Buffy - Der Vampir-Killer
Inhalt
Ein ganz normales Mädchen, das zur Schule geht, mit ihren Freundinnen abhängt, und den Annehmlichkeiten des Lebens nachjagt, was könnte da schon wirklich aufregendes passieren? Es könnte, wenn es auf einmal von Vampiren wimmelt und man erfährt, dapß man selbst dazu auserwählt ist, diese Kreaturen der Finsternis zu verbichten. und so verändert sich das Leben von Buffy von einem Tag auf den anderen Komplett, als sie Nagellack und Wimperntusche gegen Kreuz und Holzpflock eintauschen muß, um sich ihrem Schicksal zu stellen...
Kommentar
Es ist schon manchmal seltsam, wie das Leben so spielt. Da hatte Josh Whedon eine Idee und versuchte sie in einem Kinofilm umzusetzen, zu dem er das Drehbuch schrieb, doch die Idee ging sang und klanglos unter. Der Film, eine Mischung aus Vampirfilm und Teeniekomödie, erlitt Schiffbruch, obwohl die Idee eigentlich wirklich etwas hatte, ausgerechnet ein ganz normales Girl, dessen größte Sorgen vorher darin bestanden, ob es jeden Morgen gut genug aussah, zu einer Art Heldin zu machen, die auserwählt ist, den Kampf gegen Vampire zu führen, welche die Stadt bedrohen. Ausrechnet die sonst immer als naiven Dummchen dargestellten Blondinen, die in Filmen gerne als Opfer dienen, aus so einem Opfer wollte Whedon eine Art Supergirl schaffen, und das Konzept aus dezentem Horror und Komödie hatte durchaus Potential, das aber so einfach nicht funktionierte und nicht ankam beim Publikum.Zugegeben, auch bei mir nicht. Dennoch stelle ich den Film hier vor, weil er wichtig ist, auch wenn ich, hätte ich ihn zuerst gesehen, kaum ein Fan der Serie geworden wäre, die ein so ganz anderes Potential entwickeln konnte. Der Film dagegen blieb oberflächlich und nichtssagend, das Konzept scheiterte schon an der Hauptdarstellerin, die ihre Rolle irgendwie nicht wirklich tragen konnte, für mich bringt sie einfach nichts rüber, ganz anders als Sarah Michelle Gellar später, welche Buffy dann in der Serie verkörperte. Kristy Swanson gelang es nicht Buffy Format zu geben, und so bietet der Film nichts weiter als seichte Unterhaltung - zu wenig, um irgendeine Botschaft rüberzubringen, jedenfalls nicht so wie Whedon es beabsichtigt hatte, wie er später mal selbst aussagte.
Auch weitere eigentlich hochkarätige Stars wie Donald Sutherland, Rutger Hauer oder Luke Perry konnten den Film nicht vor der Bedeutungslosigkeit retten. Und doch war er keinesfalls umsonst, denn Joss Whedon gab damit nicht auf. Er hätte sein Drehbuch nach dem Reinfall einfach entsorgen und keinen Gedanken mehr daran verschwenden konnen, doch im Gegenteil, er gab nicht auf. Denn was als Kinofilm nicht funktionierte, warum könnte es nicht anders, als Fernsehserie klappen?
Der Rest ist quasi Geschichte. Joss Whedon hat mit Buffy quasi ein Stück moderne Seriengeschichte mitgeschrieben, was ich hier auch noch verdeutlichen werde, denn wo dem Film der Erfolg versagt blieb, da auch hier das große Geld fehlte, konnte man in der Serie improvisieren, mit Erfolg. Und erfolgreich kann man die Serie, die es auf sieben Staffeln brachte, wahrlich nennen.
Fazit: Was als Kinofilm nicht funktionierte, das wurde als Serie zum großen Erfolg. Den Film kann man getrost vergessen, empfehlenswert wäre er wirklich nur für Komplettisten, doch er ist wichtig, um zu zeigen, wie ein gescheitertes Konzept am Ende doch noch zum großen Erfolg werden kann. Und wenn eben nicht im Kino, dann auf dem kleineren Fernsehschirm...
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Veröffentlichungen
Der Film ist bei 20th Century Fox Home Entertainment auf VHS und DVD erschienen.
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