Batman
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Inhalt
Nachdem er als Kind mit ansehen musste, wie seine Eltern von einem Killer umgebracht wurden, wurde Bruce Wayne zu Batman. Am Tag ist er der normale Multimillionär, nachts streift er als schwarzer Rächer durch Gotham City, um das Verbrechen dort zu bekämpfen. Und bald bekommt er es mit einem dicken Fisch zu tun: Jack Napier, ein Verbrecher, der durch den Verrat seines Bosses in einem Säurebehälter fiel und nun zum Joker geworden ist. Dieser will nicht nur Gotham terrorisieren, sondern hat es auch auf die schöne Reporterin Vicky Vale abgesehen. Nur Batman kann den Irren aufhalten. Er...
Kommentar
1989 wurde mit diesem Film ein weiteres Mal die Comicfigur des Batman auf die Kinoleinwand gebracht (es gab schon 1966 eine Kinoverfilmung). Regie führte hier der bekannte Regisseur Tim Burton (Sleepy Hollow, Sweeney Todd , Planet der Affen). Er steckte viel Geld in diesem Film rein, in der Hoffnung auf einen Erfolg. Der Film wurde dann auch zu einem großen Erfolg. Zurecht, wie ich meine, denn was Tim Burton hier liefert, ist eine mehr als gelungene Verfilmung des Comics. Die Story und die Kulissen von der Stadt Gotham City sind relativ düster. Insgesamt ist dieser Teil wesentlich düsterer als die anderen Teile (bis auf Teil 2). Humor gibt es eigentlich so gut wie nie, der Film nimmt sich sehr ernst, was dem Film jedoch gut tut, da Batman auch in den Comics eher düster ist. Auch Spannung und Atmosphäre gibt es genügend und ein paar sehr gelungene Actionsequenzen.Auch die Darsteller machen ihre Sache sehr gut. In der Hauptrolle als Batman verpflichtete Burton Michael Keaton, welcher schon ein Jahr zuvor mit Burton zusammengearbeitet hat, und zwar in Beetlejuice. Und er macht seine Sache sehr gut, er spielt die Rolle des Batman überzeugend. Er spielt diese Rolle auch in der Fortsetzung. Auch noch zu erwähnen ist natürlich Jack Nicholson (Shining, Eine Frage der Ehre, Die Hexen von Eastwick). Er spielt die Rolle des Jokers absolut genial, mir hat er sogar ein wenig mehr gefallen als Michael Keaton. Und auch Kim Basinger spielt gut. Der restliche Part macht seine Sache ebenfalls gut. In Nebenrollen sind übrigens Billy Dee Williams (Star Wars 5 und 6) und Michael Gough (Konga, Black Zoo, Frankensteins Horror-Klinik), welcher auch in Sleepy Hollow nochmal mit Tim Burton arbeitet.
Fazit: Eine hervorragende Comicverfilmung mit einer spannenden, düsteren Story und erstklassischen Schauspielern. Für Batmanfans ein Muss.
PS: Tim Burton führte auch in der Fortsetzung Regie.
