Gruft der Vampire
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Inhalt
Steiermark, Österreich, 19. Jahrhundert: Vor Jahren vernichtete Baron Joachim von Hartog die Vampir-Familie Karnstein, doch das Grab von Mircalla wurde übersehen. Bei einem Ball von General von Spielsdorf taucht sie auf. Sie ist in Begleitung einer Gräfin und nennt sich nun Marcilla. Sie wird für einige Tage beim General aufgenommen, wo sie sich mit seiner Nichte Laura anfreundet. Schon bald wird sie von heftigen Alpträumen geplagt, sie wird krank und stirbt. Danach schleicht sie sich unter dem Namen Carmilla bei Roger Morton ein, wo sie sich mit seiner Tochter Emma anfreundet. Schon bald leidet sie unter den selben Symptomen, doch ...
Kommentar
Ende der 60er Anfang der 70er standen für die britischen Hammer-Studios einige Änderungen bevor. Die großen, amerikanischen Filmstudios zogen sich als Partner und Investoren zurück, so dass sich Hammer für diesen Film mit seinem amerikanischen Konkurrenten American International Pictures (AIP), die vor allem durch ihre Edgar Allen Poe Verfilmungen bekannt wurden, zusammentat (dies ist auch das einzige, gemeinsame Projekt zwischen den beiden). Sie unterstützten Hammer mit 400.000 US-Dollar, womit Regisseur Roy Ward Baker (Banditen auf dem Mond, Dracula - Nächte des Entsetzens) dann auch auskommen musste.Aber auch inhaltlich steht der Film im Wandel der Zeit, die Ära der klassischen Gothik-Gruselfilme war langsam abgelaufen, die Filme enthielten mehr Gewalt und vor allem mehr Erotik. Insbesondere der Erotik-Anteil ist bei diesem Vampir-Film deutlich gestiegen, nackte Brüste, lesbische Szenen und sogar eine komplette Nacktszene mit Ingrid Pitt (Comtesse des Grauens), als sie aus der Badewanne steigt. Das Ganze ist aber durchaus erotisch und stimmungsvoll verpackt, so dass dies aus heutiger Sicht wenig reißerisch wirkt.
Als Vorlage dient der Roman "Carmilla" von Sheridan Le Fanu aus dem Jahre 1872. Der Film ist der Auftakt der Karnstein-Trilogie, kurz danach erschienen dann die beiden nächsten Teile "Nur Vampire küssen blutig" und "Draculas Hexenjagd".
Die Hauptrolle ist mit Ingrid Pitt als Mircalla bzw. den Anagrammen Marcilla und Carmilla sehr erotisch besetzt, aber auch die anderen Darsteller können voll überzeugen. Peter Cushing kam erst später dazu, um zumindest einen bekannten Namen aus dem Horror-Genre als Zugpferd nutzen zu können. So wurde seine Rolle des General von Spielsdorf etwas umgeschrieben, um mehr Leinwandzeit zu erhalten.
Aber trotz der Innovationen verzichtet der Film nicht auf klassische Gothik-Elemente, die meist als Studiokulisse umgesetzt wurden. Hier merkt man jedoch stellenweise das geringe Budget, da diese bei genauerer Betrachtung teilweise etwas billig wirkten.
Fazit: Stimmungsvoller und sehr erotisch angehauchter Vampir-Film, der streckenweise nur etwas zu langsam ist.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Koch Media auf DVD erschienen. Auf VHS wurde er bei Movie Video in mehreren Auflage mit unterschiedlichen Covern veröffentlicht.
Filmbewertung
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Dracula - Nächte des Entsetzens
Stand: 22.05.2012 15:26:03
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