White Zombie
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Inhalt
Die beiden Verlobten, Madleine und Neil, machen eine Schiffsreise nach Haiti. Auf dem Weg zur Insel machen sie die Bekanntschaft mit Plantagenbesitzer Charles Beaumont, der die beiden spontan zu sich einlädt. Hier soll auch die Hochzeit des jungen Liebespaares stattfinden. Auf dem Weg zu Beaumonts Anwesen treffen die Beiden auf den merkwürdigen Murder Legendre, der die Kutsche anhält. In der Gesellschaft des unheimlichen Mannes befinden sich merkwürdig tumbe Gestalten, die der Kutscher als Zombies bezeichnet. Er gibt den Pferden die Peitsche, um sich und seine Gäste möglichst schnell vor den Wesen in Sicherheit zu bringen.
Beaumnt nimmt die beiden scheinbar freundlich auf, doch in Wirklichkeit hat er sich unsterblich in Madleine verliebt. Da er sie nicht für sich gewinnen kann, bittet er den mysteriösen Murder Legendre um Hilfe. Dieser gibt ihm ein Kontaktgift, das seine Opfer scheintot und anschließend zu Zombies macht. Beaumont vergiftet eine Rose, die er Madleine schenkt, so dass diese schon kurz nach der Trauung scheinbar tot umfällt. Mit Legendre's Hilfe wird Madleine aus ihrer Gruft geholt und zu einem Zombie gemacht. Die fehlende Leiche wird jedoch recht schnell von Neil bemerkt, der Trost bei seiner toten Frau suchen möchte, und die geöffnete Gruft sieht. Daher sucht er Hilfe bei Dr. Brunner, der sich mit den Rieten des Voodoo ein wenig auskennt.
Währenddessen bringt die nun willenlose Schönheit dem Plantagenbesitzer kein Glück. Er sieht ein, dass er in seinem Wahn einen schweren Fehler begangen hat. Daher bittet er Legendre, Madleine zurück zu verwandeln. Doch dieser hat ganz andere Pläne. Er vergiftet Beaumont, um auch ihn zu einem Zombie zu machen. Gelingt es den beiden rechtschaffenen Männern, die Pläne des finsteren Legrende zu vereiteln? Und kann Madleine noch gerettet werden? In einer alten Burgruine kommt es zum entscheidenden Kampf auf Leben und Tod ...
Kommentar
Dieser alte Streifen aus dem Jahre 1932 gilt als einer der ersten Filme, die dem Zombiegenre zugeordnet werden können. Dabei schuf Regisseur Victor Halperin einen sehr atmosphärischen und toll fotografierten Gruselfilm. Die Industrial-Band White Zombie hat sich nach diesem Klassiker benannt und Frontmann Rob Zombie (Halloween, Werewolf Women of the SS, Haus der 1000 Leichen) hat ja als Regisseur im Horrorgenre durchaus seine Spuren hinterlassen. Die Zombies sind in diesem Film jedoch keine Menschenfleisch fressenden Monster, sondern fremdgesteuerte Untote, wie es aus den alten Voodoo-Geschichten bekannt ist. Den Hunger auf Menschenfleisch hat erst 1968 George Romero mit Die Nacht der lebenden Toten eingeführt. Die Zombies müssen als willenlose Arbeiter in der Zuckermühle arbeiten. Sie geben die perfekten Sklaven ab. Natürlich sind diese Geschöpfe überwiegend schwarz, was die Situation der afrikanisch stämmigen Bevölkerung zu der damaligen Zeit trotz der offiziell abgeschafften Sklavenhaltung in den USA ziemlich genau umschreibt. Da fallen Weiße, die zu Zombies gemacht werden, durchaus auf.Die Rolle des Bösewichtes Legendre wird vom großen Bela Lugosi verkörpert. Mit buschigen Augenbrauen und starrem Blick verkörpert er perfekt den fiesen Voodoomeister und trägt nicht unerheblich zu der düsteren Atmosphäre des Filmes bei. Doch auch die Zombies wirken mit ihren weit aufgerissenen Augen und marionettenhaften Bewegungen wirklich schaurig. Die Szene in der Zuckermühle ist auch heute noch sehr gruselig. Bewegliche Kamerafahrten gab es damals noch nicht, aber dafür wurden mit ungewöhnlichen Perspektiven und tollen Lichteffekten wirklich grandiose Bilder eingefangen. Besonders die Szene, in der Neil um seine Madleine trauert, hat mich sehr beeindruckt. Neil sitzt allein in einer Kneipe. Man hört Stimmengewirr, aber die anderen Gäste sind nur als Schatten an der Wand dargestellt. Neil glaubt in einem Schatten seine geliebte Frau zu sehen und rennt auf sie zu, aber der greift nur ins Leere. Diese Szene hätte man besser nicht umsetzen können.
Fazit: Ein wirklich toller Gruselfilm. Echten Horror verbreitet der Film heutzutage nicht mehr, aber wer sich gerne einen schaurigen alten Schinken anguckt, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen. Ein echtes Meisterwerk.
Filmreview von: schnuff / Alle Reviews von schnuff
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in mehreren Auflagen auf DVD erschienen, u. a. bei Best Entertainment, bei NUM und bei MIB.
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Weitere Kommentare zum Film
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| Seward, 21.02.10 |
| äußerst stimmungsvoller film, angesiedelt irgendwo im reich des irrealen, fast wie eine traumsequenz in spielfilmlänge, voll hypnotischer bilder. eine von lugosis besten und bösesten rollen. "white zombie" war auch immer einer von lugosis eigenen lieblingsfilmen; angeblich hat er ja auch bei etlichen szenen darin selber als regisseur hand angelegt. abzuraten ist auf jeden fall von der deutschen synchro (zumindest derjenigen auf den fassungen, die bei mib erschienen sind, falls es noch andere gibt) - lustlose sprecher, grottige neue synthesizer-musik, und vor allem haufenweise verfälschte dialoge (aus "legendre" wird "drago", der außerdem plötzlich auch noch durst auf jungfrauenblut hat - da wollte wohl jemand von lugosis dracula-image profitieren). fast genauso schlimm war ja die deutsche sprechfassung von bavas "die stunde, wenn dracula kommt" (im italienischen original kommt nämlich überhaupt kein dracula!) - nur war das schon damals in den sechzigern, während die hier vorliegende white-zombie-synchro erst ein paar jahre alt ist! das dieser schwachsinn immer noch gemacht wird... (*kopfschüttel*) apropos bava - in der atmosphärischen kraft ihrer schwarzweißbilder lassen sich durchaus auch vergleiche zwischen bava und halperin ziehen. und lewton/torneurs "ich folgte einem zombie" hat in punkto stimmung und bilder dem "white zombie" ebenfalls einiges zu verdanken... empfehlenswerter klassiker - aber nur in der englischen version! leider sind alle deutschen veröffentlichungen ohne untertitel... |
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