13B
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Inhalt
Manohar und sein Bruder Manoj haben gemeinsam eine große Wohnung im 13. Stock eines Apartmenthauses gekauft, in die sie mit ihrer Familie, bestehend aus ihrer Mutter, den Ehefrauen Priya und Deepa, Manojs beiden Kindern und der jüngeren Schwester Divya, beziehen.
Die Frauen der Familie sind begeisterte Fans von den nachmittäglichen Daily-Soaps und geraten zufällig an eine neue Sendung auf Kanal 13 mit dem Titel "Sab Khairiyat" (Alles ist gut). Die Besetzung der Serie ist ein Spiegelbild von Manohars Familie, was zunächst niemandem bewusst wird.
Als Manohar eines Tages allein in der Wohnung ist, schaut er sich, eher aus Langeweile, die Sendung an. Schon beim Rückblick auf die vorherigen Folgen, fällt ihm auf, dass die Ereignisse in der Serie auch seinen Angeghörigen wiederfahren sind, wie etwa die Beförderung seines Bruders. Seine Ahnung wird zur Gewissheit, als seine Frau schwanger wird, kurz nachdem auch ihr TV-Gegenstück die frohe Botschaft erhalten hat.
Doch schon verändert sich die Stimmung der Serie; der Mann der Manohars Charakter entspricht wird von düsteren Vorahnungen geplagt und seine Frau verliert nach einem Treppensturz ihr Baby. Tatsächlich hat Priya bald darauf ebenfalls einen Unfall bei dem sie selbst nur knapp überlebt, die Ärzte ihr ungeborenes Kind aber nicht retten können.
Verstört fährt Manohar zu dem Fernsehsender, in dem die Serie gedreht wird. Zu seinem Entsetzen findet er heraus, dass man dort unter dem Titel "Sab Khairiyat" keine Soap-Opera, sondern eine Game-Show produziert.
Um Licht in das Dunkel zu bringen, stellt Manohar, gemeinsam mit seinem Freund Shiva, ein paar Nachforschungen an. Dabei stoßen sie auf ein Verbrechen, das über 30 Jahre zurückliegt: eine achtköpfige Familie wurde im Schlaf brutal ermordet.
Währendessen sehen sich Priya und Deepa mit ihrer Schwiegermutter die neueste Folge "Sab Khairiyat" an. Geschockt erleben sie mit, wie ein Mann in das Haus der Protagonisten eindringt und alle mit einem Hammer erschlägt. Bevor die Identität des Killers gelüftet wird, endet die Sendung mit dem Hinweis auf die letzte, abschließende Folge. Diese wird allerdings, da Wochenende ist, erst in 3 Tagen ausgestrahlt werden...
Kommentar
Ich hatte ja gehofft, 13B würde vor den Gefahren der unsäglichen, hirn- und sinnlosen Daily-Soaps warnen, die sich schneller verbreiten als Schimmelsporen und unausrottbar wie Kakerlaken sind (wenn eine eingeht kommen 2 zur Beerdigung). Doch hier geht das Unheil nicht vom Fernsehgerät selbst aus, es wird nur von einer übernatürlichen Kraft als Medium benutzt (ähnlich wie bei Ring oder auch Poltergeist).Der Film lässt sich zunächst (zu) viel Zeit für den Aufbau, es werden aber von Anfang an Hinweise gegeben, dass in dem Haus etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, z.B. das ständige Gerinnen der Milch und der streikende Fahrstuhl. Dabei gelingen tatsächlich ein paar unheimliche Szenen, etwa als der Blindenhund des Nachbarn sich winselnd dagegen sträubt die Wohnung zu betreten.
In der zweiten Hälfte steigert sich das Tempo dann; wenn Manohar und Inspector Shiva das Geheimnis Stück für Stück aufdecken, werden zahlreiche Wendungen und auch falsche Fährten eingebaut. Zugegebenermaßen sind da ein paar Twists dabei, die sowohl die Logik, als auch die Geduld der Zuschauer auf die Probe stellen.
