2012

Originaltitel: 2012
Herstellungsland: KanadaKanada, USAUSA
Erscheinungsjahr:  2009
Regie: Roland Emmerich

Darsteller

Figur

John Cusack  Jackson Curtis
Amanda Peet  Kate Curtis
Chiwetel Ejiofor  Adrian Helmsley
Thandie Newton  Laura Wilson
Oliver Platt  Carl Anheuser
Thomas McCarthy  Gordon Silberman
Woody Harrelson  Charlie Frost
Danny Glover  President Thomas Wilson
Liam James  Noah Curtis
Morgan Lily  Lilly Curtis
  
Genre: Action, Science-Fiction
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Inhalt

2009 findet ein Wissenschaftler in einer Kupfermine in Indien heraus, dass die Temperatur der Erdkruste extrem stark angestiegen ist, was nach weiteren Berechnungen ergibt, dass durch eine ungewöhnlich starke Sonneneruption die Erdkruste im Jahr 2012 dramatisch zu schmelzen beginnen wird und dadurch die tektonischen Platten der Erdkruste instabil werden und auseinander brechen! Dies hat gigantische Tsunamis, monströse Vulkanausbrüche und gewaltige Erdbeben mit biblischen Ausmaßen zu Folge. Um der globalen Katastrophe und dem bevorstehenden Weltuntergang entgegenzutreten und den Fortbestand der Menschheit zu sichern, beschließen die wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt, in einem hoch geheimen Projekt riesige Hightech Archen in China zu bauen.
Zur gleichen Zeit scheitert die Ehe von Jackson Curtis, einem Möchtegernschriftsteller und Fahrer eines russischen Milliardärs. Die ständigen Weltuntergangstheorien die in der letzten Zeit kursieren, nerven ihn. Als er 2012 mit seinen beiden Kindern zu einem Campingurlaub in den Yellowstone National Park zum See fahren möchte, ist das Gebiet dort militärisch abgeriegelt und der See ausgetrocknet. Als er dort auf den ausgeflippten Radiomoderator Charlie Frost trifft, versucht ihn dieser von der bevorstehenden Apokalypse zu überzeugen, was Curtis zunächst als Unfug abtut.
Leider sieht die Realität ein wenig anders aus und die schreckliche Wahrheit trifft ihn schneller als ihm lieb ist…

Kommentar

Dieser ultimative, 260 Millionen Dollar teure Katastrophenfilm von Roland Emmerich (The Day after Tomorrow, Godzilla, Independence Day, 10.000 BC) trägt so dick und fett die Unterschrift und die Markenzeichen (Moral und Patriotismus, Vater-Sohn Konflikte, Rettung eines Hundes, schmalziges Happy End, Staraufgebot, Selbstlosigkeit, Mut, Glaube, usw.) des deutschen Regisseurs, dass es sogar ein Blinder auf Krückstück sofort erkennt. Mit Vollgas in die Apokalypse, bietet uns der sau spannende Science Fiction Thriller vom Meister seines Fachs wieder einmal spektakuläre und atemberaubende Effekte die einem das Adrenalin in die Adern schießen und einem vor Staunen die Kinnlade aufklappen lässt.
Gut, ich meine viele dieser Specialeffekts sind schon dermaßen übertrieben dass ich oft nur schmunzeln musste und die meine Befürchtungen „weniger ist oft mehr“ ein klein wenig bekräftigten, was aber dem Filmspaß bei mir in keinster Weise schadete. Im Gegenteil. Die Urangst im Menschen nach dem Weltuntergang wird hier dermaßen ausgeschlachtet und dargestellt, dass einem Angst und Bange wird.

