Barbarella

Originaltitel: Barbarella
Alternativtitel: Barbarella - Der Engel der Galaxis
Barbarella - Die schwarze Königin
Barbarella - Dert 12. Korridor
Barbarella: Queen of the Galaxy
Herstellungsland: FrankreichFrankreich, ItalienItalien
Erscheinungsjahr:  1968
Regie: Roger Vadim

Darsteller

Figur

Jane Fonda  Barbarella
John Phillip Law  Pygar
Anita Pallenberg  Der große Tyrann
Milo O'Shea  Concierge / Durand-Durand
Marcel Marceau  Professor Ping
Claude Dauphin  Präsident der Erde
Véronique Vendell  Captain Moon
David Hemmings  Dildano
Ugo Tognazzi  Mark Hand
Serge Marquand  Captain Sun
  
Genre: Science-Fiction, Erotik
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Inhalt

Wir schreiben das Jahr 40.000, die Menschen leben auf allen Planeten in Frieden und Harmonie, Waffen gibt es nur noch im Kriegsmuseum. Der Wissenschaftler Durand-Durand hat mit der Erfindung der Positronenstrahlen eine mächtige Waffe entdeckt, die den galaktischen Frieden gefährden könnte. Die Astronavigatrice Barbarella wird vom Präsidenten der Erde zum Planeten Tau Ceti entsendet, wo Durand-Durand abgetaucht ist, um ihn zurückzuholen. Nach ihrem Absturz auf dem Planeten gelangt sie mit Hilfe des blinden Engels Pygar nach Sogo, die vom großen Tyrannen beherrschte Hauptstadt. Hier wird nur das Böse respektiert. Barbarella, die der Herrscherin, dem großen Tyrannen, die Freuden eines lesbischen Abenteuers vorenthielt, wird zum Tod durch Vögel verurteilt, kann jedoch mit Hilfe von Rebellen entkommen. Mit ihrer Hilfe wollen sie die Herrscherin stürzen. Doch kaum wieder frei, gerät sie in die Fänge des gesuchten Wissenschaftlers, der als Concierge die rechte Hand des großen Tyrannen ist. Er will Barbarella durch eine Überdosis sexueller Freuden mit seiner Genussorgel ins Jenseits befördern, aber er hat seine Rechnung ohne Barbarella gemacht, mit ihrer unbändigen Lust zwingt sie die Maschine in die Knie. Sie verrät ihm, dass sie den zweiten Schlüssel zur Kammer der Träume, der einzigen Ort, wo die Herrscherin verwundbar ist, hat. Dort sperrt er sie zusammen mit der Herrscherin ein und gelangt so an die Macht, doch ...

Kommentar

Barbarella - was für ein unglaublicher Film. Die Vorlage hierzu lieferte die gleichnamige Comicserie des Franzosen Jean-Claude Forest, die erstmals 1962 erschien. Als Inspiration der vollbusigen Titelheldin diente Brigitte Bardot (Viva Maria!), eine der vielen Ehefrauen des französischen Regisseurs Roger Vadim (...und vor Lust zu Sterben). Da er aber seit 1965 mit Jane Fonda (Klute), der Tochter von Peter Fonda (Spiel mir das Lied vom Tod), verheiratet war, bekam natürlich sie die Hauptrolle. Und ich kann mir wirklich keine Geeignetere für diese Rolle vorstellen, Jane Fonda spielt die Weltraumagentin so was von mega-erotisch und herrlich naiv, dass es einfach eine Wonne ist, sie in ihren hautengen und bizarren Anzügen aus durchsichtigem Plastik und Gummi, die vom Modeschöpfer Paco Rabanne entworfen wurden, sehen zu dürfen. Die Frau ist hier einfach nur ein feuchter Traum - und sie gibt sich jedem Mann bereitwillig der körperlichen Liebe hin, nachdem sie erstmals diese Freuden kennenlerne, denn wo sie herkommt, wird Sex körperlos mit Verzückungsübertragungspillen praktiziert. Mit diesem Film gelang Jane Fonda der internationale Durchbruch und sie avancierte zur Sexikone der 60er und 70er. Später spielte sie dann auch ernstere Rollen und gewann zwei Oscars.