Filmreview von: ActionFreak / Alle Reviews von ActionFreak
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD und Blu-ray erschienen, sowohl als Einzel-DVD als auch in der Batman-Box.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| Wollo, 17.03.10 |
| Oh oh, Burtons "Batman"!! Da habe ich selber schon mehrfach drüber nachgedacht, da mal ein Review zu verfassen, habe den Gedanken aber letztlich verworfen weil ich es eigentlich einfach zu schwierig fand, denn a) bin ich einfach nicht so der ganz große Superhelden Fan, erst recht nicht, wenn man sie vom bunten Papier auf die Kinoleinwände beamt, was ich noch selten so richtig überzeugend fand, und somit in letzter Konsequenz auch wohl nicht unbedingt der Jenige sein muss, der sich ausgerechnet an Burtons "Batman" verhebt, und b) bin ich eben einfach ein zu großer Burton Fan, der einfach mal schon vorneweg nicht unvoreingenommen genug an dieses Garn rangehen kann. Ganz schwieriger und äußerst kontroverser Stoff also, das! Leider, leider wird dieses Review dem nicht gerecht und bleibt sogar am Ende ziemlich nichtssagend, Sorry, deswegen, lieber ActionFreak, aber hier werden leider nur Gemeinplätze gelistet, wobei da manch ein Highlight sogar außen vor gelassen wurde, zum Beispiel der sensationelle Score von Danny Elfman, der zu recht längst Kinogeschichte geworden ist! Ansonsten aber ist hier die Rede von erstklassigen Schauspielern und einer spannenden, düsteren Geschichte, mithin einer hervorragenden Comicverfilmung. Tja nun, jein, aber eindeutig!!! Die Schauspieler mögen ja erste Garde sein (obwohl, Michael Keaton?), aber so richtig überzeugen kann hier nur einer, und das ist ohne jede Frage Jack Nicholson als Joker, der hier mal wieder so richtig auf die Sahne hauen darf und dabei sichtlich auch noch einen Heidenspaß hat, und das obwohl er die Rolle zunächst gar nicht habe wollte. Finanziell ausgezahlt soll es sich für ihn dann aber auch haben, denn es wird gemunkelt, er habe eine der bis heute höchsten Gagen aller Zeiten für seinen Part in die Taschen stecken dürfen (die dann wohl recht große gewesen sein werden.) Aber seien wir mal ehrlich, Kim Basinger spielt ihren Part überzeugend? Nie und nimmer, stattdessen nervt sie ohne Ende mit ihrem Part als blondes ScreamQueen Dummchen. Überhaupt habe ich nie verstanden, was denn an dieser Dame dran sein soll, dass ausgerechnet sie immer wieder zur "Erotik-Ikone" der 1980'er Jahre erklärt wird. Ich kann nix dafür, aber für mein Empfinden hat Frau Basinger null Ausstrahlung (ungefähr genau so viel mimische Anlage sowieso) und gleiches lässt sich auch über ihre Figur sagen, weswegen man gar nicht nachvollziehen kann (oder will), was denn der ach so tolle und rätselhafte Bruce Wayne alias Batman von der Dame will oder an ihr findet. Und überhaupt, Bruce Wayne/Batman, was soll ich nur von Michael Keatons Darstellung halten? Auf der einen Seite deckt er zwar halbwegs überzeugend mit solidem Schauspielhandwerk das dualistische Dilemma ab, in welchem die Figur steckt (das ich mal als bekannt voraus setze, denn auf das jetzt genau einzugehen den Rahmen dieses Kommentars bei weitem sprengen würde), und sehr wohl kann man sich vorstellen, dass er auch bestimmt ein guter Bühnenmime sein dürfte, der mühelos alle klassischen Stoffe bedienen kann, dennoch kann und will man irgendwie nicht verstehen, was Burton bewogen haben mag, diesem (sorry again) mickrigen und unscheinbaren Männlein die Rolle des widersprüchlichsten aller klassischen Superhelden zu geben, des "dunklen Ritters", diesem sinistren maskierten Detektiv, der auf der einen Seite selbstgerechter Vigilant, auf der anderen Seite eine düstere Erlöserfigur ist und übrigens über keine echten "Superkräfte" verfügt wie sein (langweiliger) Kollege Superman oder der Fassandenkrabbler Spiderman von der Marvel-Konkurrenz. Keaton fehlt leider jegliches Charisma, was sich vielleicht unter dem äußerst gelungenen Gummidress des Helden noch ganz gut verbergen lässt, doch spätestens immer dann besonders auffällt, wenn Bruce Wayne als lässiger Lebemann auftreten soll. Lieber