Abwärts
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Inhalt
Als an einem Freitagabend die Angestellten eines Frankfurter Bürohochhauses auf dem Weg ins Wochenende, und die Gänge bereits menschenleer sind, befinden sich vier der letzten Personen des Gebäudes im Fahrstuhl nach unten. Macho-Yuppie Jörg, seine attraktive Kollegin und Ex-Geliebte Marion, der biedere Buchhalter Gössmann und der junge, rebellisch-provokante Pit. Doch die Fahrt endet abrupt für die vier Nachzügler, als der Aufzug oberhalb der 15. Etage unerwartet stecken bleibt.
Da niemand auf das Alarmklingeln reagiert, der Vorfall offenbar unbemerkt bleibt und der Montagedienst ebenfalls nicht vor Montag zu erwarten ist, versuchen die Eingeschlossenen nun mit allen Mitteln, sich selbst zu befreien und lautstark auf sich aufmerksam zu machen. Doch dies ist nur der Beginn eines Alptraums da sich bald explosive Spannungen und lebensgefährliche Rivalität zwischen den Männern entwickelt.
Als sich dann auch noch raus stellt, dass der Aktenkoffer des ruhigen und unauffälligen Buchhalters voller gestohlenem Geld ist, reißt das erste Kabinenstahlseil und…
Kommentar
Dieser realistisch-glaubwürdige, mit einfachsten Mitteln hergestellte deutsche Psychothriller ist das großartige Werk des bereits verstorbenen Schweizer Filmregisseurs und Drehbuchautoren Carl Schenkel (Knight Moves - Ein mörderisches Spiel, Mord im Orient Express) mit welchem er sich damals den internationalen Weg nach Hollywood ebnete.
Mehrfach mit diversen Auszeichnungen für die beste Regie und Kameraarbeit versehen, wird einem hier Spannung geboten die für Menschen mit Klaustrophobie oder Angst vor Fahrstühlen stellenweise wohl kaum erträglich ist und auch Thriller- oder Götz George Fanherzen mit Sicherheit höher schlagen lässt.
Vorwiegend mit vier Darstellern auskommend und hauptsächlich nur in der engen Kabine spielend, überträgt sich die beklemmende Situation auch auf den Zuschauer und man fiebert mal aufgeregt, mal genervt mit den vier Eingesperrten mit und braucht Nerven wie Stahlseile wenn die Spannung immer wieder eskaliert.
Ob dies nun an dem fantastischen Spiel des beliebten, deutschen Götz George (Der Sandmann, Der Totmacher, Tatort) liegt der für die Rolle den Deutschen Filmpreis für den besten Hauptdarsteller erhielt, oder an der Leistung des jungen Hannes Jaenicke (Angst über den Wolken) der durch diesen Film damals bekannt wurde. Sehr gut sind auch die beiden Monteure im Finale.
Total nervig und absolut fehl besetzt hingegen ist die Rolle der Marion mit der Niederländerin Renee Soutendijk. Grauenvoll geschminkt, kam mir das Grausen bei der Kuss- Szene mit den zentimeterdick angemalten roten Lippen. Auch ihre von Hannelore Elsner (!) gesprochene Synchronstimme („Halloooooo“) ist so langweilig und nervig wie die emotionslose und ständig lasziv dümmlich grinsende Blondine selbst.
Wer mir auch nicht gefallen hat ist der angeblich sonst recht gute Wolfgang Kieling den ich mit seinem blöden Geschaue in der ersten halben Stunde am liebsten durchgeschüttelt hätte. Genau wie der komische Wachmann mit dem polnischen Akzent.
Ansonsten muss ich sagen: Sehr guter Thriller der mit der Angst des Gefangenseins in einem Lift spielt und neben einer einfach aber sehr gut vorgetragenen Story und überwiegend guten Schauspielern auch noch eine kleine Überraschung zum Schluss bereithält.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in mehreren auflagen auf DVD erschienen, u.a. bei Laser Paradise, bei Marketing Film, bei Screen Power und bei Cine Plus.
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Weitere Kommentare zum Film
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| Staudenmaier007, 13.01.10 |
| Damals hat mir der Film sehr gut gefallen. Leider tritt die Geschichte durch die Dominanz eines Götz George etwas in den Hintergrund. Auch Jaenicke spielt seine Rolle prefekt. Überraschend ist jedoch der Schluss des Filmes............doch davon wird nicht´s verraten. |
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