Das siebente Opfer
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Inhalt
Lord Mant, ein ehemaliger Richter sowie schwerreicher Schloss und Rennstallbesitzer, wird ermordet im Stall aufgefunden, kurz vor dem berühmten Londoner Derby bei dem er seinen bisher ungeschlagenen Hengst "Satan" ins Rennen schicken wollte. Da aber überraschender Weise sein kurz vorher neu aufgesetztes Testament plötzlich verschwunden ist, werden nun alle Familienmitglieder der Adelsfamilie von Scotland Yard verdächtigt.
Doch bei dem Unglück bleibt es nicht, da noch mehrere Morde folgen und auch das hoch versicherte Champion Pferd plötzlich kränkelt. Da alles stark nach Sabotage riecht, quartiert sich der Versicherungsdetektiv Peter Brooks, harmlos getarnt, mit seiner Assistentin im Schloss ein um dort ein bisschen rum zu schnüffeln. Jeder ist verdächtig und jeder könnte entweder der Mörder oder auch das nächste Opfer sein.
Als am Tag des großen Rennens plötzlich kein Jockey auf zu treiben ist, beschließt die Nichte des Lords selbst das Pferd zu reiten weil unglaubliche Wettquoten auf den Favoriten gesetzt wurden. Währenddessen stellt sich heraus wer wirklich hinter den ganzen Todesfällen steckt und welche Motive dieser Jemand hatte um die ganze Lordschaft aus dem Weg zu räumen, bzw. ihr so dermaßen zu schaden…
Kommentar
Dieser nette aber eher unbekannte Schwarz/weiß Kriminalfilm des österreichischen Regisseurs Franz Josef Gottlieb (Zärtliche Chaoten, Die Gruft mit dem Rätselschloss, Lady Dracula) ist einer seiner drei Edgar Wallace Verfilmungen die er im großen Stil von Alfred Vohrer (Die toten Augen von London, Das Gasthaus an der Themse) oder Harald Reinl (Der Fälscher von London, Der Würger von Schloss Blackmoor) kopiert hatte, nicht aber deren Größe erreichte.
Wie vom britischen Schriftsteller Wallace gewohnt, gibt’s auch hier ein Wirr-Warr von Todesfällen mit vielen undurchsichtigen Verdächtigen wie Butler oder Tierarzt, vom werten Adelssohn zum ehrenwerten Herrn Pfarrer. Außerdem gibt’s einen strengen, nicht grad beliebten Inspektor, einen skrupellosen Gangster und eine hochnäsige Adelsfamilie in der ein Erbstreit tobt.
Alle Schauspieler bieten eine glaubwürdige Darstellung und lockern das Ganze mit ein paar humorvollen Sprüchen auf. Einzig der ständig dümmlich grinsende Hansjörg Felmy als getarnter Ermittler hat mir nicht so besonders gefallen. Dafür fand ich Trude Herr charmant wie immer.
Die Hintergrundmusik mit den Trommeln passt sehr gut, und das Finale ist das Interessanteste am ganzen Film weil hier endlich mal Schwung in das Ganze kommt, mal von der Aufdeckung der Identität des Mörders abgesehen und der total extremen Schlusspointe. In den letzten 2 Minuten nämlich gibt’s das Titelgebende 7. Opfer und dieser Todesfall kommt so unerwartet dass man ungläubig die Augen aufreißt und fassungslos den Kopf schüttelt weil man nicht weiß ob man jetzt lachen oder entsetzt sein soll.
Zum Schmunzeln ist außerdem die Szene kurz vorm Schluss als Peter Vogel (Wenn die Conny mit dem Peter), hochgehobenen Hauptes mit dem Mörder per Handschellen dahin schreitet und passender Weise die Hochzeitsmelodie dabei ertönt.
Was mich bei dem ganzen Film etwas gestört hat waren die unblutigen, wenig spektakulären und fast langweiligen Morde, obwohl die Leute hier sterben wie am laufenden Band. Außerdem die ständig eingeblendeten Schuhe und die ganze Story selbst, die Hauptsächlich vom dem Rennpferd wessen Namen man ständig hört, und dem bevorstehenden Derby handelt. Da ich Pferderennen hasse und auch so mit Pferden nicht viel anfangen kann, fand ich das Ganze deshalb ziemlich langweilig, was aber nur meine eigene persönliche Empfindung ist.
Allen anderen kann ich diesen Film durchaus ans Herz legen, wenn man auf alte Schwarz-Weiß Kriminalfilme steht und auch Pferderennen, Wettquoten und das Drumherum interessant findet.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universum Film in der Bryan Edgar Wallace DVD Collection 1 zusammen mit "Das Geheimnis der schwarzen Koffer" und "Der Würger von Schloss Blackmoor" erschienen. Auf VHS ist er bei Polyband / Toppic Video zu haben.
Filmbewertung
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Stand: 23.05.2013 15:39:03
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Stand: 23.05.2013 14:18:51
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Stand: 23.05.2013 14:47:14
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