Der jüngste Tag
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Inhalt
Ein unglaubliches Katastrophenszenario tritt ein, als entdeckt wird, dass ein riesiger Asteroid auf die Erde zurast. Eine Kollision scheint unvermeidlich, aber die Regierungen der Welt ignorieren die Warnungen der Wissenschaft. Durch eine Privatinitiative wird eine Rettungsmission in die Wege geleitet, um wenigstens einige wenige Menschen vor dem drohenden Weltuntergang zu retten. Man will versuchen einen anderen Planeten mit einem Raumschiff zu erreichen. Als die Auswirkungen der nahendem Katastrophe spürbar werden, bricht Panik aus. Wird es den wenigen auserwählten Menschen gelingen, dem Inferno zu entkommen?
Kommentar
Die Welle der großen Katastrophenfilme begann Anfang der 70er Jahre mit dem Film "Airport". Danach folgten Kracher wie "Flammendes Inferno" oder "Poseidon Inferno". Doch auch davor gab es schon große Katastrophenszenarien, wie in diesem Film, einem genialen Klassiker, der dazu noch einen ungewöhnlichen Weg einschlägt. Daher will ich einen näheren Blick auf den Film werfen.Wenn man "Der jüngste Tag" mit modernen Katastrophenfilmen wie "Armageddon" oder "Deep Impact" vergleicht, die beide das gleiche Bedrohungsszenario entwerfen, dann kann der Klassiker mit den Effekten natürlich nicht mithalten. Obwohl der Film seine Sache auch da erstaunlich gut macht - im Hinblick auf die Zeit, da er gedreht wurde. Von "billig" kann hier keine Rede sein, auch wenn Effekte wie in unseren Tagen natürlich noch nicht möglich waren. Ebenso ist vieles einfach naiv und unrealistisch entworfen, was dem Spaß aber keinerlei Abbruch tut.
Was den Film aber von seinen modernen Nachfolgern unterscheidet, ist der Weg, den er geht. Denn während in den modernen Versionen versucht wird die Gefahr mit futuristischen Mitteln zu bannen, konzentriert man im Klassiker alle Kräfte darauf, eine Fluchtmöglichkeit zu haben. Man versucht, wenigstens ein paar Menschen zu retten, während die Auswirkungen, ebenso wie das menschliche Verhalten auf die Katastrophe, viel deutlicher zum tragen kommen.
In den modernen Filmen steht das Heldentum im Mittelpunkt, wie einige wenige die Menschheit vor dem Untergang retten. Im Klassiker geht die Welt tatsächlich unter und niemand kann das verhindern. Die menschlichen Schicksale im Mittelpunkt - schon deshalb sagt mir der Klassiker viel mehr zu als die modernen Filme, und weil er das Szenario tatsächlich zu Ende führt. Das ist ebenso konsequent wie ungewöhnlich, vor allem, da doch viele Menschen eher zum großen Happy End neigen. Aber hier gibt es nur ein kleines, im Anblick dessen, was passiert.
Anmerken möchte ich noch, dass der Film 1951 einen Oscar für seine Spezialeffekte gewann, die damals als bahnbrechend galten für realistische Katastrophenszenarien. Doch erst in den 70er Jahren begann dann, wie gesagt, der eigentliche Boom dieses Genres.
Fazit: Ein für sein Alter - noch vor der Zeit von Cinemascope - absolut toller Film mit guten Effekten und einer ungewöhnlich konsequenten Story, den man einfach gesehen haben muss, wenn man solche Filme liebt. Ich kann ihn nur uneingeschränkt weiterempfehlen.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in Deutschland von Paramount Home Entertainment auf DVD und VHS erschienen. Auf Super 8 wurde er von Marketing Film als traumhafte Polyesterkopie mit 3 mal 110 m veröffentlicht.
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