Eden Lake
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Inhalt
Jenny und Steve sind ein junges Paar und wollen nach einer stressigen Arbeitswoche erstmal Ruhe und fahren gemeinsam in ein ruhiges Dörfchen, wo Steve seine Kindheit verbracht hat, um am Eden Lake zu campen. Im grellen Sonnenlicht und im Anblick des schönen Wetters scheint es eine tolle Zeit zu werden, bis nach kurzer Zeit eine Gruppe Teenies auftaucht, die mit ihrer Musik die idyllische Ruhe des Paares stört. Steve konfrontiert die Gruppe direkt mit der Bitte, die Musik leiser zu stellen, diese zieht in Gelächter nur davon. Wenig später klauen diese auch noch das Gepäck der beiden, darunter sämtliche Wertsachen und Autoschlüssel. Als das Paar den Teenies gegenübersteht und diese schon ihre Springmesser bereithalten, stirbt der Hund des Anführers durch ein Missgeschick, so dass Steve und Jenny nun im Zielvisier der Kids stehen, die alles daran setzen, diese zu fassen, um sich auf bestialische Art zu rächen ...
Kommentar
Holla die Waldfee, was für ein geiler Film! Was uns Regisseur James Watkins mit „Eden Lake“ vorlegt, ist einer der besten, wenn nicht sogar der Beste Survival-Schocker der letzten zehn Jahre. Mit einer einfachen wie genialen Story, die weit ab von dem normalen Metzelfilm einen Platz als glaubwürdigster und spannendster Horrorthriller für mich eingenommen hat. Ob man nun die schauspielerische Leistung unter die Lupe nimmt, oder über die sozialkritische Story mit Gleichgesinnten nach dem Film redet, „Eden Lake“ bietet alles, was ein top Horrorfilm braucht.Es muss schon ziemlich lang her gewesen sein, dass ich nach einem Film wie diesem so begeistert war. Das Thema Horrorfilm ist nämlich eine Sache für sich. Ob wir nun von Klassiker reden, Teenie-Slasher oder gar Zombiefilmen, selten kommt es vor, dass ein Film ohne Mängel (subjektiv betrachtet natürlich!) und Klischees auskommt, entweder verläuft alles nach dem gewohnten “10 kleine Negerlein Prinzip“ oder Handys funktionieren nicht oder ist der Psychopath aus der nächstliegenden Klinik entflohen und rächt sich, ja das hat man alles schon gesehen. Oder der aktuelle Trend um die Torture-Produktionen a lá Saw V, nichts wünscht sich ein Filmliebhaber des Genres mehr, dass sich ein Produktionsteam mal wieder anstrengt und die eigene Kreativität nutzt, das Hirn einschaltet, um sich aus dem Mainstream Bereich zu entfernen, was ich bei diesem Film mehr als nur gelungen bezeichnen kann.
Den keinesfalls ist die Story aus heiterem Himmel gezogen, der Film legt einige sozialkritische Aspekte wieder die sich in der Geschichte Englands immer wieder abspielt – Vandalismus unter Jugendlichen, deren Quoten die der Erwachsenen fast übersteigt. Und da das Drehbuch bereits drei Jahre vor Produktionsbeginn geschrieben wurde, bestätigt die Vision des Filmes die kommende Zukunft, man könnte hier als Wegweiser Mark Lester's Die Klasse von 1984 nennen, der zur damaligen Zeit ins Lächerliche gezogen wurde und heute mehr als nur die Realität darstellt. Natürlich möchte ich solch eine Zukunft nicht, man sollte sich diesen Grundgedanken nur vor Augen führen, um die Professionalität des Filmes besser zu verstehen.
Und was wäre ein guter Film bitteschön ohne gute Schauspieler? Ungefähr so viel wie eine leere Popcorntüte vor Filmbeginn. Die beiden Hauptprotagonisten Kelly Reilly (Sherlock Holmes) und der in Heidelberg geborene Schauspieler Michael Fassbender (300) spielen ihre Rolle hervorragend, den Schmerz nimmt man ihnen vor allem in der englischen Tonspur ab. Am Allerbesten spielt aber Jack O'Connell seine Rolle, der als Hauptmann der Gruppe super spielt und mich des Öfteren ins Staunen versetzt hat und bei diesem Film sicherlich seinen bisherigen Höhepunkt seiner Karriere feiern darf. Vor allem agieren alle Darsteller sehr glaubwürdig und mitreißend, unglaublich böse und verletzt, dass man mit ihnen definitiv mitfiebert.
Absolut größtes Plus des Filmes dürfte auch der hohe Anteil an den sehr, sehr sehr krassen Gore-Szenen sein, die zwar an keinen Torture-Film ankommen (was der Film auch gar nicht sein will), sind aber doch sehr krass und bitter, nur Hartgesottene sollten sich diesen Film anschauen, viele Effekte erscheinen schneller auf der Bildfläche als man Zeit hat sich hinterm Kissen zu verstecken. Und was gezeigt wird, ist schlichtweg gut gelungen, handwerklich mit Liebe ins Detail umgesetzt und meiner Beobachtung zufolge ohne computertechnische Hilfe kreiert. Diese tragen auch maßgeblich zum Spannungsbogen des Filmes bei, den dieser entsteht schon nach kurzer Zeit nach Beginn und steigert sich bis zur bitteren letzten Sekunde, die dem Zuschauer nochmal alles raushaut.
Fazit: Ich bin einfach nur total begeistert von diesem Film und empfehle ihn jedem Horrorfan, der auf der Suche nach einem sauber inszenierten und packenden Film ist, und von dieser Sorte gibt es nicht viele, die kann man an den Fingern abzählen. Wer sich die volle Ladung zutraut, der greift auf die mittlerweile indizierte Fassung des Filmes zurück, die Schnitte sind zwar kurz, aber fein und machen nochmal einiges aus - nicht dass ich die deutsche Fummelei der Zensur bevorzuge. Und wer jetzt immer noch der Meinung ist, dieser Film sei krank und von Psychopathen gemacht, der werfe einen kurzen Blick ins Bonusmaterial, dort sieht man viele lächelnde Gesichter, die mit viel Spaß bei der Sache waren. Und wie Regisseur James Watkins richtig gesagt hat, es ist kein Horrorthriller mit Zombies, Vampiren oder Tieren, es ist ein Horrorfilm geprägt von und mit Kindern.
Filmreview von: Preytor / Alle Reviews von Preytor
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universum Film auf DVD erschienen, die ungekürzte Fassung ist leider indiziert. Auf Blu-ray gibt es ihn bislang nur in englischer Sprache.
Filmbewertung
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The Crazies - Fürchte deinen Nächsten (Steelbook)
Stand: 22.05.2012 14:48:54
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Weitere Kommentare zum Film
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| Staudenmaier007, 11.01.11 |
| Eden Lake ist zusammen mit Wolf Creek und Hostel (1) für mich der Olymp des Horrors. Alltägliche Situationen die plötzlich in das alsolute Grauen umschlagen schokieren mich mehr als alle Zombies und Außerirdischen zusammen. Absolut nichts für Mit-Licht-in-den-Keller-Geher. Deshalb alle 5 gebrochenen Finger für das Meisterwerk. |
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