Earthquake - Flammendes Inferno in Tokio
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Inhalt
Ein Wissenschaftler entdeckt alarmierende Fakten, die bestätigen, daß der Millionenstadt Tokio ein verheerendes Erdbeben bevorsteht. doch niemand will auf ihn hören, im Gegenteil, der Wissenschaftler verliert dadurch am Ende sogar den Job und seine Familie. Doch das Erdbeben kommt, heftiger als alles, was Japan jemals erlebt hat. Eine Stadt ist dem Untergang geweiht, die Politik und Armee hilflos. Werden die wenigen Überlebenden den Kampf gegen die Naturgewalten gewinnen können?
Kommentar
Hier haben wir die japanische Version des US Klassikers Erdbeben, der 1980 wieder einmal den Untergang Tokios beschwor, wie wir das ja schon öfters in den Filmen von Godzilla & Co gesehen haben. Hier versuchte man sich dagegen mal an einem realistischen Katastrophenszenario, allerdings noch etwas bombastischer und dramatischer als die US Version. Denn wo dort "nur" Gebäude wackelten und zusammenstürzten, wälzen sich hier gleich ganze Feuerlawinen durch die Stadt, daß kaum ein Stein auf dem anderen bleibt.Aber mit dem Realismus in japanischen Filmen ist das so eine Sache. Ich tu mich mit diesem Wort hier schwer, vielmehr kommen mir Begriffe wie "Trash" und "billig" in den Sinn. Denn wo US Filme mit aufwendigen und tatsächlich realistischen Effekten glänzen, früher wie heute, da lieben es die Japaner scheinbar lieber Spielzeug- bzw. Miniaturlandschaften zu zerstören, ganz gleich ob ein Godzilla da durchtrampelt, oder eine Naturkatastrophe wütet. Und ich spreche hier von Spezialeffekten, die man stets als solche erkennt, Landschaften und Städte aus Pappmache und Styropor, wo sich die Japaner offensichtlich gerne daran austoben. Ich persönlich kann dem nichts abgewinnen, Fans solcher Filme wohl eher.
Die guten Szenen des Films kommen für mich immer dann zum tragen, wenn es weggeht vom Anblick dessen, was in der Stadt vor sich geht, hin zu den Einzelschicksalen, die ums Überleben kämpfen. Ob gegen Wasser, Feuer oder Trümmer, das ist dann sogar realistisch und spannend inszeniert, einschließlich einer dramatischen Liebesgeschichte, die mal nicht so verläuft wie in den US Filmen, und die auch ein ganz anderes Ende nimmt. Da hat der Film durchaus sein Potential, der Untergang der Miniaturstadt dagegen kann mich absolut nicht vom Hocker reißen.
Was die Schauspieler betrifft, so sind sie mir völlig unbekannt. Ich habe nur irgendwie immer wieder das Gefühl, daß japanische Schauspieler oft zum übertreiben ihrer Rollen neigen, was aber auch an der Synchronisation liegen mag. Dazu kommen japanische Eigenheiten wie die Schwiegereltern zu "Siezen", oder die Freundin der Ehefrau vorzustellen, bevor man sich trennt, Dinge, die wohl kulturbedingt und nicht immer leicht nachzuvollziehen sind. Mag das auch der Grund sein für so oft gekürzte Fassungen, wie sie auch hier vorliegt? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall sind viele japanische Filme in unserer Synchronisation unvollständig. So hat die deutsche Fassung dieses Films eine Laufzeit von 89 Minuten, die japanische dagegen beträgt 126 Minuten. Womit für uns 37 Minuten der Schere zum Opfer gefallen sind - und das ist absolut keine Seltenheit. Egal aus welchem Grund.
Und noch eine Anmerkung. Auch die qualitative Umsetzung des Films ist leider durchwachsen. Zwar kommt das Bild im Originalformat und in 16:9 rüber, der Ton aber wechselt während des Films dauernd zwischen Mono und Dolby Surround. Das trübte meinen Eindruck allerdings leider gewaltig. Dann lieber ganz Mono oder eben Surround, die dauernden Wechsel sind einfach nur nervtötend.
Fazit: Für mich ein durchwachsener Katastrophenfilm aus Japan, der vor allem mit erkennbaren Miniatureffekten "glänzt" und noch dazu verstümmelt wurde. Da es aber keine vollständige Fassung gibt außer der japanischen selbst (wer versteht schon japanisch?) ist diese unsere einzige Alternative. Für Fans solcher Miniaturmaterialschlachten einen Blick wert.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
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Der Film ist von MIG auf DVD in der Science Fiction Classic Box Vol. 2 erschienen.
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