Produziert wurde das Ganze von dem Italiener Dino De Laurentiis (King Kong). Gefilmt wurde in den eigenen Studios in Rom, wo diese erotische Utopie mit teils sehr aufwendigen, teilweise aber auch billig wirkenden Kulissen in Szene gesetzt wurde. Da ist zum einen das mit Plüsch ausstaffierte Raumschiff, das Labyrinth, die psychedelische Kammer der Träume und die Stadt Sogo (eine Anspielung auf die biblischen Städte Sodom und Gomorrah), dessen Grundlage der Mathmos, eine Lava ähnliche Flüssigkeit, wonach sich auch Lavalampen-Hersteller benannt hat, ist. Gefilmt wurde in berauschenden Technicolor-Farben, die auf Celluloid wirklich traumhaft wirken, auf DVD leider etwas ihrer Kraft verlieren. Dazu noch die 60er Jahre Fahrstuhl-Dudelmusik

Der Film beginnt mit dem ersten in Schwerelosigkeit stattfindenden Weltraumstrip der Filmgeschichte und ist mit kruden Ideen überhäuft. So wird Barbarella von Kindern gefangen und von deren fleischfressenden Puppen angegriffen, soll durch eine Genussorgel an einer Überdosis sexueller Freuden sterben, Frauen rauchen in einer riesigen Wasserpfeife den Extrakt des Mannes, ... Der Film spritzt nur so vor Ideen und Charme, jede Szene ist toll durchgestylt, etwas, was man von der eher trashigen Story nicht unbedingt sagen kann. Hier wirkt einiges doch sehr unbeholfen, was aber durch die Optik problemlos ausgebügelt wird.

Das von der Untergrundorganisation verwendete Losungswort Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch ist in Wirklichkeit der Name einer kleinen Stadt in Wales. Mit den 58 Zeichen ist es auch der längste Ortsname in Europa.

Der Film war für 1968 erotisch sehr gewagt (auch wenn der Akt selbst wie in der Comoc-Serie nie gezeigt wird) und stielbildend, bis heute beeinflusst er Filme und Künstler aus aller Welt. So wird er immer wieder in Filmen und Musikclips zitiert und die Musikgruppe Duran Duran nach dem bösen Wissenschaftler benannt. Klar, dass der Film längst Kultstatus genießt und in jede anständige Männer-Filmsammlung gehört.

Im März 2004 wurde Barbarella als Musical aufgeführt und Gerüchten zufolge ist ein Remake unter der Regie von Robert Rodriguez (From Dusk Till Dawn) geplant. Aber auch wenn ich die Filme von Rodriguez liebe, Barbarella ist Zeitgeist pur, ein optischer Meisterstreich, der in großen Teilen von der erotischen Hauptdarstellerin lebt, so was brauch ich nicht als Remake.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Paramount auf DVD und Blu-ray erschienen. Es gibt mehrere Auflagen auf VHS und auf Super 8 wurde er von Marketing Film als Dreiteiler mit je 110 m mit traumhaften und herrlich kräftigen Farben als Polyesterkopie veröffentlicht. Auch der Schnitt der Super 8 Fassung ist sehr stimmig, so dass diese Auflage sehr gesucht ist und meist teuer gehandelt wird.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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schnuff, 18.04.10
Dieser Film ist wahrhaft ein Meisterwerk. Grandiose Bilder und eine wirklich rattenscharfe Jane Fonda. Auch ich benötige kein Remake, denn der Film ist so, wie er ist wirklich klasse. Ein Remake mit CGI Effekten kann da meiner Meinung nach nicht wirklich mithalten.
 
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