Oben

Originaltitel: Up
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2009
Regie: Pete Docter
Bob Peterson

Darsteller

Figur

Edward Asner/Fred Maire  Carl Fredricksen
Jordan Nagai/Maximilian Belle  Russell
Christopher Plummer/Karlheinz Böhm  Charles Muntz
Bob Peterson/Dirk Bach  Dug
Elizabeth Docter/Isabelle Rauscher  Ellie
Bob Peterson/Claus-Peter Damitz  Alpha
Jerome Ranft/Pierre Peters-Arnolds  Gamma
David Kaye/Kai Taschner  Nachrichtensprecher
  
Genre: Komödie, Fantasy
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Inhalt

Carl Fredricksen ist ein achtundsiebzigjähriger quadratschädeliger Grantler, dem allerdings das Leben in der letzten Zeit nicht eben freundlich mitspielte. Zunächst verstarb seine geliebte Frau Ellie, mit der er seit Kindheitstagen das Leben und die Begeisterung für Träume von einem abenteuerlichen Leben in Südamerika teilte. Doch das Schicksal hatte dem Paar weder Kinder noch die Erfüllung der lebenslangen Utopie gewährt, so dass Carl nun allein in seinem windschiefen Haus sitzt und mit ansehen muss, wie der Zahn der Zeit und gewissenlose Spekulanten seine alte Nachbarschaft in ein unpersönliches Hochhausghetto verwandeln. Allein Carl weigert sich sein Hab und Gut zu verlassen und in ein Altersrefugium umzusiedeln. Als er im Streit durch einen unglücklichen Zufall einen Bauarbeiter verletzt, soll er per Gerichtsbeschluss endlich ins Pflegeheim abgeschoben werden. Doch der denkt gar nicht daran sich dem Diktat zu beugen und entfleucht kurzerhand dem Zugriff durch die Obrigkeit samt seinem Heim, das Dank einer grotesken Unsumme von Gasballons vor den Augen jener, denen er im Weg war, in den Himmel steigt – mit Kurs auf die „Paradise Falls“ im fernen Südamerika, dem alten Traumziel!

Blöderweise hat Carl aber einen unfreiwilligen Mitreisenden an Bord, den übergewichtigen, dauerquasselnden Pfadfinder Russel, der Dank seiner die Medaille für die gute Tat an einem Senioren zu erhaschen gedachte. Der alte Mann ist freilich wenig begeistert von der Aussicht, sein großes (letztes?) Abenteuer an der Seite eines nervigen Knirpses zu erleben und beschließt kurzerhand den Abbruch der aberwitzigen Expedition, doch da kommt der ungleichen Crew ein Sturm in die Quere und verschlägt sie… nach Südamerika! Doch dort erst mal angekommen erweist es sich als reichlich schwierig, endlich die geliebten Wasserfälle zu erreichen, denn nach allerlei bizarren Begegnungen mit einem höchst ungewöhnlichen Riesenvogel und einer Meute sprechender Hunde treffen Carl und Russel schließlich auf eine äußerst diesseitige Gestalt: den von Carl in seiner Jugend verehrten Abenteurer Charles Muntz, der einst seinen zwielichtigen Ruf als Scharlatan reinzuwaschen zu einer Expedition nach Amazonien aufbrach und nie wiederkehrte, und der nun als äußerst rüstiger Greis noch immer in seinem legendären Luftschiff dort im Urwald lebt. Er gebietet auch den sprechenden Hunden, die ihre Gedanken mittels eines von Muntz entwickelten Spezialhalsbands artikulieren können. Zunächst ist Carl schwer beeindruckt davon, den Helden seiner Jugend von Angesucht zu Angesicht zu schauen, doch schon bald stellt sich heraus, dass die Jahrzehnte der Isolation den Abenteurer haben hartherzig und gewissenlos werden lassen, geht es ihm doch einzig darum, den Riesenvogel, mit dem sich Carl und Russel inzwischen angefreundet haben und den sie Kevin tauften, zu fangen und somit seinen Ruf wiederherzustellen! Das können der alte Querkopf und der junge Boyscout aber nicht zulassen, denn Kevin hat ein ganzes Gelege von Jungtieren zu versorgen. Doch bevor sie sich versehen sind sie Gefangene Muntz’ und seiner plappernden Kläffer und befinden sich wieder „oben“, über den Wolken… Was tun?

