Hellraiser III - Hell on Earth
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Inhalt
Und wieder setzt Teil 3 da an, wo der zweite Teil aufhörte. Nachdem die Cenobiten in Teil 2 der Saga scheiterten, sind sie in der Seelensäule gefangen, die auf einigen Umwegen nach New York in eine Diskothek gelangt. Der Besitzer erweckt Pinhead wieder zum Leben, und dieser will nun, nach Verlust seiner eigenen Dimension, eine neue Hölle auf der Erde errichten. Joey Summerskill, eine junge Reporterin, wird auf die Geschehnisse aufmerksam und versucht das Grauen aufzuhalten. Unerwartete Hilfe findet sie dabei ausgerechnet in Elliot Spencer - der menschlichen Seite von Pinhead. Doch der Dämon schickt bald schon neue Cenobiten in den Kampf ...
Kommentar
Der dritte Teil der Serie - schon hier gingen die Meinungen weit auseinander, wie man an vielen Reviews sehen kann. Letztlich ist es einfach Geschmackssache, doch eines kann man dem Film jedenfalls nicht vorwerfen, dass er das Hellraiser Universum verrät. Im Gegenteil, der Film wahrt die Kontinuität zu den ersten beiden Teilen und setzt da an, wo Teil 2 aufhört, mit der Seelenstatue, die wandert, und in der Pinhead erst einmal gefangen ist. Von den Personen der ersten beiden Teile müssen wir uns zwar verabschieden, aber auch hier wird die Kontinuität hochgehalten, durch Rückblicke bzw. Videoaufnahmen, so dass die Handlung auf dem aufbaut, was bisher war und nahtlos fortgeführt wird. Dazu, wie ich meine, auch logisch. Denn Pinhead hat seine Hölle verloren, und als er ins Leben zurückkehrt, muss er ein neues Reich auf der Erde aufbauen, wozu er natürlich Helfer findet. Daher ist die Handlung für mich eine logische Konsequenz aus dem Ende des letzten Teils, womit ein ganz neues Szenario entworfen wird.
Was die Gewalt im Film betrifft, Splatter und Gore, so legt der Film hier gegenüber dem letzten wieder deutlich zu. Insgesamt kommt er düsterer an als Teil 2, da auch das Fantasy Element wieder gänzlich wegfällt. Deutlich mehr Menschen werden zerrissen, und ganz heftig kommt es dann in der Discoszene, wo die Ketten in der panischen Menge ganze Arbeit leisten. Erstaunlich ist das schon deshalb, weil es keine ungeschnittenen Versionen in Deutsch von Teil 1 und 2 gibt, während dieser Teil schon von mehreren Anbietern ungeschnitten aufgelegt wurde, zwar indiziert, aber voll uncut. Entweder hatte die FSK da einen guten Tag, oder ich verstehe diese ganze Einstuferei beim besten Willen nicht, denn wer sagt, dieser Teil sei harmloser als die ersten zwei, der liegt nach dem, was ich gesehen habe, voll daneben. Tatsächlich finde ich den Gewaltfaktor hier sogar am höchsten.
Der Film passt also voll und ganz auf die bisherige Hellraiser Schiene und legt an Splatter sogar noch zu. Womit ich eher ein Problem habe, ist die Hauptdarstellerin, verkörpert von Terry Farrell, die ich aus sechs Staffeln "Star Trek - Deep Space 9" kenne. Sie in einem Horrorfilm, das ist ein nicht ganz so einfacher Schritt, zumal sie mir nicht wirklich immer sympathisch rüberkommt. Zuerst tut sie alles für eine Story, dann nimmt sie ein Mädchen bei sich auf und freundet sich mit ihr an, eine Bekannte eines Opfers im Film. Man denkt, es ist nur wegen der Story, aber die beiden freunden sich wirklich an und die Frau darf dann bei ihr wohnen. Zusammen wollen sie dem Geheimnis der Seelenstatue auf die Spur kommen, doch ein Missverständnis treibt die junge Frau wieder aus der Wohnung. Und hier hakt es dann, denn Joanne alias Terry Farrell tut nichts, sucht nicht nach der Freundin, überlässt sie ihrem Schicksal und kümmert sich nur um sich selbst und ihre Story. Die Freundin erscheint erst kurz vor Schluss wieder - als Cenobite. Das wirkt irgendwie gekünstelt, und es lässt die Motive von Joanne in nicht gerade gutem Licht erscheinen. Aber ich denke, das wird kaum jemanden stören.
Die Effekte im Film sind auf jeden Fall gut gemacht, und werden gegen Ende richtig bombastisch, als die neuen Cenobiten wirken und die halbe Stadt im Chaos versinkt. Joanne auf der Flucht, aber da weiß man wie schon bei Kirsty in den beiden Teilen zuvor, sie wird nicht sterben. Zumindest in dieser Hinsicht gibt es keine gebrochenen Konventionen, wenn auch in Teil 3 ansonsten ziemlich alles zur Hölle fährt, und das in teils drastischen Effekten.
Clive Barker war hier wieder ausführender Produzent, die Story hat aber ein anderer geschrieben. Auch die weiteren Teile betreute er auf diese Weise, wobei für mich allerdings mit diesem hier Schluss ist. Hellraiser 4 im Weltall, das musste dann wirklich nicht mehr sein, mir genügen drei Teile dieses Universums.
Fazit: Ein weiterer blutiger Film aus dem Hellraiser Szenario, der die Geschichte meiner Meinung nach würdig und nachvollziehbar fortsetzt. Neue Gesichter, viel Splatter und Blut, gute Effekte, was will man mehr? Zwar konnte der Film bei vielen Fans nicht mehr an die Erfolge der ersten beiden Teile anknüpfen, aber ich finde, es ist immer noch ein guter Film für dieses Universum. Mir hat er, bis auf den Terry Farrell Faktor, auf jeden Fall gefallen.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01

Veröffentlichungen
Der Film ist in mehreren Auflagen auf DVD erschienen, u.a. bei Kinowelt Home Entertainment, bei Laser Paradise, und bei '84 Entertainment. Die ungekürzte Fassung ist indiziert.
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Hellbound - Hellraiser II (gekürzte Fassung)
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