mag ich mir Keatons Wayne als ältlichen Junggesellen vorstellen, der nächtens ein Pfeifchen schmauchend im karierten Abendrock vorm Kamin sitzend die Zeitung liest. Keaton ist für mich eine der grandiosesten Fehlbesetzungen der Filmgeschichte! Tja, und dann wäre da noch das Drehbuch, das eigentlich reichlich dröge ist und im Prinzip kaum den Film über zwei Stunden lang tragen kann, weswegen sich die Spannung hier auch absolut in Grenzen hält. Aber erstens hat sich Tim Burton sowieso immer nur dann als erstklassiger Geschichtenerzähler erwiesen, wenn er nämlich seine eigenen Geschichten visualisiert (wie beispielsweise im Falle "Edward"), denn ansonsten scheinen ihm die Inszenierungen wichtiger zu sein als die Geschichten, um die es gerade geht (was aber meistens auch völlig okay geht, sich hingegen in diesem Fall ein wenig komplexer darstellt, weswegen man diesmal damit auch nicht vollkommen zufrieden sein kann), und zweitens hat Tim Burton sich ja hinlänglich dahingehend geäußert, dass die Produzenten ihm seine Batman-Vision zerstört haben, da sie sich zu sehr in den kreativen Prozess einmischten, ja Zensur geübt haben sollen. Er bezeichnet "Batman" als künstlerischen Fehlschlag, weswegen er sich für die Fortsetzung auch das Recht am Final Cut in den Vertrag hat schreiben lassen! Und dennoch ist "Batman" ein "richtiger" Burton was Ausstattung, Atmosphäre, Kreativität, Einfallsreichtum und Summe der einzelnen Teile angeht, die einen immer wieder die Kinnlade herunter gleiten lässt und sich am Ende doch wieder zu einem homogenen Ganzen konglomeriert. Selten sah man einen so expressionistisch anmutenden Megablockbuster wie diesen hier (hat ja inzwischen auch mehrere hundert Millionen $ eingespielt), selten lagen Gotik und Popart so eng beieinander und bildeten dennoch eine so fröhlich-düstere Eintracht, und auch wenn inzwischen in den Zeiten des CGI-Zauberkastens so manch ein Effekt vielleicht doch ein klein wenig angestaubt daherkommen mag, so ist "Batman" dennoch ein Film von enormem Schauwert, welcher eben auf den ersten Blick über die inhaltlichen Mängel hinweg täuschen lässt. Dennoch bleibt unterm Strich ungefähr der gleiche Effekt, den die große Tüte Popcorn hatte, die man vielleicht beim Film verzehrt hat, nämlich viel Zucker, kaum Nährwerte! In noch größerem Maße lässt sich das über die drei Jahre jüngere Fortsetzung "Batmans Rückkehr sagen, in welcher Christopher Walken und Danny de Vito (der allerdings in grandioser Maske, wenngleich diese völlig am Original vorbei ging) als eher lächerliche Superschurken chargierten. Dort überzeugte einzig Michelle Pfeiffer als Catwoman, auch wenn die Motivation hinter ihrer Figur leider völlig im Dunkel bleibt. Auch dieser Film lebt letztlich nur davon, ein grandioser Ausstattungsfilm zu sein, der in ähnlicher Weise dicht und atmosphärisch stimmig inszeniert ist, mit expressionistischem Ausdruck spielt und am Ende eben doch bloß Popcorn bleibt. Die beiden unwürdigen kunterbunten Quatschfilme, die Joel Schumacher nachgeschoben hat und in denen Val Kilmer und George Clooney die Fledermausohren trugen, die müssen hier gar nicht erst zur Diskussion stehen. Später hat ja dann Herr Nolan mit Christian Bale einen ambitionierten Neubeginn der Serie gewagt und scheiterte damit in gewisser Weise auf ähnlich hohem Niveau wie Burton, denn letztlich kann man mit dem Stoff nur baden gehen wenn man versucht, daraus Kinokunst zu machen. Aber von all diesen Filmen mag ich diesen hier, also Burtons ersten "Batman" noch immer am liebsten, eben weil er grandioser Trash ist, der aber nach viel mehr aussieht. Hätte er eine überzeugendere, rasantere Story mit mehr Überraschungen und Wendungen, mehr Dynamik und Rasanz erzählt, heissa, das wäre schön gewesen! Hätte er vielleicht noch einige passendere Darsteller zu bieten gehabt, so hätte am Ende vielleicht noch ein richtiger Klassiker dabei heraus kommen können. Dennoch, mit vielen Abstrichen gerade mal noch vier Skulls für diesen Film hier, die Fortsetzung bekommt drei von mir! |
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