Kommentar

Jawohl, werte Schwestern und Brüder, ihr habet richtig gelesen, eine Besprechung zu einer Disney/Pixar Produktion ausgerechnet auf diesen Seiten, dazu noch formuliert von dem, den sie Wollo nennen, und der, wie diejenigen, die ihn kennen, wissen werden, stets in Zusammenhang mit dem Disney-Konzern im Allgemeinen und seiner Trickfilmschmiede im Besonderen Formulierungen wie „zutiefst zu verachtender Blockbuster Kulturimperialismus“ ins Feld führte, manchmal gar „vom alles vereinnahmenden Feind der Filmkunst“ schwafelte. Wie nur kann das plötzlich zusammengehen? Schwachsinnig geworden? Gaga? Altersmilde?
Mitnichten, dafür aber einsichtig! Der Rezensent gibt gern zu, den sich in den 1990’ern allmählich vollzogenen Wandel in der Firmenphilosophie mehr oder weniger komplett verpennt zu haben, ihn gar mit äußerstem Desinteresse ignoriert zu haben. Zwar fand er interessant, was mit Filmen wie „Toy Story“, „Findet Nemo“ oder „Ratatouille“ technisch bewerkstelligt wurde und staunte immer wieder, um wie viel besser mit jeder neuen Produktion die Animationen gerieten, doch wirklich angesehen hat er sich die Filme nicht, oder besser gesagt – wie erwähnt – er ignorierte sie einfach mit einer gewissen Sturheit und redete sich ein, er sei ja im Recht damit. Dabei übersah er allerdings vollkommen, dass Pixar, jene einzigartige Kreativschmiede, die dereinst (so um 1980) im Umfeld von George Lucas Filmimperium gegründet worden war und später vom Apple Mogul Steve Jobs aufgekauft wurde, einen gänzlich anderen Ansatz verfolgte als die erzkonservativen Heile Welt Vormacher bei Disney, die sich Pixar inzwischen freilich einverleibt haben. Zugegeben, handwerklich war den Micky Mäusen nie etwas vorzuwerfen, die Filme – und hier ist die Rede von denen, die noch als Zeichentrickfilme durchgingen - waren stets prall und opulent, teils von liebevoller Detailversessenheit geprägt und boten sogar mitunter Momente grandioser Komik, wäre da nur nicht immer dieser reaktionäre Ansatz vermeintlich amerikanischer Werte gewesen, dieses verlogene Hochhalten von Traditionen, von einem „Way of Life“, der auf den Eckpfeilern der ureigenen Vorstellung von bürgerlichen und familiären Idealismen beruhte, der Geborgenheit durch eine funktionierende Schutzmacht, die ihre Helden stets lehrte das Richtige zu tun und Verantwortung für die heile Gemeinschaft zu übernehmen ohne jemals die Spielregeln dieses Systems infrage zu stellen; Hiroshima, Korea, Vietnam, Irak und Guantamo zum Trotz; Glory Glory Hallelujah!

Die Typen von Pixar indes hatten einen ganz anderen Ansatz! Hier war eine neue Generation von Künstlern am Start, die mit einem ganz anderen Medium unter völlig anderen Vorzeichen aufgewachsen waren: junge Menschen, die sich darauf verstanden kybernetische Welten zu erschaffen und Netzwerke von Gleichgesinnten aufzubauen, in denen sie sich ungestört austauschen konnten; Menschen, die die Freiheit dieser neuen Medien propagierten und somit auch die Freiheit des Individuums. Und deren Botschaft? Sieh, hier herrscht das Chaos, doch dem entsteigt das Individuum, Ergo Ich bzw. Über-Ich! Dies ist natürlich genau so stark vereinfacht auf den Punkt gebracht wie die Kritik an der Disney Meinungspolitik, die ja so ausgeprägt wie eben hier formuliert schon einige Jahre lang nicht mehr existiert (wie ich inzwischen bei einiger Beschäftigung mit der Materie gelernt habe), dennoch kann der Rezensent nicht verhehlen, dass ihm diese anarchische Pixar-Philosophie (so man sie überhaupt so nennen darf) um ein vielfaches sympathischer ist.

