier fehlberechnet und falsch vorausgesagt, immer wieder kommt es zu Irrtümern, und am Ende vertrauen die Politiker doch lieber den Plänen des Militärs statt dem wissenschaftlichen Rettungsplan, wodurch es mal wieder zu einem Nuklearschlag kommt - gegen den Mond, der dann auch komplett scheitert. Und am Ende ist es etwas ganz anderes, das die Rettung bringt, hier erleben wir mal nicht einen Katastrophenfilm nach Schema F - am Anfang die Bedrohung, danach die Lösung, und der Rest des Films ist die Ausarbeitung dieser Lösung. So wie in Armageddon - Das jüngste Gericht oder Deep Impact geschehen.
Was die Charaktere betrifft, hier hat man auf alle Extreme verzichtet. Das kommt dem Film zugute, keine privaten Ränkespiele oder ähnliches, sondern glaubhafte Charaktere mit kleineren Sorgen, die nachvollziehbar bleiben, und mal keine kaputten Ehen oder Affären. Im Gegenteil, sogar ein Paar, das heiratet, aber die Tragik eines möglichen Weltuntergangs nimmt darauf keine Rücksicht. Doch man kann um so mehr mit den Charakteren mitfühlen, und am Ende wird es sehr emotional, was beileibe nicht in jedem Film der Fall ist. Große Namen von Stars sucht man hier vergeblich, es gibt nur Darsteller aus der B-Riege Hollywoods, wie zum Beispiel Natasha Henstridge, die in Species als erotisch böses Alien bekannt geworden ist. Oder James Cromwell (Spider-Man 3), der auch in Deep Impact gespielt hat.
Die Effekte im Film sind eher sparsam eingesetzt, das ganz große Budget stand hier natürlich nicht zur Verfügung. Aber wenn etwas passiert, dann spektakulär und aufwendig, z. B. wenn sich ein ganzer Zug in die Lift hebt und danach abstürzt, Bei diesen Bildern werden Erinnerungen an die reale Katastrophe von Eschede wach, die bestimmt nie in Vergessenheit geraten wird. Einige Male werden wir Zeugen solcher Magnetstürme, ansonsten wird eher von den Auswirkungen der Katastrophen berichtet. auch die Weltraumsequenzen sind gelungen, und die Bilder des Mondes, der immer größer wird und auseinander bricht, das ist schon beklemmend anzusehen.

Fazit: Für mich ist das ein gelungenes Beispiel eines TV Zweiteilers im Katastrophengenre. Nie langweilig, gute Charaktere, eine spannend umgesetzte Geschichte mit guten Effekten, was will man mehr? Daher eine klare Empfehlung von mir an alle Fans von Katastrophenfilmen.

Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Sony Pictures Home Entertainment auf DVD erschienen.

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