Gewaltdarstellungen werden vermieden. Die Szene, in der die Frauen die Morde im TV mitansehen, zeigt dabei wie effektiv es sein kann, nur die Reaktion zu zeigen und nicht die Ursache. Während wir nur den Ton hören, die Geräusche der Hammerschläge und Schreie, spiegelt sich auf den Gesichtern der drei Frauen Entsetzen und Ekel wieder, die Aussagekräftig genug sind.
Technisch ist der Film kaum zu bemängeln, gestört hat mich nur das gelegentliche Zittern der Kamera, dass wirkt als wenn ein Erdbeben simuliert werden sollte. Warum ständig der Farbfilter verstellt wurde hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen. Einige Sequenzen wirken fast wie Schwarzweißaufnahmen, was beim Rückblick in die Vergangenheit zum Ursprung des Geschehens durchaus noch Sinn macht, aber nicht auf diese Szenen beschränkt wird.
Der Score ist gut gewählt, die Songs allerdings (wiedermal) ein Störfaktor. Zum Glück gibt es diesmal nur 3 davon, der erste ein überflüssiges Klischee-Bollywood-Liebeslied (Manohar hatte Priya zuvor eine Ausgabe des "Kama Sutra" geschenkt, ich brauchte wirklich keine Tanzeinlage, um zu wissen was die beiden wohl gerade machen). Der zweite ist ein erträglicher Hintergrundsong, der einige glückliche Familien-Szenen untermalt, hätte gern etwas kürzer sein dürfen. Den Vogel abschießen tut der Abspanntrack "Sexy Mama". Die beiden Hauptdarsteller präsentieren mit einer Gruppe Tänzerinnen eine flotte, moderne Tanznummer, die so überhaupt nicht zum Film passt. Die Damen zeigen sich zwar sehr offenherzig in 'Pussycat Dolls'-Optik (ich hätte Neetu Chandra, die im Film fast nur traditionelle indische Kleidung trägt, in dieser Aufmachung beinahe nicht erkannt), doch Madhavan, der zwar ein guter Schauspieler sein mag aber ganz gewiss nicht sexy wirkt, ist eher ein Störfaktor, obwohl die 13B-Bling-Bling-Kette ein witziges Details ist.
Der Film wurde zeitgleich in zwei Sprachen gedreht "13B" auf Hindi und "Yavarum Nalam" auf Tamil. Diese Vorgehensweise ist etwas ungewöhnlich, normalerweise synchonisieren die Inder ihre Filme für den Vertrieb in anderssprachigen Gebieten oder es wird ein Remake angefertigt (jüngstes Beispiel Phoonk, der auf Telugu als "Raksha" neu verfilmt wurde).
Hier sind fast alle Hauptdarsteller in beiden Versionen dabei, die Nebendarsteller sind aber größtenteils unterschiedlich besetzt. Seltsamerweise ist die tamilische Version beim Publikum deutlich besser angekommen, obwohl beide gemischte, aber überwiegend positive Kritiken bekamen. Möglicherweise ist der Streifen einfach zu unspektakulär für die Hindi-Zuschauer geraten, oder Madhavan (der zwar schon ein paar Bollywoodstreifen gedreht hat, hauptsächlich aber in Kollywood tätig ist und dort einen entsprechendern Starstatus innehat) war als Hauptdarsteller nicht zugkräftig genug.
Für einen Regie-Debutanten nicht schlecht, aber hier wurden sicherlich noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
Möglicherweise wird 13b der erste Bollywoodfilm von dem ein US-Remake produziert wird, da die Weinstein Company (Halloween, Planet Terror) sich schon die Rechte gesichert hat.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
In Deutschland wurde der Film bisher nicht veröffentlicht. Die indische DVD von Big Home Video ist mit englischen Untertiteln ausgestattet.
Filmbewertung
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