Darauf gekommen bin ich ehrlich gesagt erst vor gar nicht allzu langer Zeit. Da habe ich mir nämlich gemeinsam mit meinem siebenjährigen Sohn „Wall-E“ im Kino angeschaut, und zwar ohne großartig etwas über den Film zu wissen und erst recht ohne irgendwelche Erwartungen auf ein besonderes Kinoerlebnis. Aber da hatte ich mich gewaltig getäuscht, denn der Film hat mich regelrecht umgeblasen und war tatsächlich einer der besten der Kinosaison 08/09!!! Eine klapprige Maschine, die im Laufe der Jahrhunderte Emotionen gelernt hat und noch immer auf einer völlig zugemüllten und gänzlich entvölkerten Erde aufräumt rettet am Ende eine Menschheit, die adipös und gleichgeschaltet auf einer Art intergalaktischem Kreuzfahrtschiff vor sich hin dümpelt und bringt sie dazu, einen Neustart der Zivilisation hinzulegen indem sie sich gegen die bestehenden Verhältnisse auflehnt. Das war reinste Sozialkritik, die aber am Ende den Sieg des freiheitlichen Gedankenguts feierte, und zwar dergestalt formuliert, dass sowohl Kinder wie auch Erwachsene den Film gut finden und sogar nachvollziehen konnten. Und genau hier liegt die Stärke der Produktionen, an denen die Pixar Menschen beteiligt sind!
Gut, man darf sich nun nicht der Illusion hingeben, plötzlich sei bei Disney alles eitel Sonnenschein! Sicher hat man die Zeichen der Zeit erkannt, sprich, den Markt, den Filme dieser Art bieten. So gesehen hat letztlich doch nur wieder der schnöde alte Geist Mammon obsiegt! Dennoch dürfen wir, die Zuschauer uns darüber freuen, wenn uns so ein Film einen klugen und auch noch witzigen Spiegel vorhält!

Abermals zugegeben, das war jetzt wirklich eine verflucht lange Einleitung, und noch immer habe ich kein einziges Wort über „Oben“ verloren und das Warum dieser Film hier unbedingt seine Erwähnung finden muss. Das will ich dann nun gern erstmal in einem Satz umreißen: Weil dieser Film a) aufgrund seiner Machart, nämlich der eines phantastischen Animationsfilms, schon mal per se des großen Kosmos der Kinophantastik zugerechnet werden muss, b) ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, eines weitaus würdigeren Nachfolgers der legendären „Indiana Jones“ Trilogie ansichtig geworden zu sein als es der Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels jemals hätte sein können, nämlich eines Films, in welchem der geriatrische Held, in diesem Fall auch gern der Antiheld um die Postmoderne zu bemühen, schon weitab seiner „besten“ Jahre über sich hinaus wächst um für „das Gute“ einzustehen und hierbei selbst als animierte Figur weitaus menschlicher agiert als ein gealterter Harrison Ford, dem man den Supermann nicht mehr so recht abkaufen mag, und c) ein Film, in welchem wir gigantische Luftschiffe sehen und Schlachten über den Wolken, sprechende Hunde und mehr oder weniger urzeitliche Vögel, bestimmt aber an Ballons fliegende Häuser in jedem Fall als Fantasy-Film bezeichnen müssen!

Und da haben wir jetzt noch gar nicht davon gesprochen, was diesen Film denn sonst noch so verflucht brillant, jawohl, brillant macht!
Zunächst wären da die ersten Minuten dieses Streifens, die ihn zum rührendsten machen, was das Kino der letzten Jahre überhaupt zu bieten hatte. Wir sehen Carl als schüchternes Kind, der Charles Muntz, den legendären Abenteurer, idealisiert. Dieser wird aufgrund einer nicht belegbaren Entdeckung zum Schaumschläger erklärt, so bricht der auf um seine Theorien zu untermauern und seinen Ruf zu retten, was dem jungen Carl ungemein imponiert. Er trifft die wilde Ellie, die die gleichen Träume hegt wie er. Aus den Kinderfreunden wird ein Liebespaar und schließlich legitimieren sie ihre Beziehung. Kinder bleiben ihnen unvergönnt, doch stets ist da die Spardose, die den beiden ihr Abenteuer bei den „Paradise Falls“ (und nicht das irgendwem die doppelte Bedeutung dieses Namens entgeht) sichern soll, und die doch immer wieder für die Belange des Alltags angegraben werden muss. Am Ende reicht es nie dafür und Ellie stirbt. Zurück bleibt ein vereinsamter Carl Fredericksen, der ebenso ein Anachronismus ist wie Clint Eastwood in seinem überaus gelungenen Spätwerk „Gran Tourino“. Glücklicherweise geht es für Carl nicht so finster aus wie für Walt Kowalsky, aber darum geht es hier nicht. In diesen ersten Minuten dieses Films zücken die Erwachsene ihre Taschentücher weil sie so gerührt sind, und diese Stimmung vermittelt dieser Film gekonnt wie kaum ein zweiter, was alle Bedenken von sich wirft, ob denn ein animierter Film jemals so zu Herzen gehen könne wie ein Film mit „echten“ Darstellern. Und wie er das kann!

