Der dunkle Kristall
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Inhalt
Eine andere Welt, eine andere Zeit. Eine Welt, die sich einige fremde Rassen teilen, und die nach einem großen Konflikt in Unordnung geraten ist. Die bösen Skekse streben nach der ewigen Herrschaft, und nur ein Auserwählter, Jen, aus der Rasse der Gelflinge, kann dieses Schicksal noch abwenden. So macht er sich auf eine lange, gefährliche Reise, um eine uralte Prophezeiung zu erfüllen...
Kommentar
Fantasy Filme gibt es inzwischen wirklich schon unüberschaubar viele. Doch solche, die sich tatsächlich an ein so völlig anders gelagertes Konzept wagen eher nicht. Ein Konzept, in dem nicht nur alles Menschliche komplett fehlt, sondern das auch noch allein von Puppen und Masken getragen wird. Doch Jim Henson, der Meister der Puppen und Muppets, hatte einmal diese Idee und machte sich 1982 an die Verwirklichung seines Traumes, wobei am Ende dieser Film dabei heraussprang. Eine Welt mit vielen fremden Rassen, doch gänzlich ohne uns Menschen.
Der Film kam Anfang 1983 bei uns in die Kinos. Ich erinnere mich noch daran, damals, in meiner Jugendzeit, als ich davon erfuhr und mir noch dachte, wie sollen Fantasy und Puppen funktionieren? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Film das gut umsetzen konnte, doch je mehr ich darüber las, desto neugieriger wurde ich. Und so ging ich schließlich ins Kino - und wurde mehr als überrascht. Der Film funktionierte sogar wunderbar, auch wenn man die Puppen natürlich als solche erkannte. Dennoch war es ein faszinierendes Erlebnis für mich, allein durch die vielen Details, die ganze Handarbeit an den Puppen und fantasievollen Landschaften, die eine mehr als stimmige, atmosphärisch dichte Welt erschufen, bei der ich immer wieder ins Staunen kam, was hier alles geboten wurde.
Der Film spielte sich gleich in mein Herz und gehört bis heute zu den Filmen, die sich darin eingebrannt haben, und die ich ohne Langeweile immer wieder anschauen kann. Natürlich scheiden sich hieran die Geister, da nicht jeder Puppen etwas abgewinnen kann. Aber jene, die offen dafür sind, werden den Film gewiss lieben, für seine Vielfalt und Schönheit, und für das Erstaunen, wie man Puppen tatsächlich auf solche Weise zum Leben erwecken kann. Dabei wurden traditionelle Handpuppen, Marionetten, riesige Ganzkörperkostüme und mechanische Konstruktionen verwendet und zu jeder Zeit passend in den Film eingebunden.
Mit ein Reiz dieses Filmes löst gerade die Tatsache aus, dass die Welt völlig fremdartig ist, und auf Menschen einmal komplett verzichtet wurde. Dabei stehen Kontraste im Vordergrund, wie die Rassen der bösen, unheimlichen Skekse und die sanften, mystischen Urus. Oder auch die Landschaften, mit seinen seltsamen Tier- und Pflanzenarten, wo letztere sich auch bewegen und laufen können. Besonders bei den Landschaften sieht man die unglaubliche Handarbeit, den Aufwand an diesem Film, als man von digitalen Tricks noch geträumt hat. Und das Ergebnis ist für mich einfach umwerfend, Bilder, die man nicht so schnell wieder vergisst. Neben den aufwendigen Landschaften beeindruckte mich am meisten das riesige Planetarium, vor allem in voller Bewegung.
Von den Rassen her liebte ich die Gelflinge am meisten, insbesondere die hübsche Kira, deren Schicksal mich am Ende damals, als ich erstmals im Kino saß, tatsächlich mitgenommen hat. Denn der Film drückt auch auf die Gefühle, mir zumindest erging es so, und das schaffen nicht so viele Filme.
Jim Henson hat übrigens noch einen zweiten Film ähnlicher Art erstellt, vier Jahre später, mit dem Titel Die Reise ins Labyrinth. Auch wieder mit vielen, fantasievollen Puppen, dieses mal jedoch auch mit echten Menschen. Und auch dieser Film war wiederum sehr erfolgreich. Er ging bei Preisverleihungen jedoch leer aus, während "Der dunkle Kristall" zumindest zwei Preise als bester Fantasy Film gewinnen konnte.
Fazit: Ein wunderbarer Film, Fantasy pur ohne Menschen, nur mit Puppen, der zum träumen einlädt. Für mich ein Meisterwerk zum immer wieder anschauen und genießen, den ich nur empfehlen kann, sofern man denn für Puppen offen ist. Dann erwartet einen jedoch ein perfektes Fantasy Erlebnis der außergewöhnlichen Art.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Columbia TriStar Home Entertainment und bei Sony Pictures Home Entertainment in verschiedenen Ausführungen auf VHS, DVD und Blu-ray erschienen.
Filmbewertung
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Die Reise ins Labyrinth (Anniversary Edition, 2 DVDs)
Stand: 30.07.2010 13:04:41
Jim Henson's The Storyteller - The Complete Collection
Stand: 30.07.2010 13:12:40
Delicatessen - Arthaus Collection
Stand: 30.07.2010 13:05:32
Der dunkle Kristall (Special Edition)
Stand: 30.07.2010 13:10:04
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Die Reise ins Labyrinth ( USA, 1986) ![]() OT: Labyrinth, Regie: Jim Henson Mit: David Bowie, Jennifer Connelly, Toby Froud, Shelley Thompson, ... |
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