Brücke nach Terabithia

Originaltitel: Bridge to Terabithia
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2007
Regie: Gabor Csupo

Darsteller

Figur

Josh Hutcherson  Jesse Aarons
AnnaSophia Robb  Leslie Burke
Zooey Deschanel  Ms. Edmunds
Robert Patrick  Jack Aarons
Kate Butler  Mary Aarons
Bailee Madison  May Belle Aarons
Devon Wood  Brenda Aarons
Emma Fenton  Ellie Aarons
Grace Brannigan  Joyce Aarons
Latham Gaines  Bill Burke
Judy McIntosh  Judy Burke
Patricia Aldersley  Großmutter Burke
Lauren Clinton  Janice Avery
Isabelle Rose Kircher  Carla
Cameron Wakefield  Scott Hoager
  
Genre: Fantasy, Komödie, Abenteuer
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Inhalt

Jesse hat es nicht leicht. Drei ständig nervende Schwestern, die Eltern mit großen Geldsorgen, in der Schule ein Außenseiter, der ständig von den anderen gehänselt wird, Das Leben scheint ihm nicht viel zu bieten. Doch eines Tages ändert sich alles, als eine neue Familie in die Nachbarschaft zieht, und Jesse lernt die ebenso fröhliche wie selbstbewußte Leslie kennen. Nach erster Reserviertheit freunden sich die beiden an, und durch Leslie lernt Jesse neue Werte des Lebens kennen. Und er lernt, daß es mehr gibt auf der Welt als das, was wir sehen, er lernt die Macht der Träume und Fantasie kennen. Doch auch Träume und Fantasien sind nicht ohne Gefahren...

Kommentar

Es gibt sie immer wieder, die kleinen Filmjuwelen, gar nicht darauf ausgelegt ein großer Blockbuster zu werden, aber dennoch weit tiefsinniger und wertvoller als so mancher große Kassenschlager. Das trifft hier meines Erachtens zu, und dieser Film ist keine schnelle Kost für nebenbei. Im Gegenteil, man sollte sich die Zeit nehmen sich darauf einzulassen, auf die Botschaften im Hintergrund, auf die Werte, die der Film vermitteln möchte - schön, daß es auch solche Filme gibt in unserer Zeit der schnellen Action und des harten Horrors. Ich jedenfalls liebe diesen Film.
Eine nicht ganz unwesentliche Rolle an meinem Gefühl mag sein, daß ich mich in diesem Film wiederfinde. Die Geschichte von Jesse, es könnte meine eigene sein, vieles, was er erlebt, habe ich in dieser form am eigenen Leib erfahren. Probleme mit den Eltern und Geschwistern, Probleme an der Schule, die Rolle des immerzu gehänselten Außenseiters, eine Person anzuhimmeln, die unerreichbar ist, und von Wünschen und Träumen zu leben, die sich nicht verwirklichen lassen, da kann man nachfühlen, warum Jesse so zurückgezogen und verschlossen lebt, und auch erst mal die neue Nachbarstochter, die sich mit ihm anfreunden will, abblitzen läßt.
Wenn man ständig der Verlierer ist und sich nur in Träume flüchtet, wenn man eine Begabung hat, die jedoch keiner würdigt, und wenn man von Menschen immer wieder enttäuscht wird in so jugendlichem Alter, dann wird man mißtrauisch und möglicherweise sogar verbittert, wie es Jesse ergeht, und wie es auch im realen Leben geschehen kann, ich spreche aus Erfahrung. Deshalb ist der Film so einfühlsam, so real für mich, sozusagen eine Reise in die eigene Vergangenheit.
Doch wie löst man nun solche Probleme? Der Film gibt eine Antwort. Ähnlich schon wie bei dem wunderbaren Film Der Knabe, der fliegen konnte liegt die Antwort in einem selbst, doch manchmal braucht es Hilfe, um die Antworten zu finden. Jesse bekommt diese Antworten von Leslie, mit der er sich langsam anfreundet - und sehr schön, es entsteht eine echte, tiefe Freundschaft, nicht etwas jugendlich oberflächliche Knutscherei oder schlimmer, eine Bettgeschichte. Jesse schwärmt vielmehr für seine attraktive Lehrerin Ms. Edmunds, gespielt von der wunderbaren Zooey Deschanel (Tin Man), deren Blick allein Herzen zum schmelzen bringen kann. So steht Jesse in einem Wirrwarr der Gefühle, und im entscheidenden Moment, was er nicht ahnen kann, trifft er die falsche Entscheidung, mit katastrophalen Konsequenzen.
Der Film ist eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Jesse steht immer irgendwie zwischen Hoffnung und Frust, bis seine ganze Welt, in der er gerade erst anfing zu leben, mit einem Paukenschlag zusammenbricht und nichts je wieder so sein kann wie vorher. Es ist schwer, da wieder herauszukommen, wenn man sich selbst die Schuldfrage stellen muß, und wenn die letzte Antwort ausbleibt. Und doch zeigt der Film einen wunderbaren Weg, im übertragenen Sinne, wie man selbst aus aussichtslosesten Situationen noch Hoffnung gewinnen kann, und er zeigt auch, was die wahren Werte des Lebens wirklich bedeuten, und was sie bewirken können.
So viel zu den Botschaften, die ich hier einfach gerne mal ganz deutlich herausstellen wollte. Auch ansonsten punktet der Film, der in zwei Welten spielt, der realen, problemgeladenen von Jesse und Leslie, und der Fantasy Welt, die sich die beiden selbst kreieren, und die sie nach und nach zum Leben erwecken. Sie ist ein Symbol für die Verwirklichung von Träumen und wunderbar dargestellt, Effekte und Kulissen glänzen hier einfach, und allein das Schlußbild lädt mit offenem Mund zum staunen ein. Die schöne Musik tut ein übriges, um die tolle Atmosphäre abzurunden.
Der Film ist mehrfach ausgezeichnet worden, zwar nicht mit einem Oscar, aber mit anderen Preisen, unter anderem auch - zurecht - für die Leistungen der beiden jungen Hauptdarsteller. Josh Hutcherson (Die Reise zum Mittelpunkt der Erde) und AnnaSophia Robb (Die Jagd zum magischen Berg) sind zwar noch nicht arg bekannt im Filmgeschäft, haben aber schon an einigen Produktionen mitgewirkt und lassen für die Zukunft noch Größeres für die beiden erhoffen.

Fazit: Ich kann es nur wiederholen, Brücke nach Terabithia ist ein ebenso schöner wie trauriger Familienfilm, der Werte vermitteln kann und zum nachdenken anregt. In wunderbaren Bildern wird eine außergewöhnliche Geschichte erzählt, getragen von den beiden jungen Hauptdarstellern, die am Ende zu Tränen rührt. Keine leichte Kost, aber um so wertvoller, und eine Empfehlung an jeden, der sich auf eine solche wunderbare Reise in sein Innerstes Selbst einlassen kann.

Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Constantin Film / Highlight auf DVD erschienen.

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