In manch einer Kritik zu diesem Film war zu lesen, am Ende hätte doch wieder die kitschige Disney Philosophie die Oberhand gewonnen, wenn nämlich Carl beginnt Zuneigung zu Russel und Kevin zu empfinden und am Ende wieder zum Gutmenschen, zum geläuterten Retter traditioneller Werte wird, wenn auch schon im „knackigen“ Alter (grandiose Szene beim Showdown zwischen Carl und Muntz, wenn die Bandscheiben ihren Tribut fordern), aber das sieht der Rezensent nicht unbedingt so. Hier soll nicht zu viel verraten werden, nur so viel, dass am Ende nicht gerade familiäre Eintracht herrscht und der greise Carl Fredericksen erkennen wird, dass es auch nach einem mehr oder weniger erfüllten Leben noch immer Dinge zu erleben gibt, die dem Großenganzen einen neuen Sinn geben können, selbst mit Zustimmung desjenigen, mit dem man sein ganzes Leben vollbracht hat! Finde dein eigenes Abenteuer, Mensch, und heul nicht über vergossene Milch!

Fazit: „Oben“ ist ein überaus ungewöhnlicher Disney Film in einer bislang kurzen Tradition, die mehr als erfreulich ist und innerhalb dieses Rahmens sogar der beste Streifen, den der Rezensent jemals gesehen hat. Vielschichtiger, menschlicher, anrührender, aber auch phantastischer kam bislang noch kein Animationsfilm daher. Und Paare, die kinderlos bleiben müssen, verbitterte Rentner, die freundlichen Bauarbeitern blutige Wunden beibringen und Absurditäten, die sowohl an die Monty Pythons erinnern wie auch an den Miyazaki Anime Klassiker „Das Schloss im Himmel“ oder sogar Herzogs „Fitzcarraldo“, das hat man wirklich noch nicht gesehen. „Oben“ hat mehr Tiefgang als die meisten Realfilme, unterhält dabei hervorragend groß und klein ohne seinem Publikum kitschige reaktionäre Messages zuzmuten und erzählt auch noch mit Augenzwinkern eine phantastische Geschichte, die durchaus spannend daher kommt und hervorragende Bilder bietet, auch ohne 3D Gedöhns!
Das, was der Film will, bringt er hervorragend rüber, und dafür bekommt er von mir in Anerkennung all dessen, was ich hier beschrieben habe, die Höchstwertung. Weiter so, Pixar!

Filmreview von: Wollo / Alle Reviews von Wollo

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

DVD und Blu-ray sind bei Walt Disney Home Entertainment zu haben.

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Weitere Kommentare zum Film

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Zoltan, 03.02.10
Hab gerade gelesen, dass "Oben" von der Academy Award Jury für 5 Oscars nominiert wurde. Nach "Die Schöne und das Biest" ist es der zweite Animationsfilm überhaupt, der als "Bester Film" nominiert wurde. Die anderen Kategorien sind "Bester Animationsfilm", "Bestes Original Drehbuch", "Beste Filmmusik" und "Bester Tonschnitt", ich kann mir gut vorstellen, dass er den einen oder anderen Oscar einstreichen wird.
 
