Bram Stoker's Dracula
|
Werbung ![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Inhalt
Jonathan Harker, ein junger ehrgeiziger Advokat, reist im Auftrag seiner Kanzlei nach Transilvanien um dort einem gewissen Grafen Dracula mehrere Immobilien in England zu überschreiben weil dieser dorthin übersiedeln möchte. Dass es sich bei dem alten Grafen jedoch um den einstigen, legendären Feldherrn Dracul handelt, dessen Braut sich im 14. Jahrhundert nach einer List der Türken aus Trauer das Leben genommen hatte und Dracul sich daraufhin von der Kirche lossagte und zu einem blutgierigen Monster wurde, merkt er erst als es fast zu spät und er ein Gefangener im Schloss ist, umgeben von Draculas Gespielinnen.
Der mächtige Vampir selbst macht sich auf nach London und will dort Harkers Verlobte Mina finden die seiner verstorbenen Braut Elisabeta bis aufs Haar gleicht. Während also Jonathan in den Karpaten versucht wieder aus dem Schloss zu fliehen, verliebt sich Mina einstweilen in den geheimnisvollen, schönen Prinzen der sie umwirbt und den sie in Dracula sieht. Als er ihre Freundin Lucy zu einer Untoten macht, wird der große Gelehrte Van Helsing hinzugezogen, der sofort sieht mit welchen bösen Mächten sie es hier zu tun haben und…
Kommentar
Welch ein Film! Regisseur Francis Ford Coppola (Der Pate 1 + 2 + 3, Apocalypse Now, Der Regenmacher), dem Onkel von Schauspieler Nicolas Cage, gelang mit dieser opulenten und aufwendigen Neuverfilmung der großartigen Romanvorlage von Bram Stoker ein Werk, das nicht ohne Grund 3fach Oscar-, und mehrfach Award nominiert und ausgezeichnet ist.Obwohl der Literaturklassiker bereits über 20mal verfilmt wurde und die Story rund um den Grafen Dracula zwar nicht neu ist, hebt sich dieser Film trotzdem von den anderen etwas ab weil es kein normaler Horrorfilm ist.
Coppola schafft es perfekt, die Liebesgeschichte zwischen dem Blutsaugenden Monster und der unschuldigen Mina so raus zu kitzeln dass es zwar zum Hauptbestandteil wird, trotzdem aber Dank der absolut fantastischen, eindringlichen Filmmusik von Wojciech Kilar (Die neun Pforten, Der Tod und das Mädchen) zu keiner Minute langweilig oder kitschig wirkt. So gewann der polnische Komponist seine Auszeichnung für den besten Score zu Recht, denn der Film ist dank diesem packend, spannend und fesselnd von der ersten Minute an.
In super düsterer Atmosphäre wird hier die traurige Geschichte von Dracul erzählt wie er seine Braut verlor und so zum Monster wurde. Super düster ist auch der Rest des Filmes.
Abwechselnd mal gefühlvoll und romantisch, erotisch und sinnlich, dann wieder spannend und faszinierend und vor allem blutig und brutal. Da werden schon mal (wenn auch harmlos) kleine Kinder oder Babys als Nachtisch serviert, Menschen aufgespießt und Pferde nieder gemetzelt (wenn auch nur schattiert) und natürlich Schädel abgehackt. Und das alles für eine erfrischende FSK 16 Ausgabe was mich in der heutigen Zeit doch ein klein wenig verwundert. Auch wenn man nicht wirklich all zuviel sieht, die paar Effekte sind doch sehr gut gelungen.
Was mir besonders gut gefallen hat neben den prunkvollen Kostümen, der tragischen Story und den brillanten Darstellern, ist die tolle Aussprache, der Dialekt in der Synchro von Gary Oldman (Das fünfte Element, Air Force One, Hannibal, Harry Potter und der Gefangene von Askaban, The Dark Knight) und generell die Art wie sie sprechen. Die herrlich poetische Redensart, fast wie in der modernen Neuausgabe von Twilight - Biss zum Morgengrauen. Auf so was steh ich!
Oldman gewann übrigens den Saturn Award in der Kategorie Bester Schauspieler, Winona Ryder (Alien - Die Wiedergeburt, Edward mit den Scherenhänden, Beetlejuice) wurde in der selben Kategorie nominiert.
