Poseidon
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Inhalt
Ein Luxusdampfer auf dem Ozean, vollbesetzt mit gut betuchten Passagieren, die ausgelassen die Silvesternacht feiern, die rauschende Party ist in vollem Gange. Und die riesige Flutwelle trifft das Schiff plötzlich und unerwartet, so daß das gewaltige Schiff kentert und kieloben treibt. Für die Überlebenden drängt die Zeit, denn das Schiff droht unterzugehen. Können sie der Katastrophe noch entrinnen? Eine dramatische Odyssee durch das stark beschädigte Schiff beginnt...
Kommentar
Remakes sind Mist. Unnötige Zeitverschwendung, weil sie niemals die Qualität eines Originals erreichen können. Am besten, man schaut sich solche Filme erst gar nicht an, nicht zuhause, und schon gar nicht im Kino...Ja, es gibt sie, Filmfans, die so denken, ich höre das oft genug. Aber ich gehöre nicht zu denen, die Vorurteile haben und Dinge deshalb boykottieren oder schon schlecht reden, bevor man sie gesehen hat. Und selbst wenn, welche Meinung soll bei einem Vorurteil dann noch herauskommen?
Ich versuche anders heranzugehen, auch an Remakes. Ich gebe jedem Film die selbe Chance, selbst die, daß ein Remake das Original übertreffen kann, je nachdem wie sehr mich ein Film zu beeindrucken weiß. Und so steht natürlich auch hier ein Vergleich an, der Vergleich zwischen Poseidon, dem Remake, und Die Höllenfahrt der Poseidon, dem Original. Und ich hoffe, daß diejenigen, die das lesen, genauso ohne Vorurteile herangehen können wie ich.
Natürlich haben wir die selbe Konstellation. Eine Flutwelle kippt ein Schiff, es gibt eine Gruppe Überlebender, die sich durch das Schiff schlägt, auf der Suche nach dem rettenden Ausgang. Und dabei lommen menschliche Stärken und Schwächen zum tragen, und das Zusammenwachsen ganz unterschiedlicher Charaktere. So weit erst mal zu den Gemeinsamkeiten.
Poseidon geht auf diesem Trip seinen eigenen Weg. Es ist deutlich, daß die Effekte stärker beeindrucken, schon durch die heute verbesserten visuellen und tontechnischen Möglichkeiten. Und auch die Tricktechnik redet da ein Wörtchen mit, obwohl das natürlich alles nicht hilft, sollte ein Film seelenlos bleiben. Aber die Technik ist auf jeden Fall perfekt, um nicht zu sagen beeindruckend, da wird ein Feuerwerk an Action und Spannung abgespielt, daß man meint mitten im Geschehen zu sitzen, allein das hat mich hier schon wirklich beeindruckt.
So weit, so positiv. Aber das Herzstück eines Films sind die Schauspieler bzw. Charaktere, und natürlich nicht zuletzt auch der Regisseur. Und hier werden einige große Namen aufgeboten, angefangen beim Regisseur Wolfgang Petersen. Hier drängt sich der Vergleich mit Roland Emmerich auf, der ebenfalls nach Hollywood ging und Erfolg hatte. Während Emmerich sich fast ganz dem großen Effektkino verschrieben hat, macht Petersen eher vielschichtigere Filme, hier jedoch bietet uns Petersen ebenfalls großes Effektkino. und das auf gelungene Weise.
Wo Emmerich in The Day After Tomorrow eine Naturkatastrophe heraufbeschwor, da ließ Petersen ein Schiff untergehen, finanziell gesehen weniger erfolgreich. Das mag auch daran gelegen haben, daß der Film eben ein Remake war und viele ihm daher keine Chance gaben, ich weiß es nicht. Ich mag beide Filme, sowohl von den überzeugenden Geschichten, als auch von den Charakteren, die nicht auf 08/15 Weise herüberkommen.
