Taxi Driver

Originaltitel: Taxi Driver
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1976
Regie: Martin Scorsese

Darsteller

Figur

Robert De Niro  Travis Bickle
Jodie Foster  Iris
Cybill Shepherd  Betsy
Harvey Keitel  Matthew 'Sport' Higgins
Leonard Harris  Charles Palantine
Peter Boyle  Wizard
Albert Brooks  Tom
Diahnne Abbott  Concession Girl
Frank Adu  Angry Black Man
Gino Ardito  Policeman at Rally
  
Genre: Thriller, Klassiker
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Inhalt

Der Außenseiter Travis Bickle ist ein junger, einsamer Vietnam Veteran der unter Schlaf- und Kontaktstörungen leidet. Bereit, nicht nur die unbeliebten Nachtschichten sondern auch alle zwielichtige Gestalten bis in die tiefsten Slums von New York zu fahren, nimmt er einen Job als Taxifahrer an. So verbringt er lustlos die Nächte und fährt tagsüber ziellos umher, beginnend die Gesellschaft und die Zustände in der Metropole immer mehr zu hassen.
Als er auf die schöne Wahlkampfhelferin Betsy aufmerksam wird, schafft er es tatsächlich ihr Interesse zu gewinnen, durch sie wieder einen neuen Sinn im Leben zu finden. Leider verbockt er sich weitere Chancen weil er sie nichts ahnend in ein Pornokino einlädt weil er einfach nichts anderes kennt. Zunehmend frustriert über den ganzen Dreck, das Gesindel und Gesocks der Stadt, besorgt er sich illegal mehrere Waffen mit denen er sich fortan wieder lebendig fühlt. Er beginnt zu trainieren und sich paranoider Weise gewisse Dinge einzureden, sieht sich darin berufen die Straßen von New York zu säubern. Als er per Zufall die zwölfjährige Prostituierte Iris kennen lernt, weckt diese den Beschützerinstinkt in ihm da er das Mädchen aus ihrem Unfeld reißen und vor allem vor ihrem Zuhälter retten will. Als diese von seiner Idee nicht sonderlich angetan ist, läuft Travis Amok...

Kommentar

Oje Oje. Auf die Gefahr hin nun mit Sicherheit gesteinigt und mit vernichtenden unverständlichen Kommentaren bombardiert zu werden, kann ich für meinen Teil trotzdem nur 3 mittelmäßige Punkte für Martin Scorseses (Gangs of New York, Hexenkessel, Departed – Unter Feinden, Aviator) zeitlosen und mit mehreren Preisen und Auszeichnungen versehenen 70iger Jahre Klassiker vergeben weil er es einfach nicht schaffte, mich zu berühren.
Interessant ist ja, dass ich das Grundthema, also die Story ansich ja hochinteressant finde. Viele meiner Reviews handeln vom Thema Einsamkeit, Selbstjustiz oder menschlichen Zeitbomben. Auch die Darsteller dieser Billigproduktion, welche sich damals unerwarteter Weise zu einem so weltweiten Erfolg mauserte, und heute zu einem der wichtigsten US-amerikanischen Filme zählt, sind natürlich großartig.
Robert De Niro (The Fan, Kap der Angst, Angel Heart), zweifacher Oscarpreisträger und neben Kollegen wie Al Pacino, Dustin Hoffman, Robert Redford oder Jack Nicholson einer der besten amerikanischen Charakterdarsteller, spielt den einsamen und angewiderten Taxifahrer einfach perfekt. Sein Blick geht einem durch und durch und sein Aufwand, sich extra für die Rolle einen Taxischein zu besorgen und selbst mit einem Taxi durch New York zu fahren um sich dafür vor zu bereiten, wurde mit einer Oscarnominierung belohnt. Nur die Haare musste sich der später in insgesamt acht von Scorseses Filmen mitgespielte De Niro nicht wirklich für den geilen Irokesen schneiden, das besorgte einfach eine Perücke.
Genau wie in dem sehr ähnlichen, moderneren Film Falling Down - Ein ganz normaler Tag mit Michael Douglas, merkt man Travis, „Gottes einsamsten Mann“ an, wie er nach und nach verrückt wird. Auch wie Douglas kommt er hier zu Waffen und benutzt diese auch.
Er kleidet sich anders, legt sich eine neue Frisur zu und läuft Amok. Der Unterschied zu dem anderen Film ist nur dass dieser hier zum Schluss überlebt und als Held gefeiert wird. Er killt mehrere Menschen und ist trotzdem frei und fährt weiterhin Taxi. Der Schluss hat mir also gar nicht gefallen.
Überhaupt kam das blutige Finale zwar nicht wirklich überraschend, weil ja alles darauf hinaus läuft, trotzdem aber irgendwie überstürzt. Den ganzen Film über hat man fast kein Blut oder richtige Gewalt gesehen, von dem harten Satz des Zuhälters über die Kleine und dem Überfall von dem Schwarzen in dem Laden mal abgesehen. Es hat mich nicht berührt, emotional irgendwie nicht erreicht.

Da hilft auch die dramatische Trommelmusik von Bernard Herrmann (Psycho, Ein Köder für die Bestie, Der Tag, an dem die Erde stillstand) nichts, für den es leider die letzte Arbeit war, denn nur ein paar Stunden nachdem er die Musikaufnahmen für den Film beendet hatte, starb der tolle Komponist im Schlaf! Seinem Andenken gewidmet und eine Oscar-Nominierung für die beste Filmmusik sollen an den Künstler erinnern, leider fand ich auch die Musik nicht allzu bewegend.
Besser hätte ich es außerdem gefunden wenn Travis wirklich gestorben wäre, so wäre er für mich wirklich ein Held gewesen. Aber o.k.