Die Auszeichnung als bester Nebendarsteller ging selbstverständlich an den walisischen Oscar-Preisträger Sir Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer, Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund, Hannibal, Wolfman), der hier als Priester mit langem Bart zu Beginn des Filmes eine Doppelrolle spielt. Interessanter Weise war dessen Rolle eigentlich ursprünglich für Liam Neeson (Das Geisterschloss, 96 Hours, Kampf der Titanen) in Erwägung gezogen worden, welche aber dann Hopkins bekam weil dieser als Hannibal Lektor zu der Zeit mehr als populär war.
Alle anderen Schauspieler sind meiner Meinung nach ebenfalls sehr gut besetzt. Keanu Reeves (Gefährliche Brandung, Im Auftrag des Teufels, Constantine, Der Tag, an dem die Erde stillstand) als Jonathan, Sadie Frost (Final Cut - Die letzte Abrechnung, The Lake of Darkness) die Exfrau von Jude Law, als lüsterne Lucy mit flammend rotem Haar dass sie sich extra für die Rolle umfärben lassen musste weil sie sonst Winona Ryder zu ähnlich sah und nicht weniger erotisch kann man die Italienerin Monica Bellucci (Die Passion Christi, Der Pakt der Wölfe, Brothers Grimm ) bewundern.
Was ich ein bisschen schade fand ist die Rolle des Dieners Renfield die eigentlich auf Wunsch des Regisseurs von Steve Buscemi (Con Air, Die Insel) gespielt hätte werden sollen für den neurotische und paranoide Charaktere mehr als perfekt passen. Leider lehnte er ab.
Fazit: Wer sich richtigen Horror erwartet, wird enttäuscht sein. Wer auf schmalzige Liebesdramen, Gary Oldman oder generell auf Vampirfilme steht könnte hier seine Freude haben.
Für mich persönlich ist dieser Film eine der schönsten Liebes-Geschichten mit einem tragischen „Happy End“. Packendes Finale, brutal und schockierend zugleich. (Vorsicht SPOILER!!) Zack! Dolch in die Brust und Rübe ab… Schöner kann ein Schluss nicht sein...
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Columbia TriStar Home Video und bei Sony Pictures Home Entertainment in mehreren Auflagen auf DVD und bei Sony Pictures Home Entertainment auf BGlu-ray erschienen.
Filmbewertung
| Unser Gesamteindruck: | |
| Durchschnittliche Besucherwertung: | |
| Eigene Bewertung zum Film abgeben: | |
Interview mit einem Vampir [Special Edition]
Stand: 22.05.2012 13:02:11
Mary Reilly/Mary Shelley's Frankenstein - Best of Hollywood (2 DVDs)
Stand: 22.05.2012 15:38:09
Unsere Filmbörse
|
Bram Stoker's Dracula - VHS
Preis: 2,00 € | Porto: 3,00 € | Verkäufer: Darko (0|0|0)Filmtitel: Bram Stoker's Dracula Zustand: Gut | Medium: VHS |
Empfehlungen
Wenn dir dieser Film gefallen hat, empfehlen wir auch:
Twilight - Biss zum Morgengrauen ( USA, 2008) ![]() OT: Twilight, Regie: Catherine Hardwicke Mit: Taylor Lautner, Cam Gigandet, Peter Facinelli, Kellan Lutz, ... |
Dracula ( Großbritannien, 2006) ![]() OT: Dracula, Regie: Bill Eagles Mit: Marc Warren, David Suchet, Dan Stevens, Tom Burke, ... |
Dracula ( USA, 1973) OT: Dracula, Regie: Dan Curtis Mit: Simon Ward, Jack Palance, Nigel Davenport, Pamela Brown, ... |
Eigene Filmempfehlung hinzufügen.
Weitere Filmtipps aus dem Bereich Vampire
Buffy - Der Vampir-Killer (
USA, 1992) Not of this Earth (
USA, 1995) Die drei Gesichter der Furcht (
Frankreich,
Italien, 1963) 
Masters of Horror - The V Word - Blutrausch der Vampire (
Kanada,
USA, 2006) Angel - Jäger der Finsternis - Staffel 5 (
USA, 2004) 
From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money (
USA, 1999) 
A Taste of Blood (
USA, 1967) 
Vampira (
Deutschland, 1971) From Dusk Till Dawn (
USA, 1996) 
Underworld: Evolution (
USA, 2006) 
Weitere Kommentare zum Film
| Hier siehst du weitere Kommentare zum Film. Diese Kommentare stellen nicht die Meinung der Betreiber dieser Seite dar. |
| Wollo, 15.04.10 |
