Überleben!
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Inhalt
Am 13. Oktober 1972 verunglückt in der Eiswüste der Anden ein vom Kurs abgekommenes Passagierflugzeug mit 45 Menschen an Bord. 28 von ihnen überleben den Absturz. 8 Tage später hören sie im Radio, dass die Suche nach dem Flugzeug aufgegeben wurde. Verletzungen, die Kälte und Lawinen fordern weitere Opfer, doch am schwersten wiegt die mangelnde Verpflegung.
Für die Verhungernden gibt es nur eine Chance...
Am 22. Dezember erreichen die ersten Rettungsmanschaften die Unglücksstelle; nur 16 der Passagiere haben die Katastrophe überlebt.
Kommentar
Der als 'Das Wunder der Anden' um die Welt gegangene Fall der jungen Männer, die das Fleisch ihrer toten Kameraden aßen um nicht zu verhungern, inspirierte mehrere Buchveröffentlichungen und TV-Dokumentationen.
Piers Paul Reads Bestseller "Überlebt. Die Anden-Passion" (spätere Auflagen unter dem Titel "Überleben!"), entstand nach ausführlichen Gesprächen, die Read mit Angehörigen der Passagiere, Verantwortlichen und Beteiligten der Such- und Rettungsaktionen sowie den Überlebenden selbst führte. 1993 kam Frank Marshalls (Congo, Arachnophobia) Verfilmung in die Kinos und brachte kurzzeitig das hier vorliegende Werk zurück in Erinnerung.
"Supervivientes de los Andes" beruht auf dem Buch "Denn sie wollten überleben" von Clay Blair jr., das ein Jahr vor Reads Version auf den Markt kam. Blairs Bericht ist in vielerlei Hinsicht weniger detailiert, deutlich kürzer und insgesamt etwas unpersönlich geschrieben, doch schildert er die Ereignisse respektvoll und ohne grausige Einzelheiten effekthascherisch auszuschmücken.
Nachdem der Film in Mexiko erfolgreich gestartet war, kaufte Paramount die Rechte und brachte eine um fast 30 Minuten gekürzte, englisch synchronisierte und mit einer neuen Filmmusik versehene Fassung in die US-Kinos, die sich zu einem Kassenschlager entwickelte. Offensichtlich beruhen die meisten internationalen Veröffentlichungen auf dieser Schnittfassung, so auch die deutsche. Der Film bekam für seinen Kinoeinsatz eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren, die Indizierung der Videoveröffentlichung wurde im Februar 2009 aufgehoben.

Die Darsteller sind, abgesehen von Hugo Stiglitz (Großangriff der Zombies, Die Rache der 1000 Katzen), außerhalb ihres Heimatlandes unbekannt.
Von den Kritikern wurde der Streifen als als Exploitationfilmchen mit Hauptaugenmerk auf Ekelszenen und Kannibalismus verrissen, ein Vorwurf der zwar nicht gänzlich entkräftet werden kann, aber auch nicht der vollen Wahrheit entspricht. Für einen Guts'n'Gore-Film gibt es einfach zuwenig Effektsequenzen, die sich noch dazu aus der Handlung ergeben. Wirklich ausgewalzt wird nur die Szene, in der einer der jungen Männer sich schluchzend daran macht den ersten Körper zu zerteilen.
Obwohl unter den Akteuren sicher kein Oscar-Kandidat ist und sie die meiste Zeit auch noch dick vermummt spielen müssen, ist doch in einigen Sequenzen sowohl die Verzweiflung als auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe zu spüren.
Der Film wird im allgemeinen René Cardona (Draculas Tochter und Professor Satanas, Horror-Monster schlagen zu) zugesprochen, einige Quellen geben aber auch seinen Sohn, René Cardona jr. als Regisseur an. Durchaus verständlich, sieht man sich dessen spätere Filme, wie das Sektendrama Guayana - Kult der Verdammten oder den Katastrophen-Schocker "Tornado" an, letzterer eine Kreuzung aus "Überleben!" und seiner Tierhorrorgurke Tintorera.
Seinerzeit ein Hit, ist der Streifen heute kaum mehr bekannt. Als Teil der Katastrophenfilm-Welle in den 70ern nimmt "Überleben!" aufgrund des realen Hintergrundes eine Sonderstellung ein, auch wenn er visuell mit den Big Budget-Produktionen aus USA nicht mithalten kann.
Bietet der Film nun unbeschönigten Realismus oder sensationsgeile Schaulust? Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Thorn EMI und Cannon Screen Entertainment auf Video erschienen. In USA hat das Label Urban Vision eine DVD mit der ursprünglichen Schnittfassung im Originalton mit englischen Untertiteln veröffentlicht.
Filmbewertung
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Überleben in den Todeszonen: Meine Grenzerfahrungen als Expeditionsarzt
Stand: 12.03.2010 14:20:42
Alive: The Story of the Andes Survivors (Avon Nonfiction)
Stand: 12.03.2010 14:19:51
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