Poultrygeist: Night of the Chicken Dead
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Inhalt
Arbie traut seinen Augen kaum, als er nach einem Jahr seine Highschool-Freundin Wendy wieder trifft. Hatte sie ihm doch Treue geschworen, steht sie nun zusammen mit ihrer lesbischen Freundin in einem demonstrierenden Mob vor einem "Amercan Chicken Bunker" in Tromaville, der an diesem Tage seine Neueröffnung feiert. Der Hähnchen-Fresstempel ist auf dem Gelände des ehemaligen indianischen Tomahwk-Friedhofs errichtet worden - dem Ort, an dem ein Jahr zuvor Arbie bei Wendy fast seine Unschuld verloren hätte. Aus Wut auf seine Verflossene begibt sich Arbie direkt in den Chicken Bunker und nimmt dort einen Job als Verkäuferin (ja, richtig gelesen) an. Kaum sind die Tore geöffnet, schon geschehen die ersten blutigen Zwischenfälle, denn die Geister des indianischen Friedhofs sind erbost und fahren in die Hühnerkadaver. Um dem Protest Einhalt zu gebieten, erscheint General Lee Roy, Gründer der ACB-Kette und Ku Klux Klan-Mitglied, und verteilt kostenloses Hähnchenfleisch. Doch dies hätte er nicht tun sollen, denn das Fleisch hat schlimme Auswirkungen auf die Gäste: sie verwandeln sich in Hähnchenzombies mit indianischer Kriegsbemalung und haben nun Hunger auf Menschenfleisch ...
Kommentar
Voller Demut verneige ich mein Haupt und zolle dem bisher besten Troma-Film, der mir vor die Augen gekommen ist, meinen Respekt. Was Lloyd Kaufman (Atomic Hero, Class of Nuke 'Em High) mit Poultrygeist geschafft hat, kann man nur als unglaublich beschreiben. Wie schon der Name vermuten lässt, wird hier unter anderem Poltergeist auf den Arm genommen. Der Hähnchen-Schnellimbiss entstand auf dem Gelände des alten Tomahawk-Friedhof in Tromaville, so dass die Geister der hier ruhenden Ureinwohner nicht gerade erfreut darüber sind. Also machen sie gemeinsame Sache mit den Geistern der armen, gequälten Hühner, die für den American Chicken Bunker gestorben sind. Nachdem die Gäste das verseuchte Hühnerfleisch verspeist haben, verwandeln sie sich daher in Hühnerzombies mit indianischer Kriegsbemalung. Herrlich, schräger geht es nicht mehr! Der "American Chicken Bunker" ist natürlich eine Anspielung auf Kentucky Fried Chicken. General Lee Roy, der Besitzer der Kett,e ist daher die Troma-Version von KFC-Galionsfigur Colonel Harland Sanders (Blast-Off Girls).Als nach einigen Minuten das erst mal die Musik einsetzte und die Darsteller zu singen anfingen, war zuerst meine Reaktion eine Verkrampfung meiner Muskeln, denn ich muss gestehen, dass ich Musicals hasse. Aber zum Glück sind die Texte der Lieder echt klasse und sie machen den Film richtig schräg. Besonders überrascht hat mich auch das Talent der Schauspieler, allen voran Jason Yachanin, der als Arbie wirklich überzeugen kann. Lloyd Kaufman erscheint als ältere Version von Arbie und trällert ebenfalls ein Liedchen. Die üblichen Troma-Wiederholungstäter sind auch wieder mit dabei. Ron Jeremy (Porn Horror Movie) darf mal kurz in die Kamera schreien und Motörhead Frontmann Lammy (M.A.R.K. 13 - Hardware, Citizen Toxie) hat wohl auch eine kleine Rolle, bewusst wahrgenommen habe ich ihn aber nicht. Fettkloß Joe Fleishaker ist natürlich auch wieder mit dabei und sorgt für eine der widerlichsten Szenen, die ich jemals im Film gesehen habe (er scheißt sich nach dem Genuss eines grünlich leuchtenden Eies im wahrsten Sinne des Wortes wieder schlank).
Und damit wären wir auch schon beim Thema Gore - hier bekommen wir einiges geboten. Die Fäkalien und Blut spritzen hektolieterweise an die Wände, der mexikanische Koch fällt beim Onanieren in den Fleischwolf und der Kampflesbe wächst ein riesiger Zombie-Penis mit Zähnen, um nur einige blutige Details zu nennen. Die Effekte sind richtig gut und es wird wirklich nicht an ihrem Einsatz gespart.
Fazit: Eine Splatter-Musical-Komödie vom Feinsten, bei der es richtig zur Sache geht. Leute mit schwachen Nerven sollten sich diesen Film nicht unbedingt antun. Wer es allerdings ein wenig deftig mag, kommt hier aus dem Lachen nicht mehr raus. Im Gegensatz zum üblichen Troma-Standart wirkt dieser Film weitaus weniger billig produziert. Lloyd Kaufman zeigt mal wieder, dass man auch mit geringem Budget einen klasse Film drehen kann.
Filmreview von: schnuff / Alle Reviews von schnuff

Veröffentlichungen
Der Film ist ungekürzt bei Shock Entertainment auf DVD und bei Cult Movie Entertainment um ca. 6 Minuten gekürzt auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| Preytor, 30.12.10 |
| Klar, dieser Film ist total sick, übelst krank und zugekifft dass einem die Nägel von den Fingern fliegen, aber einfach nur total geil. Poultrygeist ist übrigens mein erster Tromafilm gewesen und wenn die anderen auch so zur Sache gehen läuft mir das Hirn noch aus, aber egal, dass ist es Wert ;) Auch wenn es sich hier um einen extremen Splatter handelt, die Effekte sind allesamt handwerklich umgesetzt worden, sodass diese wirklich überzeugen können. Die Gesangseinlagen sind auch noch deutsch untertitelt, und zwar sehr vorsichtig. Also, wer Braindead mochte wird diesen Film lieben, aber Vorsicht, er ist wirklich krank, mein Kumpel musste erstmal an die frische Luft nach dem Film. Klare Empfehlung. |
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