Falling Down - Ein ganz normaler Tag

Originaltitel: Falling Down
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1993
Regie: Joel Schumacher

Darsteller

Figur

Michael Douglas  William 'D-Fens' Foster
Robert Duvall  Detective Prendergast
Barbara Hershey  Elizabeth 'Beth' Travino
Tuesday Weld  Amanda Prendergast
Rachel Ticotin  Detective Sandra Torrez
Frederic Forrest  Nick, The Nazi Surplus Store Owner
Lois Smith  Mrs. Foster / William's Mutter
Joey Hope Singer  Adele Foster-Travino
Ebbe Roe Smith  Guy on Freeway
Michael Paul Chan  Mr. Lee
  
Genre: Thriller
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Inhalt

William Foster ist ein einfacher, unscheinbarer Angestellter der eines Tages plötzlich entlassen wird und einen Monat später immer noch nicht den Mut fand, seiner Mutter bei der er seit seiner Scheidung wieder wohnt, Bescheid zu geben. Als er am Geburtstag seiner kleinen, von ihm getrennt lebenden Tochter in seinem heißen Auto, mitten in einem endlosen Stau sitzt, entlädt sich seine angesammelte und aufgestaute Wut indem er einfach aussteigt, sein Auto verlässt und beschließt sich zu Fuß auf den Weg zu seiner Familie zu machen, auch wenn das seiner Exfrau nicht gefällt. Da ihm auf dem Weg durch die Innenstadt von Los Angeles allerhand Ungerechtigkeiten und Provokationen entgegen schlagen, beginnt der frustrierte Mann langsam auszuticken weil er einfach nur nach Hause zu seiner Tochter möchte. So entsteht ein spektakulärer Amoklauf weil er bei seinem langen Marsch mehr oder weniger unfreiwillig zu diversen Waffen kommt und diese auch benützt. Zur selben Zeit arbeitet der Polizist Prendergast an dem Fall für den es der letzte ist weil er genau an dem Tag eigentlich in Rente gehen wollte. Bei den Ermittlungen stoßen sie bald auf die Identität des Amokläufers und Prendergast kommt gerade recht als Foster, für den es nichts mehr zu verlieren gibt, vor hat seine Familie zu erschießen um sich danach selbst zu richten…

Kommentar


Und wieder ein genialer Film dessen tragisches Thema der Selbstjustiz schon mehrfach bei mir herhalten musste.
Mit Hilfe der absolut fantastischen Filmmusik von James Newton Howard (The Happening, I Am Legend, King Kong, The Village - Das Dorf, Im Auftrag des Teufels), schuf Regisseur Joel Schumacher (The Lost Boys, Das Phantom der Oper, Batman Forever) ein packendes, dramatisch, bis in die kleinste Nebenrolle grandios besetztes Meisterwerk das auch nach mehrmaligem Anschauen immer wieder aufs Neue bewegt.

Mehrfach für diverse Awards nominiert, bietet sich uns hier eine Story, die wohl jeder von uns nur all zu gut aus dem eigenen Alltag kennt. Lebenssituationen, die völlig authentisch sind sodass sich wohl jeder irgendwie ein kleines bisschen mit dem Mann identifizieren kann weil es jedem von uns passieren und man schneller zur tickenden Zeitbombe werden kann als einem lieb ist.
Jeder befand sich bestimmt schon mal in einem ähnlichen Zustand und wurde provoziert, gedemütigt, unterdrückt oder kränkte sich über mangelnde Menschlichkeit. Situationen in denen man sich wirklich 3x überlegt, wie man sich am Besten zügelt und beherrscht. Doch ehrlich: Wer würde nicht mal ohne Konsequenzen alles kurz und klein schlagen wenn er ungerecht behandelt wird, einfach den ganzen Mist über den Haufen schießen?
Michael Douglas (Coma, Eine verhängnisvolle Affäre, Basic Instinct, Der Geist und die Dunkelheit, Ein Perfekter Mord), Sohn des Schauspielers Kirk Douglas und einer der größten Schauspieler aller Zeiten, tut einfach das was wohl jeder von uns schon mal am liebsten getan hätte. Aus dem Grund empfindet man irgendwie nicht wirklich Mitleid mit ihm sondern fühlt mit ihm mit und jubelt innerlich auf weil er sich einfach nichts mehr gefallen lässt.
Das Schlimme daran ist nur, dass Selbstjustiz verboten und deshalb strafbar ist sodass alles unweigerlich auf das tragisch berührende Finale hinausläuft dass dem Amokläufer nichts mehr bleibt außer seine Familie und sich selbst zu richten. Es gibt einfach keinen anderen Ausweg wenn er mal so weit gegangen ist und nichts mehr zu verlieren hat.
Der Showdown ist also nicht nur super spannend sondern endlos traurig zugleich und hat mich nicht nur nachdenklich gemacht sondern auch ein kleines bisschen zu Tränen gerührt. Im Grunde wollte er einfach nur ein normales Familienleben führen würde wie andere auch. Ein Grillfest bei dem er seine Frau wieder in den Arm nehmen kann. Man hat direkt Mitgefühl mit ihm als er sich das Video ansieht aus guten alten Zeiten.