Wie erwartet, bietet uns Emmerich hier wieder definitiv alles was man sich von (s)einem Kino- Blockbuster erwartet. Viiiel Action und viiiel Krach-Bumm-Beng. Gewürzt mit der moralischen, über alles stehenden Frage: Wer hat es „verdient“ zu überleben wenn es wirklich so weit ist, wer hat das „Recht“ gerettet zu werden? Wer darf auf die Arche, wer nicht. Welche Kriterien müssen erfüllt werden? Jugend und Gesundheit um die Spezies weiter zu erhalten, Geld und Reichtum um sich den Platz zu erkaufen, Politiker um eine Regierung aufrecht zu erhalten? Sollen es die Menschen früh genug erfahren um Abschied von einander nehmen zu können und selbst entscheiden ob sie ihrem Leben ein Ende setzen oder sollen sie um eine Panik zu verhindern bis zum Schluss mit der grauenvollen Wahrheit „verschont“ bleiben um die letzten Stunden noch sorgenfreier verbringen zu können damit es sie dann allerdings mit umso größerer Wucht trifft? Müssen Kunst und Kulturgegenstände wirklich geschützt und archiviert werden für die Zukunft oder nehmen diese nur den Platz für weitere Menschen weg die stattdessen dort Platz in der Arche gehabt hätten?
Viele Fragen die einem wirklich Kopfweh bereiten wenn man zuviel darüber nachdenkt. Auch wenn die meisten Kritiker den fehlenden Tiefgang und die dürftige Story bemängeln, kann ich als echter Emmerichfan das natürlich nicht recht nachvollziehen.
Denn mich berühren diese Vater-Sohn (da hat man nach dem Kino gleich das Bedürfnis seine Eltern zu umarmen) und Familienkonflikte (große Ähnlichkeit mit Tom Cruise in Krieg der Welten) schon die er immer einbaut und die einzelnen kleinen Schicksale, auch wenn auf diese teilweise natürlich nicht näher eingegangen werden kann da das Ganze Spektakel statt der ohnehin schon 2,5 Stunden dann noch länger gedauert hätte.

Durch die teilweise aber wirklich schon extrem arg übertriebenen und unrealistischen Szenen wie etwa das Auto das aus dem fahrenden Flugzeug raus springt, das Auto das es gerade so schafft, nicht durch den hinter ihm einstürzenden Boden verschlungen zu werden und die Flugzeuge die alles schaffen, auch durch einstürzende Hochhäuser und Brücken zu fliegen oder das Handy das zufällig noch funktioniert obwohl der Rest der Welt schon zerstört oder überflutet ist… kann ich gut verstehen dass ein Anti-Emmerich-Fan mehrmals am liebsten schreiend aus dem Kino gelaufen wäre. Immer dann wenn mir einer abgegangen ist, hätte ein anderer wohl nur genervt mit den Augen gerollt.
Was mich nun doch ein klein wenig gestört hat, war die teilweise Emotionslosigkeit von Amanda Peet oder von den Kindern in manchen Szenen. So stehen sie einfach nur da und sehen nur etwas besorgt drein als sich vor ihnen plötzlich die Welt auftut, ganz besonders als sie im Auto fahren und sie nur haarscharf mit dem Leben davonkommen.
Dafür aber meistern alle anderen Schauspieler ihre Rollen wirklich hervorragend und so darf man sich über einen wirklich guten Chiwetel Ejiofor (Tsunami – Die Killerwelle, American Gangster) und einen guten John Cusack (Zimmer 1408, Identität) freuen, den ich normalerweise gar nicht mag. Über Danny Glover (Predator 2, Saw) als mutigen US Präsident (der- welch ein Zufall- schwarz ist), über einen wirklich fiesen Oliver Platt (Lake Placid,Flatliners - Heute ist ein schöner Tag zum Sterben) und einen herrlich ausgeflippten Woody Harrelson (Zombieland, Ein unmoralisches Angebot). Auch Jimi Mistry (Der Sex-Guru, Rock N Rolla) fand ich sehr nett.
Eine Szene die mir auch besonders gut gefallen hat ist die, als die Gruppe in China zu Fuß durch die Berge unterwegs ist und plötzlich die Tiere über ihren Köpfen hinweg geflogen werden. Beeindruckend mit der Giraffe. Da begreift man erst so richtig den Ernst der Lage denn wenn sogar für die Tiere so ein Aufwand gemacht wird, dann ist es echt das Ende und man versucht die Spezien mit der Arche zu retten.

Fazit: Wer auf die typisch-spektakulären Emmerich Blockbuster alias The Day after Tomorrow, Independence Day oder Godzilla steht, sich gerne super moderne Weltuntergangsfilme mit super schmalzigem Happy End antut, oder generell eher von der jüngeren Generation ist, der wird auch diesen Film lieben.
Wer mit all dem nichts anfangen kann, und auch einen gewissen Anspruch erwartet, der sollte sich das gar nicht erst antun.

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film erscheint am 31. Mai 2010 bei Sony Pictures Home Entertainment auf DVD und Blu-ray.

