The Tribe - Die vergessene Brut
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Inhalt
Liz und ihre Freunde stechen mit einer Luxus-Yacht in See, um zusammen einen fantastischen Urlaub zu erleben. Durch einen Unfall singt das Boot und die Gruppe rettet sich auf eine seltsame und verlassende Insel. Von dort aus senden sie ein Signal und beschließen, auf Rettung zu warten. Aus dem Dschungel ertönen seltsame Geräusche und Liz glaubt, sie habe eine Kreatur gesehen, die sie beobachtet hat. Am nächsten Tag ist Liz' Verlobter Pete verschwunden und seine Blutspur führt mitten in das Dickicht des seltsamen Dschungels. Sie stoßen auf ein schreckliches Blutbad und wenig später wird die Gruppe geteilt. Nun kämpft jeder um sein eigenes Leben.
Kommentar
Wer von "The Tribe" den Trailer gesehen hat oder den Inhalt kennt, wird schnell merken, dass er von seiner Story ähnlich wie The Descent - Abgrund des Grauens und Predator klingt. Und tatsächlich gibt es einige Parallelen zu den erwähnten Filmen, und doch wurde nichts direkt geklaut. Doch ganz an die Klasse dieser Filme kommt er nicht ran.Regisseur Jörg Ihle setzt bei dieser TV-Produktion eher auf altbewährtes und erzeugt mit einfachen Mitteln einen unterhaltsamen Film, der so manchen kinoreifen Film in den Schatten stellt. Von den Kritikern wurde er wahrlich zerrissen, selten bekommt man eine positive Kritik im Internet zu Gesicht. Warum er mir so gut gefallen hat, liegt einmal daran, dass ich nach vielen enttäuschenden TV-Produktionen keine Hoffnung mehr hatte, etwas Ordentliches zu sehen und bin auch hier ohne jegliche Erwartung herangegangen.
Nach einem schleppendem Anfang gibt es eine unglaubliche Wende. Die absolut unpassende Hip-Hop Musik und die obercoole Clique waren zu Beginn wirklich nervend. Als die Gruppe dann auf der Insel strandet und selbst dem coolsten Typen das Lachen vergeht, wird es spannend. Storymäßig ist die Idee mit dem Dschungel wirklich nicht neu, aber verdammt gut gewählt. Der Schauplatz des Geschehens wirkt sehr unheimlich auf den Zuschauer, weil man ja weiß, dass irgendwo im Dickicht noch etwas lauert, das sich an unserer Gruppe austoben will.
Die Schauspieler haben doch mehr drauf, was ich anfangs gar nicht gedacht hätte. Die Gesamtheit betreffend spielt die Gruppe echt gut, kann die Panik und Angst gut an den Zuschauer vermitteln, was auch an der guten, deutschen Synchronisation liegt.
Ebenfalls hat es mich überrascht, dass die wenigen Goreszenen allesamt echt wirken und auf CGI-Technik nahezu verzichtet wurde.
Doch warum ist er nicht so gut wie The Descent - Abgrund des Grauens? Ganz klares Plus an Neil Marshall, er hat es einfach besser gemacht. Besser gemacht in dem Sinne, weil die Spannung noch viel bedrückender ist und sicherlich mehr Geld zur Verfügung stand. Außerdem hebt sich Marashalls Werk von eben DEM Durchschnittsfilm ab, was bei "The Tribe" nun wirklich nicht der Fall war (im Vergleich dazu).
Doch Altbewährtes kann auch nach dem x-ten Mal immer wieder Spaß machen, weshalb ich nun zu dem Fazit komme, dass "The Tribe" eine überdurchschnittliche TV-Produktion geworden ist, bei der alles nach dem gewohnten Schema verfährt und durchaus zu überzeugen weiß. Die Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, das Szenario ist spitze und die Hintergrundmusik verpasst dem Ganzen den letzten Kick. So stell ich mir eine gute TV-Produktion vor!
Filmreview von: Preytor / Alle Reviews von Preytor
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Splendid Film ungekürzt auf DVD und Blu-ray erschienen.
Filmbewertung
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