Ungeheuer ohne Gesicht

Originaltitel: Fiend Without a Face
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien
Erscheinungsjahr:  1958
Regie: Arthur Crabtree

Darsteller

Figur

Marshall Thompson  Major Jeff Cummings
Kim Parker  Barbara Griselle
Kynaston Reeves  Professor Walgate
Terry Kilburn  Hauptmann Chester
Michael Balfour  Sergeant Kasper
Gil Winfield  Dr. Warren
Shane Cordell  Schwester
Stanley Maxted  Oberst Butler
James Dyrenforth  Bürgermeister Hawkins
E. Kerrigan Prescott  Atomwissenschaftler
  
Genre: Science-Fiction, Vampire, Monster
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Inhalt

In der Nähe einer kanadischen Militär-Flugbasis häufen sich unerklärliche Todesfälle. Die Opfer werden mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgefunden, Gehirn und Rückenmark wurde ihnen ausgesaugt. Während die abergläubischen Dorfbewohner die Atomstrahlung der Militärbasis dafür verantwortlich machen, untersucht Major Jeff Cummings. Seine Spuren führen ihn zu dem genialen Wissenschaftler Professor Walgate und seiner hübschen Assistentin Barbara Griselle. Er hat in seinem geheimen Labor Versuche zur Materialisierung der Gedanken gemacht. Doch nach anfänglichen Erfolgen ist das Experiment ausgeufert, ein neuartiges Wesen mit eigenem Bewusstsein wurde geschaffen und bedroht nun die Stadt. Doch die Erkenntnis kommt fast zu spät, denn ...

Kommentar

Die 50er Jahre waren die Große Zeit der Science-Fiction Monsterfilme. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, so dass die unglaublichsten Kreaturen und Monster die Leinwand eroberten. Diese Geschichte basiert auf der Kurzgeschichte „The Thought-Monster“ von Amelia Reynolds Long. Ausgearbeitet wurde sie von Herbert J. Leder, der vom Original nur die Grundidee übernahm.

Der von Arthur Crabtree (Das schwarze Museum) in England gedrehte Film spielt an der kanadisch-amerikanischen Grenze, wo sich an einer Militär-Forschungsstation unerklärliche Todesfälle häufen. Ein Wissenschaftler hat seine Gedanken materialisiert, woraus eigenständige, unsichtbare Wesen entstanden, die als Gehirn-Vampire das Gehirn und das Rückenmark ihrer Opfer aussaugen und dann als unsichtbare Brain-Monster mit Fühlern und Rückrad die Stadt in Angst und Schrecken versetzen. Mit einem Trick gelingt es dann dem Wissenschaftler am Ende, die Kreaturen sichtbar zu machen. Das ganze ist wissenschaftlicher Humbug hoch 3, die krude Idee wirkt schon sehr an den Haaren herbeigezogen, ist dafür aber wirklich unterhaltsam. Die Monster wurden nach Fertigstellung der Dreharbeiten in München von Karl-Ludwig Ruppel und Florenz Von Nordhoff als Stop-Motion Animation eingefügt. Die Umsetzung der sich raupenartig fortbewegenden Monster ist recht gelungen, wirkt aber heutzutage eher komisch als bedrohlich. Auch ist die Umsetzung nicht immer ganz so flüssig, wie man dies von Ray Harryhausen-Filmen kennt. Egal, die Kreation gehört auf jeden Fall eines der abstrusesten Monstern der Filmgeschichte.

Die Darsteller sind allesamt gut gewählt. Der Amerikaner Marshall Thompson (Rakete 510) übernimmt die Hauptrolle des aufbrausenden Helden Major Jeff Cummings. Die hübsche Kim Parker (Der Mann ohne Körper), die mit Thompson eine von Problemen gespickte Romanze mit Cummings hat, spielt die Assistentin des Professors. Die Rolle des Professor wird von Kynaston Reeves (Schatten einer Katze) wirklich hervorragend vorgetragen.

Der Film ist durchgehend spannend, der Zuschauer bleibt lange Zeit im Unklaren, was es mit den unsichtbaren Monstern, die grausam mordend durch die Stadt schleichen, auf sich hat. Erst im Finale wird dann wirklich alles gegeben und die Gehirn-Vampire, wie sie im Film genannt werden, werden sichtbar.

Fazit: Eine wahrhaft phantastische Geschichte mit eines der abwegigsten Wesen, die je auf Celluloid gebannt wurden.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist mit interessanten Extras als fünfter Teil der Serie "Gallerie des Grauens" bei Anolis Entertainment auf DVD erschienen.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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ItsJustAMovie, 04.07.11
So stell ich mir das vor! Wer glaubt S/W-Filme sind nicht gut, sollten sich die Zeit für diesen Klassiker nehmen. Damals war die Angst vor Atomkraft noch viel Größer als heut zu Tage, da man noch gut die Wirkungen von Hiroshima im Hinterkopf hatte und so wundert es nicht, das diese Angst für eine ganze Reihe von Filmen genutzt wurde. Es ist schön zu sehen wie sich Leute früher aushelfen konnten, wo es noch keine PC-Effekte gab. Stopp-Motion vom feinsten und wunderbar gemacht. Von diesem Film würde ich gerne ein gutes Remake sehen, denn viel besser bekommt man das ganze heute auch nicht hin. Klar könnten die Wesen realistischer sein, aber für damalige Zeit ging wirklich nicht viel mehr und wurde meiner Meinung nach super gelöst. Ich finde das jeder Freund, des guten klassischen Scifi-Horrors, sich diesen Film holen und genießen sollte. Zusammengefasst lässt sich hier nur sagen:" Gute Schauspieler, klasse Qualität, eins A Spezialeffekte, interessante Idee und klasse umgesetzt! Note 1 mit Sternchen, vor den PC setzen und bestellen".
 
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