Staudenmaier007, 01.04.10
Der Film ist allerhöchstens Mittelmaß - auch wenn einige der Szenen sehl liebevoll umgesetztt wurden und der Charakter Carl Fredricksen mit all seinen Ecken und Kanten ein bischen mehr Tiefe hat als man üblicherweise von solchen Animationsfilmen erwarten darf. Ansonsten gibt es kaum Überraschungen - was dem Ganzen etwas die Spannung nimmt - wer 1 + 2 zusammenzählen kann weiß was als nächstes passiert und wie die Geschichte ausggehen wird. 3/5 Sterne
 
Wollo, 02.04.10
Jedem seine Meinung, dennoch sehe ich mich hier noch einmal gezwungen, dazu etwas zu schreiben, denn mitnichten ist die Handlung total vorhersehbar, denn wer wäre schon ohne den Trailer und die Vorberichterstattung auf die Idee gekommen, dass Carl sein Haus mit einer grotesken Anzahl von Luftballons davon schweben lassen würde? Zudem, wer hätte die anrührende Dramatik in den ersten 30 Minuten in einem Disney Film erwartet? Eine lebenslange Liebe, die so traurig zu Ende geht? Ein Paar, das kinderlos bleiben muss? Ein lebenslanger Wunsch, der gemeinsam nie in Erfüllung ging? Da kann man selbst als Mathegenie nicht drauf kommen, oder? Und hätte man nicht beinahe sogar am Ende fast den Tod Fredricksens erwartet? Hätte ja durchaus zu der nicht unbedingt immer hoffnungsfrohen Geschichte gepasst, dennoch ging es schließlich versöhnlich aus, auf eine Art allerdings, die ich so nicht erwartet hätte, und damit meine ich jetzt gar nicht, dass der Greis und der Knirps Freunde werden, denn das war ja dann schon irgendwie klar, aber das Abschließen können mit dem gelebten Leben, das Bereitsein, ja das Annehmen von neuerlichen Abenteuern und Herausforderungen, das hat in der Konsequenz überrascht. Und da, wo es um solche Elemente geht, da tut Pixar Disney ungemein gut. Letztlich bleibt es zwar sowas wie ein Familienfilm, aber nicht mehr einer der scheinheiligen Sorte, die man bei den Micky Mäusen so lange fabriziert hat. Gründe genug dafür, weswegen der Film das Mittelmaß weit überragt! Wir haben den Film zu dritt gesehen, zwei Erwachsene, die Filme an und für sich durchaus kritisch schauen (sag ich jetzt mal so), und ein Siebenjähriger, und wir waren alle drei begeistert und konnten uns darauf einigen, einen Film gesehen zu haben, der jedem von uns ein tolles Kinoerlebnis beschert hatte. Ich bleibe bei meiner Höchstwertung!!!
 
Staudenmaier007, 04.08.10
Kein Gund gleich in die Luft zu gehn *lol* nun aber mal ehrlich - ein alter Kautz - ein kleiner fetter Junge dessen Vater keine Zeit für ihn hat und ein karrierebessesener Wissenschaftler.........hatten wir das nicht schon mal.........irgendwo ?
 
Gruselmonster, 13.09.11
Ich gestehe, ich mag Kinder-Animationsfilme (und erst recht alte Disney-Zeichentrick-Filme) sehr gerne. Oben hingegen hatte mich nicht sonderlich gereizt, weil mir die Story eigentlich nicht so sehr zusagte. Bis er dann auf DVD erschienen war und ich ihn doch ausgeliehen habe, und ich muss sagen, ich war begeistert! Allein die Intro, die nur mit musikalischer Untermalung Carls komplettes Leben vorbei ziehen lässt, hat mich trotz oder gerade wegen des unübersehbaren Augenzwinkerns wirklich zutiefst berührt. Der Bilderbuch-Senior - die Senioren mögen mir verzeihen, es ist nicht böse gemeint! - ist absolut auf den Punkt getroffen, vom Lifta Treppenlift bis zu den auf Achselhöhlenhöhe sitzenden Renterhosen. Gleichzeitig habe ich schon lange nicht mehr derartig gelacht über einen Film! Auch das Ende von Carls und Ellis Liebesgeschichte fand ich absolut zauberhaft. Insgesamt ein unheimlich liebenswerter, lustiger und rührender Film, der mich wirklich durchweg positiv überrascht hat und den ich wärmstens empfehlen kann!
 
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