Das Phantom der Oper
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Inhalt
Paris um die Jahrhundertwende: Seit Jahren lebt ein Mann, den alle das Phantom der Oper nennen, in den tiefen Katakomben der Pariser Oper. Sein entstelltes Gesicht verbirgt er hinter einer Maske. Die Katakomben sind sein Reich und wer sie betritt, kommt nicht mehr lebend heraus. 30 Jahren lang ging alles gut, doch nun wurde Gerard Carriere als Leiter der Oper abgelöst. Sein Nachfolger Cholet macht seine Frau Carlotta zum neuen Star und hält sich nicht an die Regeln des Phantoms. Beides missfällt dem Phantom und es kommt zu tödlichen Zwischenfällen und sabotierten Auftritten von Carlotta. Die junge Christine Daee wird vom Grafen Philippe de Chagny zur Oper gesendet, um dort ihre außerordentliche Stimme durch Gesangsunterricht zu fördern, doch sie wird von Carlotta nur als Garderobiere eingestellt. Als das Phantom ihren nächtlichen Gesang hört, bittet er sie unterrichten zu dürfen. Als ihre Ausbildung beendet ist, wird sie vom Grafen ins Bistro eingeladen, wo alle singen. Ihr goldige Stimme überzeugt sofort alle, selbst Carlotta singt sie gnadenlos an die Wand. Sie bekommt ein Engagement als Solistin, doch von Eifersucht gepackt vergiftet Carlotta sie beim ersten Auftritt, so dass ihre Stimme versagt. Vom Publikum ausgelacht entführt das Phantom Christine in sein Reich. Sie glaubt das Phantom zu lieben, doch als er ihr sein wahres Gesicht zeigt ...
Kommentar
Der 1911 veröffentlichte Roman "Das Phantom der Oper" des französischen Schriftstellers Gaston Leroux wurde im laufe der Jahre bereits etliche male mit unterschiedlichen Interpretationen verfilmt und ist als gleichnamiges Musical von Andrew Lloyd Webber ein Welterfolg geworden. Diese fast dreistündige Adaption als TV-Zweiteiler von Oscar-Preisträger Tony Richardson (Tom Jones - Zwischen Bett und Galgen) besticht durch eine liebevolle und emotionale Umsetzung und durch traumhafte Gesangseinlagen. Der Film ist jedoch kein Musical, gesungen wird hier meist auf der Bühne. Die Darsteller wurden für den Gesang allerdings von Opernsängern gedoubelt.Gedreht wurde an den original Drehorten der alten Pariser Oper, dort wo der Autor die Geschichte einst angesiedelt hat. Dies war der erste Film, der für die Oper eine Drehgenehmigung bekam. Entsprechend pompös und authentisch wirkt der Film.
Charles Dance (Last Action Hero) spielt das Phantom, eine tragische Figur, die bereits in den Katakomben der Oper zur Welt mit einem furcheinflößend entstelltem Gesicht zur Welt kam. Aus diesem Grund wuchs er im Dunkeln auf und verbirgt sein Gesicht hinter einer Maske. Doch er ist ein musikalisches Genie und leitete im Verborgenen 30 Jahre lang die Oper. Sein Vater, der Leider der Oper, schützte seinen Sohn und überließ ihm alle wichtigen Entscheidungen. Das Phantom wird durch diverse Rückblenden als tragisches Opfer dargestellt, welches trotz des vielen Leids seine Menschlichkeit behalten hat. Trotz der Maske schafft es Charles Dance seinem Charakter eine enorme Ausdruckskraft zu verleihen.
Teri Polo (Meine Braut, ihr Vater und ich) spielt die junge Sängerin Christine, die mit einer außergewöhnlichen Stimme gesegnet ist und sofort das Interesse vom Phantom erweckt, der sie bis zur Perfektion unterrichtet. Sie fühlt sich dem Phantom verpflichtet, sie weiß um sein großes Herz und empfindet Mitlied, gleichzeitig liebt sie aber auch den Grafen, den sie bereits seit Kindheit an kennt. Sie durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, wovon der Film viel zu bieten hat. Liebe, Hass und Eifersucht eingebunden in einer spannenden und emotional packenden Geschichte.
Burt Lancaster (Der Gefangene von Alcatraz) ist in der Rolle des ehemaligen Leiters der Oper in seinem vorletzten Film zu sehen. Für seine gelungene Darbietung erhielt er eine Golden Globe Nominierung als bester Hauptdarsteller in einem TV-Film.
Der Film schlägt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann, die 3 Stunden vergehen wie im Flug, von Längen keine Spur.
Fazit: Mit die beste Verfilmung des Romans und absolut sehenswert.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Kinowelt Home Entertainment auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Das Phantom der Oper [Special Edition] [2 DVDs]
Stand: 09.02.2012 14:13:36 |
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Weitere Kommentare zum Film
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| Ruthven, 16.12.09 |
| Meiner Meinung nach eine eher mittelprächtige, angesichts des Sujets schon schwache Verfilmung. Daß der Film auf Gruseleffekte verzichtet, gerade bei der Demaskierung des Phantoms darauf verzichtet, sein Gesicht zu zeigen, kann man ja noch als Versuch sehen, den Stoff von allem Sensationellen zu befreien, aber er vermag dafür auch nicht anderweitig zu begeistern. Das Buch würdigt das gewiß kolortagehafte, aber an großen Szenen nicht arme Thema zur Seifenoper herab, die Darsteller bleiben so flach wie ihre Rollen, alles war schon besser dagewesen, und daß man sich nicht langweilt, ist eher der Vorlage als der Adaption geschuldet, auch wenn es ab und an immerhin etwas zu lachen gibt. Daß es bis heute keine adäquate Verfilmung dieses mehr als dankbaren Stoffes gibt, ist nun wirklich eine Tragödie, und daß die bisher beste Filmversion nach wie vor ein Stummfilm ist, sagt wohl alles über die Möglichkeiten, die bislang - und unterm Strich leider auch hier - ungenutzt blieben. |
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