Das Hauptproblem das ich bei diesem Film hatte, ist größtenteils die Länge, was mich normalerweise, wie auch z.B. bei The Fan nicht stört. Hier aber gibt’s dermaßen viele Längen, dermaßen viele langweilige Dialoge (in dem Cafe) dass ich einfach schon genervt war weil nix passierte und alles künstlich hinausgezogen wurde.
Gut, darauf kommt es hier zwar an dass man eben sieht wie langweilig das Dasein von Travis ist. Wie oberflächig und öde. Aber leider war das auch mir zu langweilig. Die Story plätschert so vor sich hin, erst nach über einer Stunde beginnt es richtig interessant zu werden als der junge, knackige Mann zu den Waffen kommt und trainiert. Mit der beabsichtigten Einsamkeit des Darstellers konnte ich mich nicht wie viele andere Zuseher identifizieren oder mich richtig in die Hauptfigur hineinversetzen weil es ihn nicht direkt betraf.
In Falling Down z.B. fieberte ich mit Douglas mit der alles selbst erlebt und sich wehrt. Hier aber ist man nur Zuseher, es tut sich einfach nichts.
Das miese Portrait der Großstadt allerdings kommt sehr gut rüber. Über das ganze Gesindel und Gesocks der Straßen bin ich froh, hier in einer harmlosen, normalen Gegend zu wohnen.

Als erfrischenden Lichtblick empfand ich die hübsche Cybill Shepherd und die damals schon extrem talentierte, zweifache Oscarträgerin Jodie Foster (Das Schweigen der Lämmer, Angeklagt, Sommersby, Die Fremde in dir) deren spezielle Mimik und Gestik sie nach diesem Film zum Star machte. Dass die Minderjährige in ein paar Szenen aus Jugendschutzgründen von ihrer älteren Schwester gedoubelt werden musste, weil sie zu der Zeit erst 13 Jahre alt war, fällt überhaupt nicht auf.
Ganz im Gegenteil zu Harvey Keitel (Im Zeichen der Jungfrau, Tödliche Gedanken, Roter Drache,From Dusk Till Dawn, Pulp Fiction) als mieser Zuhälter mit langen Haaren im Hippy Look.

Fazit: Nicht nur 70iger Jahre, oder Robert DeNiro Fans sollten diesen Kultfilm kennen.
Auch die zwei Sätze „Redest du mit mir? Du laberst mich an?“ welche zu den besten Filmzitaten aller Zeiten zählen, sind legendär und später des Öfteren wieder verwendet worden wie etwa von Michael J. Fox in "Zurück in die Zukunft 3". Auch wenn er mir persönlich nicht so sehr gefallen hat weil ich ihn einfach zu langweilig fand, so kann ich ihn dennoch empfehlen!
Der betrogene Ehemann der seine Frau umlegen will und dies dem Taxifahrer mit teilt, ist übrigens Scorsese selbst

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist u.a. bei Columbia TriStar Home Video und bei Sony Pictures Home Entertainment auf DVD erschienen.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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toni, 18.07.11
Das ist einer der wenigen Filme, die man(n) gesehen haben muss. Dieser Film hinterlässt einen Eindruck und brennt sich in das Gedächnis eines jeden Mann. Die Betonung liegt auf Mann, weil der Film 1976 gedreht wurde und nicht mit den etwas weiblich daherkommenden Filme in den letzen Jahren zu vergleichen ist. Genauso wie bei anderen alten Filme (z.B. Doller Triologie mit clint eastwood, Scarface usw.), haben Frauenthemen keinen Platz. Alles unwichtige, künstliche, wertlose und banale für einen, wurde einfach weggelassen. Zurück bleibt etwas wovon Frauen nichts verstehen. Der Film kann so einen tieferen Sinn entwickeln und lässt einem nachdenklich zurück. Der Film gehört defenitiv zu einer der Besten überhaupt und kann sie jedem empfehlen. Frauen allerdings, werden wahrscheinlich nicht auf ihre Kosten kommen.
 
Staudenmaier007, 19.07.11
Einer der meist überschätzten Filme aller Zeiten. Warum soll der Streifen eine Sonderstellung einnehmen ? Was genau hat Scorsese eigentlich in diese "ein Mann sieht Rot" Story eingewickelt ? Wenn Du mir das wirklich erklären kannst - können wir weiter reden........... Bis dahin nur 3/5 "Laberst Du mich an" - "Du laberst mich an ?"- mit ein bischen Tomatensauce
 
erik, 08.09.11
Hab den Film jetzt schon drei Mal gesehen und finde Den richtig Gut. Hab das Review hier vorher schon ein paar mal gelesen und mich schon auf die ein oder andere kleine Länge eingestellt, die bei einem Werk von knapp zwei Stunden Laufzeit schon mal auftreten kann. Aber dann hat mich der Streifen fast umgehauen. Ich fand ihn zu keiner Sekunde langweilig und extrem fesselnd. Die Story hat mir auch sehr gut gefallen. Das Finale fand ich auch sehr gut (Der kahlgeschorene De Niro hat mich ein wenig and Kevin Bacon erinnert der sich in „Death Sentence“(2006) auch die Birne rasiert und am Ende mit einer Halswunde auf einem Sofa zusammensackt). Nur das De Niro am Ende wieder Taxi fährt und für seinen Amoklauf auch noch als Held gefeiert wird fand ich auch nicht so prickelnd. Bei einem solchen Ende ist es merkwürdig dass die bpjm sich den damals nicht gekrallt hat.
 
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