Witzig ist ja dass manche Szenen so supercool und die Dialoge so unfreiwillig komisch (Fastfoodladen, Golfplatz wo der Alte vor Schreck einen Herzanfall hat „Und nun werden Sie sterben, auf dem Kopf ein lächerliches Hütchen…“) oder grotesk sind (als der Junge ihm zeigt wie er die Panzerfaust bedienen muss) dass ich mehrmals schmunzeln musste obwohl es absolut nicht komisch ist.
Douglas ist in der Rolle einfach nur genial. Vor allem nachher als er die coole Tarnkleidung trägt und dadurch noch zielstrebiger und noch gefährlicher wirkt.
Genau wie Oscarpreisträger Robert Duvall (Die Geschichte der Dienerin, Deep Impact, The 6th Day), dessen Rolle einen starken Charakter mit viel Tiefgang zeigt und somit das komplette Gegenteil darstellt. Ruhig, besonnen, einfühlsam, immer auf Beherrschung bedacht, mit viel Liebe für seine psychisch kranke Frau.
Rachel Ticotin (Die totale Erinnerung - Total Recall, Turbulence, Con Air, The Eye) hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Fazit: Sehenswertes, ruhiges (Psycho)-Drama. Für Fans der Hauptdarsteller ein Muss. Alle anderen die auf Action oder Effekte hoffen werden sich vermutlich langweilen.

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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Staudenmaier007, 17.01.11
Douglas in einer unglaublichen Perfektion des durchgeknallten Normalbürgers läßt einem den schmalen Grat des Scheiterns seiner eigenen Existenz erahnen. Wie viel kann ein Mensch ertragen ? Fiktiv oder erschreckend real ? 4/5 Fragen ohne Antworten
 
ItsJustAMovie, 28.06.11
Allgemeine Informationen: Der Überraschungserfolg von damals. Ich meine für einen Film, den zuerst keiner wollte, bis Michael Douglas sagte, das es das beste Drehbuch ist, das er je gelesen hat, hat er sich doch gemacht. Im Film gibt es viele Kleinigkeiten die einem beim genauen hinschauen auffallen könnten, oder wen man eine Namenskenntnis hat über Korea und China. Den die Rolle des Koreaners wird von einem Chinesen gespielt und umgekehrt, ein netter kleiner Gag. Auch das ein anderer Mann im Film, der sich ebenfalls auf einmal gegen die Gesellschafft zur Wehr setzt, das gleiche Outfit an hat wie Foster und daher wohl mal in derselben Firma gearbeitet hat, ist schön. Ein kleiner Hinweis auf den Abbau von Stellen damals bei der Landesverteidigung, nach der Auflösung der Sowjetunion zwei Jahre davor. Ach es ist zu viel um alles zu nennen, passt einfach beim zweiten Mal schauen genau auf. Schauspieler: Michael Douglas ist dieser Film. Ja ich weiß, das mag übertrieben klingen, aber der ganze Film dreht sich um seine Rolle und wen ein anderer diese Rolle übernommen hätte, wär der Film vielleicht ein Ladenhüter geworden, oder erst gar nicht gedreht worden. Aber auch die anderen Schauspieler haben es wirklich gut gemacht. Ob wir hier von den anderen Hauptdarstellern wie Robert Duvall reden, dessen Charakter eine richtige Entwicklung während des Filmes erlebt, oder nur von der Nebendarstellerin die sich übergeben muss. Die Gefühle und Emotionen kommen wirklich gut rüber und alle haben eine überzeugende Arbeit geleistet. Das einzige was ich ein wenig zu übertrieben gespielt fand, war der Part von Frederic Forrest, aber das ist ja Geschmackssache. Eigene Meinung: Heut zu Tage kennt fast jeder Falling down und das hat auch einen guten Grund. Der Film ist damals wie heute klasse. Früher ein Geheimtipp, heute der ständige Begleiter einer jeden guten Filmsammlung. Ja ich weiß der Film hat nicht so tolle Actionszenen wie in Rambo oder Stirb langsam und ist nicht so traurig wie Bambi, aber egal! Der Film ist was besonderes, weil sich über die Hälfte der Zuschauer mit der Rolle des William Foster größtenteils identifizieren können. Dieser Film ist so nahe an der Realität, dass es gar nicht so unwahrscheinlich ist, das es wirklich mal passiert. Also ob man den Film mag oder nicht soll jeder für sich selber entscheiden, aber eines sollte jeder tun. Ihn mal gesehen haben!
 
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