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Weitere Kommentare zum Film

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erik, 18.11.09
Ich habe fast genau das gesehen was Ich sehen wolte,doch leider nur fast.Mit der Story war Ich eigentlich zufrieden doch es gab so einige Szenen bei denen Ich am liebsten das Kino verlassen hätte,damit meine ich Hauptsächlich die Szenen in denen alle denken das John Cusack tot ist und er dann (gott sei dank)wieder auftaucht,da ich aber von einem solchen Film nicht viel Story erwarte kann ich das noch verzeihen.Das einzige was mich richtig gestört hat waren wie so oft in solchen Blockbustern einige Nebenfiguren die mich einfach nur nervten.Besonders der reiche Russe der immer nur rumgeblörkt hat ging mir "ein wenig"auf die Eier.Ansonsten kann ich nur positives über diesen Film aussprechen.Die Effekte sind nartürlich alle super und lassen ältere Produktionen alt aussehen (was sie ja auch sind :) ).Doch ganz besonders die Erdbeben Szene war extrem Geil,man fühlt sich mitten in das Geschehen reinversetzen und bekommt richtige adrenalin-schübe was extrem Spaß macht.Genau wegen dieser Szene kann ich jedem der sich für den Film interesiert nur rahten das er sich den im Kino ansieht.Ich glaube kaum das der Film auf DVD genau so geil wirkt wie im Kino,egal was man für einen Riesen-Fernseher hat.Die anderen Katastrophen sind ebenfalls sehr gut gemacht,doch leider konnte die Riesen-Flutwelle nicht mit der aus "The Day after Tomorrow"mithalten da man fast nie sieht wie die Wellen durch die Straßen fegen und alles mit sich reissen(Man sieht nur wie die Welle über einen Flughafen bricht)meistens wird kurtz vor dem eintreffen der Welle weggeblendet.Das Ende war wie von Berti beschrieben und hat mir nicht ganz zugesagt.Ein guter Film mit kleinen Macken die nicht verhindern können das ich 5 Schädel gebe. Und wie Realistisch der Film ist werden wir vieleicht 2012 am eigenen Leib erfahren:)
 
Aeon, 14.12.10
Ich glaube ich bin wohl so ein Anti-Emmerich-Fan, wobei mich "Independence Day" noch unterhalten konnte,"2012" dagegen ist für mich eine einzige Entäuschung. Noch mehr Blockbuster geht wahrscheinlich nicht, das grenzt ja schon an eine Parodie: Tonnenweise erstklassiger Effekte und tonnenweise stereotype Rollen und Dialoge. Das Grauen vor einem Weltuntergang, wird hier ständig durch unglaubwürdige "Gerade-noch-einmal-davongekommen-Szenen" und oberflächliche Charaktere zu nichte gemacht. Die Szenen mit Schmalz sind so 08/15, das man eher peinlich berührt ist. Ausser der Trailer-Szene mit dem Mönch auf dem Dach der Welt, hat mir wirklich gar nichts gefallen, typisch für so einen Blockbuster, das der Trailer eigentlich schon ausreicht um das Beste nicht zu verpassen. Ich glaub ich bin einfach zu alt für so nen Sch****. Zwei Sterne für das viele viele Geld, sprich: die Effekte und einen Stern für die Schauspieler, deren Namen für sich sprechen.
 
Gruselmonster, 04.06.11
Tja, was soll ich über diesen Film sagen... die Realistin in mir hat verzweifelt gejault, wenn Flugzeuge immun bleiben gegen Sogwirkungen, die locker alles im Umkreis von Kilometern vom Himmel hätten holen müssen, und wenn lachhaftes Zeug über Elementarteilchen verbreitet wird. Auch bei dem unvermeidlichen pathetischen Rumgeschmalze am Ende, das 20 Minuten in Anspruch nimmt, die jeder normale Mensch in einer solchen Situation zum Handeln verwendet hätte, hatte ich mit dem Brechreiz zu kämpfen. <br> Natürlich kommen die Regierungsoberhäupter erst auf den Trichter, dass es sowas wie eine moralische Verantwortung gibt, wenn sie kurz vor Toresschluss eine seichte Tränendrüsenrede hören. Es sind Politiker... wenn die eines draufhaben, dann rührselige Reden zu schreiben. Naja.<br> Was ich mich auch gefragt habe: Warum um alles in der untergehenden Welt hat jemand im Vorhinein ein Crewmitglied anscheinend eine aufwändige Computersimulation dafür erstellt, dass - Achtung SPOILER! - ein angespültes Flugzeug die Arche seitlich aufschlitzt?! Hat man mit sowas etwa gerechnet...? <br> Also, was zu sagen bleibt: Der Film hat seine Längen, und er ist stellenweise weit von Realitätsnähe entfernt. Er spart auch nicht mit Schmalz. Dafür wird auch nicht mit Effekten gegeizt, sodass man sich entspannt zurücklehnen und einen epischen Blockbuster genießen kann, während man auf das Ende der Welt nächstes Jahr wartet. Also legt schon mal ne Milliarde bei Seite, um euch ein Ticket zu kaufen ;)
 
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