Bei Poseidon finden wir auch klanvolle Namen, wie Kurt Russell, Richard Dreyfuss oder die wunderschöne Emmy Rossum, die nun zufällig auch bei The Day After Tomorrow mitgespielt hat. Und ich mag sie in beiden Filmen, wobei sie hier sogar noch eine etwas größere Rolle, und wesentlich mehr Action hat. Und das macht sie toll, wie auch alle anderen, in dem ständigen Überlebenskampf, der nie langweilig wird und immer wieder neue Bedrohungen bringt. Ebenso besteht die Gruppe aus unterschiedlichen Charakteren, die zusammenwachsen müssen, um zu überleben, wobei hier weniger Konflikte zutage treten als noch im Original. Konflikte wie zwischen dem Prediger und dem Polizisten, oder das ständige Hadern des Predigers mit Gott. Im Remake gibt es (Gott sei Dank) keinen Prediger, hier steht mit einem Glücksspieler und Frauenheld ein eher zwielichtiger Mann vor, der aber über sich hinauswächst und mit Kurt Russell als Exbürgermeister von New York die Gruppe der Überlebenden anführt. Die Konflikte enden aber schnell für die Zusammenarbeit, wobei man anmerken muß, daß Poseidon ohne Abspann gerade mal 85 Minuten läuft und daher schnell zur Sache kommt, eigentlich schon eher ungewöhnlich. Gerade große Katastrophenszenarien nehmen sich sonst eigentlich mehr Zeit zur Entwicklung, ob hier die finanziellen Mittel beschränkt waren?
Davon merkt man dem Film jedenfalls nichts an. Kulissen und Effekte sind vom Feinsten, und auch die Schauspieler sind mit Leib und Seele dabei. Das einzige, was ich dem Film vorwerfen kann, ist die Vorhersehbarkeit. Ich meine, wer überleben wird und wer nicht, das ist jedem nach relativ kurzer Zeit klar. Ich will das hier nicht weiter ausführen, aber ich denke, am Ende bleiben da Überraschungen gänzlich aus, aber das ist irgendwie doch bei den meisten Katastrophenfilmen so. Deshalb werte ich das nicht als Minuspunkt und sehe den Film insgesamt als erfolgreich an.
Fazit: Ein Remake als großes Katastropheszenario, das seinen eigenen Weg geht und dabei gut zu unterhalten weiß. Und wer großes Effektkino mag, der ist hier richtig, sofern er eben keine Vorurteile wegen Remakes hat. Dann kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD und Blu-ray erschienen.
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A.I. - Künstliche Intelligenz
Stand: 22.05.2012 15:07:20
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Weitere Kommentare zum Film
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| Berti, 17.02.10 |
| Wow! Mit diesem Review muss ich dir vollkommen recht geben, schließe mich jedem einzelnen Punkt an. Auch ich bin eigentlich vorurteilsfrei, geb jedem Remake eine Chance. Bei diesem hier muss ich sagen dass ich mich dennoch ein klein wenig gesträubt hatte weil mir das Original einfach so dermaßen gut gefällt. Und so dachte ich, dass man so einen fantastischen Film einfach nicht toppen oder zumindest gleich gut machen kann. Doch weit gefehlt! Hier haben wir einen wirklich tollen Hollywood Kracher wenn man auf "Wasser"-und Katastrophen Filme steht. Die Neuverfilmung ist im Prinzip kein Remake sondern mehr ein eigentständiger Film mit neuen Ideen und deshalb war ich dann doch total begeistert. Hat mir überraschender Weise genau so gut gefallen wie das Original. Besonders schlimm war für mich (Wasserphobie) die Szene mit Kurt Russel zum Schluss. Mein Gott, das war wirklich krass. Sehr gut und überzeugend gemacht! Super spannend und dramatisch. Von mir klare 5 Punkte und auch die Bonus DVD mit denvielen Extras ist absolut sehens- und empfehlenswert. |
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