Gefrier-Schocker - Die Wächter des Höllenschlunds

Originaltitel: Hammer House of Horror - Guardian of the Abyss
Alternativtitel: Hammer House of Horror - Die Wächter des Höllenschlunds
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien
Erscheinungsjahr:  1980
Regie: Don Sharp

Darsteller

Figur

Ray Lonnen  Michael Roberts
Rosalyn Landor  Allison Lussan
John Carson  Charles Randolph
Barbara Ewing  Laura Stephens
Paul Darrow  Simon Andrews
Caroline Langrishe  Tina
Sophie Thompson  Erstes Mädchen
Sharon Fussey  Zweites Mädchen
Barry McDonald  Auktionator
  
Genre: Hammer-Filme, Okkult, Serien
Sequels: Gefrier-Schocker - Die Hexe von Woodstock-Farm (1980)
Gefrier-Schocker - Kinder des Vollmonds (1980)
Gefrier-Schocker - Die Wächter des Höllenschlunds (1980)
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Inhalt

Charles Randolph, Hohepriester einer Satanistensekte, wagt sich an ein Ritual, an dem sich schon weiland Aleister Crowley die Zähne ausgebissen hat - er will den Dämon Choronzon, den Wächter des Abyss (mit "Höllenschlund" nur unzureichend übersetzt - eher ist es ein Zustand des Übergangs, eine Art Spalte zwischen verschiedenen Realitäten) heraufbeschwören. Dazu benötigt er ein Opfer (das sich freiwillig und voll Ungeduld hingeben soll und noch dazu zur Zeit der Sonnenwende geboren sein muß) und ein magisches Artefakt, einen silbernen Spiegel.
Genau dieser Spiegel fällt bei einer Auktion dem Antiquar Michael in die Hände - und kurz darauf läuft ihm auch noch eine junge Frau vors Auto. Auf der Flucht vor den Satanisten, die sie zum nächsten "freiwilligen" Opfer auserkoren haben, bittet Allison Michael um Hilfe. Der nimmt sie bei sich auf, verliebt sich ziemlich schnell in sie - und wird daraufhin in einen Strudel von Magie, Voodoo und Horror hineingezogen. Umso mehr, als er noch immer den Spiegel besitzt - und, wie sich herausstellt, selber auch zur Sonnenwende geboren wurde...

Kommentar

Inhaltlich bietet der Film nicht allzuviel Neues. Eigentlich handelt es sich um eine Art vereinfachtes Remake von Hammers grandiosem Okkultstreifen Die Braut des Teufels. Die Handlung dümpelt eher gemächlich vor sich hin, echte Spannung kommt nur selten auf. Irgendwie hätte man von Regisseur Don Sharp (Regisseur von "Der Kuß des Vampirs", nach Meinung vieler Hammers bester Vampirfilm überhaupt, oder von Rasputin - Der wahnsinnige Mönch) Originelleres erwartet...
Positiv ist auf jeden Fall die Atmosphäre zu vermelden. Dadurch, daß viele Szenen entweder in Antiquariaten, in mit Altertümern vollgestopften Wohnungen oder in satanistischen Kultstätten spielen, kommt doch einiges mehr an "klassischem" Hammer-Feeling auf, als bei den meisten anderen Beiträgen der Serie. Die solide Kameraführung (Norman Warwick - Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes) und die zum Teil exzellente Musik, besonders die rituellen Choräle (John McCabe), tragen ihren Teil dazu bei.
Teufelsrituale im Film neigen immer ein wenig zur Lächerlichkeit, auch Hammer macht da meist keine Ausnahme - hier hat man sich allerdings überraschend stilvoll und überzeugend aus der Affäre gezogen, zumindest rudimentär versucht man sich auch an die Fakten zu halten. Hammer-Veteran John Carson (der Herr der Zombies in Nächte des Grauens, Vampirjäger in Captain Kronos - Vampirjäger) spielt praktisch die Charles-Gray-Rolle aus "Die Braut des Teufels" - er hat zwar recht wenig Entfaltungsmöglichkeiten, da er fast nur bei Ritualen zu sehen ist, denen verleiht er allerdings eine gewisse Ernsthaftigkeit, und auch die Hypnose-Szene ("Wein, Brot und Salz") hat schon was. Komplettiert wird das Ensemble durch Rosalyn Landor ("Die Braut des Teufels"), eine ungewöhnliche Schönheit, und durch Barbara Ewing ("Draculas Rückkehr").
"Die Wächter des Höllenschlunds" (nebenbei gibt es nur einen Wächter, nämlich Choronzon, und nicht mehrere, wie der deutsche Titel suggeriert) ist zwar nicht der große Reißer, bietet für Hammer-Fans aber jedenfalls angenehme Unterhaltung - und ist zumindest auch nicht schlechter als Die Braut des Satans, Hammers letztem Kinofilm, einem teilweise etwas verunglückten Versuch, das eigene Image in die Moderne zu transferieren und auf den (durch den Erfolg von "Exorzist" und "Omen" ausgelösten) gerade aktuellen Okkult-Zug aufzuspringen.

Filmreview von: Seward / Alle Reviews von Seward

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Die gesamte Serie (13 Folgen) ist unter dem Originaltitel "Hammer House of Horror" bei Koch Media auf DVD erschienen.

Filmbewertung

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