| Der Film gehört definitiv zum Grandiosesten, was die "Königsklasse des Horrorfilms" - sag ich jetzt mal so und behaupte, das sei der klassische Gothic-Flick - jemals in die Finsternis der Lichtspielhäuser (was für eine Ironie!) entließ! Diese bildgewaltige Mischung aus zeitgemäßem Blockbuster, traditionellem "Gruselhandwerk" (um das mal jetzt so zu nennen) und in gewisser Weise "Arthouse-Horror" ist einzigartig und Filmkunst pur, auch wenn sich das nicht unbedingt sogleich beim ersten Anschauen des Films erschließt, und letztlich oft kopiert, aber nie wieder in dieser Vollendung erreicht worden. Fast ausschließlich im Studio entstanden ist der Film tatsächlich so etwas wie eine Verbeugung vor den guten alten Klassikern des Genres und ihrer Masterminds, vor Tod Browning und Mario Bava, aber auch vor Friedrich Wilhelm Murnau und Fritz Lang (nur um ein paar derer namentlich zu listen.) Die Darsteller sind großartig gecastet, Oldman als Dracula ist eine Offenbarung, beinahe wie ein tragischer König Lear auf der Bühne, Ryder als Mina der Höhepunkt einer Karriere, die leider vorbei ist (was macht die Dame eigentlich dieser Tage, hat sie sich verjüngt und nennt sich nun Keira Knightley?), Reeves präsentiert hier einmal nicht seine Betonmimik und beweist, dass er die Berufsbezeichnung Schauspieler auch verdienen darf (sähe man ihn nur mal häufiger so), Hopkins liefert seine ganz eigene Interpretation des victorianischen Superwissenschaftlers van Helsing, chargiert allerdings einstweilen etwas, was ihm Coppola durchgehen ließ, aber letztlich zeigt auch er eine großartige Leistung. Ob der geschätze Steve Buscemi letztlich die Rolle des Renfield besser besetzt hätte als der gleichermaßen grandiose Tom Waits lasse ich mal dahingestellt, Sadie Frost allerdings wirkt als "lüsterne Lucy" gleich mehrfach ein wenig überfordert, und die damals noch gar nicht wirklich bekannte Frau Belucci fällt als eine der drei Vampirbräute auch nicht wirklich auf. Grant, Elwes und Campbell sind nicht mehr als schmückendes Beiwerk, hier hätte der Regisseur mehr Sorgfalt walten lassen können da ihren Figuren in der literarischen Vorlage ja auch einen weitaus größeren Anteil an der Jagd auf Dracula haben. Und überhaupt, für einen Film, von dem immer wieder behauptet wird, er halte sich so eng wie kein anderer an das Buch Stokers - was ihm der deutsche Verleih ja auch gleich in den Titel schrieb - kümmert er sich doch recht wenig um eben dieses. Mir persönlich ist das zwar wumpe, denn künstlerische Freiheit muss sein, doch für manch einen Puritaner mag das ein Kritikpunkt sein. Mir gefällt die Idee, den Dracula mit den Mitteln einer klassischen Tragödie zu erzählen. Ob das mit der Idee des Horrorfilms zusammen geht, das muss jeder für sich je nach Vorliebe entscheiden, doch wer es im positiven Sinne "old School" mag (klingt hübscher als altmodisch oder gar wertkonservativ, gell?) wird hier hervorragend bedient. Nach diesem Film vermochte nur noch "Interview mit einem Vampir" das Publikum (beinahe) auf eben diese spezielle, irgendwie barock anmutende Art in seinen Bann zu ziehen. Einen solch schönen Film wie diesen hier suchte man hernach vergeblich. Underworld? Van Helsing? Twilight gar? Ach Quatsch!! |
| Staudenmaier007, 31.01.11 |
| Absolut Deiner Meinung. Nach "Leon der Profi" eine weitere Glanzleistung von Oldman. Meiner Meinung nach dem besten Dracula-Darsteller aller Zeiten. 5 von 5 quitschenden Fledermäusen |
| Eigenen Kommentar zum Film schreiben. |

American Pie - Die nächste Generation - DVD - wie neu
Preis: 5,00 €

Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv & Ace Ventura 2 - Jetzt wird's wild - DVD
Preis: 10,00 €

About a Boy oder: Der Tag der toten Ente - DVD - wie neu
Preis: 5,00 €

Abgefahren - Mit Vollgas in die Liebe - DVD - wie neu
Preis: 5,00 €

The Mad Mustangs - Movie Video Glasbox, selten, Glasbox wie neu
Preis: 12,00 €

Eigene Filme
Druckansicht



Tanz der Vampire
Dracula
Mary Shelley's Frankenstein
Mary Shelley's Frankenstein [Blu-ray]
(
Großbritannien, 2006) 
