Der Superraub von Mailand
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Inhalt
In Mailand gelingt einer Bande unter der Leitung des jungen Sergio ein spektakulärer Banküberfall, wo sie eine Milliarde Lire erbeuten. Die sechs Täter sprengen ein Loch in die Decke der Bank und fliehen aus dem von der Polizei umstellten Gebäude mit einem Hubschrauber über das Dach. Doch anstatt sich ins Ausland abzusetzen, verstecken sie sich als Mönche getarnt in einem verlassenen Kloster, wo sie mit Nahrungsmittel und Zigaretten eingedeckt sechs Monate ausharren wollen, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Das ganze geht so lange gut, bis die echten Mönche zurückkommen. Diese werden zwar arrestiert, doch Bill will seinen Anteil der Beute, um sich aus dem Staub zu machen. Nachdem ihm Sergio dies verwährt, schließt er sich mit seinen alten Freunden zusammen, um die gesamte Kohle mit Waffengewalt einzufordern. Doch kurz bevor sie ins Kloster eindringen ist Kommissar Calani, der einst beste Freund von Sergio, ins Kloster gekommen. Die Situation eskaliert und ...
Kommentar
Der populäre, italienische Sänger, Schauspieler und Showmaster Adriano Celentano (Joan Lui - Eines Tages werde ich kommen und es wird Montag sein, Serafino, der Schürzenjäger) liefert mit dieser Krimi-Komödie sein Regiedebüt ab. Bekannt wurde er als Sänger, was ihm einige Filmauftritte einbrachten, wo er meist sich selbst spielte. In diesem Film übernahm er neben der Regie auch die Hauptrolle des Anführers einer Bande von Bankräubern, die einen Supercoup landen. Gesungen wird hier im Vergleich zu seinen älteren Filmen kaum, er gibt nur sein Lied "L'Angelo Custode" als Film im Film zum Besten, obwohl etliche Mitarbeiter seiner 1961 gründeten Plattenfirma Clan Celentano im Film mitarbeiten und auch als Darsteller zu sehen sind. Die Produktion wurde jedoch von der eigens für den Film gegründeten Firma G.M.V. Produzione Cinematografiche finanziert. Leider war der Film bei seiner Erstveröffentlichung ein finanzieller Misserfolg, erst nachdem die Rechte weiterverkauft wurden und er erneut ins Kino kam, stellte sich der gewünschte Erfolg ein, nur dass das Geld an den neuen Rechteinhaber floss.Im Film landen sechs Gauner einen spektakulären Supercoup und verstecken sich dann als Mönche in einem verlassenen Kloster, wo es dann eine böse Überraschung nach der anderen gibt. Sie sind froh, dass alles reibungslos und ohne Waffengewalt über die Bühne ging, so dass die trotz ihrer Taten als sympathische Protagonisten rüberkommen. Dies ändert sich jedoch, als einer der Freunde seinen Anteil vorzeitig mit Waffengewalt einfordert. Hier nimmt der bis dahin eher seichte Gangsterfilm eine dramatische Wendung und die Situation eskaliert, um dann ein tragisches Ende zu nehmen.
Der Film wurde in schwarzweiß gedreht und wirkt aus heutiger Sicht schon leicht altbacken, hat aber auch seinen Charme, wodurch vor allem Celentano-Fans auf ihre Kosten kommen. Diese mussten hierzulande immerhin 45 Jahre warten, bis er in Deutschland erstmals mit neu angefertigter Synchro erschien, so dass er zu den unbekanntesten Filmen von Celentano. Leider ist die Synchro nicht wirklich gelungen, was mir besonders am Anfang negativ auffiel, ich hab mich aber schnell dran gewöhnt, es ist also noch akzeptabel. Thomas Danneberg, der deutschen Synchronstimme von unzähligen Stars wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, John Travolta, Dan Aykroyd, Nick Nolte und Terence Hill, der Celentano auch in seinen bekanntesten Kinoerfolgen der 70er und 80er synchronisierte, konnte auch diesmal gewonnen werden. Das einzige Problem ist, dass Celentano hier am Anfang seiner Karriere stand und erst 26 war, Danneberg bei der Synchronisation aber schon 67. Seine gereifte und wirklich wohlklingende Stimmer passt einfach nicht auf den jungen Celentano.
Mit von der Partie ist auch Celentanos Ehefrau Claudia Mori (Lunatics and Lovers), die er ein Jahr zuvor bei Dreharbeiten zu "Ein seltsamer Typ" kennerlernte und mit der er einige weitere Filme drehte. Und da die "Zusammenarbeit" sehr fruchtbar war, ging aus der Beziehung die Tochter Rosalinda Celentano hervor, die ebenfalls als Schauspielerin tätig ist.
Fazit: Für Celentano-Fans durchaus empfehlenswert, auch wenn er nicht an den Unterhaltungswert seiner späteren Werke heranreicht.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Starlight Film auf DVD erschienen.
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Ein total versautes Wochenende
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Rugantino - Hilfe, ich bin spitz...e!
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