Cargo
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Inhalt
Als dem jungen Rucksacktourist Chris in Afrika nach einem Diebstahl von der Polizei der Reisepass abgenommen wird, versteckt er sich als blinder Passagier auf einem Containerschiff Richtung Europa, um das Land so zu verlassen. Nachdem er aber recht bald entdeckt wird und der wortkarge Kapitän Brookes zwar nicht gerade begeistert ist, aber doch irgendwie Gefallen an ihm findet, bekommt er eine eigene Kabine und darf sich unter die Mannschaft mischen wenn er dafür arbeitet, wie die anderen auch.
Als er im Frachtraum die exotischen Vögel füttern muss die mitgeschmuggelt werden, hört er seltsame Geräusche und es geschehen sonderbare Dinge.
Wie sich herausstellt, befinden sich noch weitere blinde Passagiere an Bord, doch diese sind Schwarze und werden von der rauen Besatzung einfach über Bord geschmissen! Weil Chris weiß dass sich noch mindestens eine junge Farbige versteckt, versucht er sie zu schützen und begibt sich damit selbst in Lebensgefahr.
Wird er sich anpassen und zu der Mannschaft gehören, oder wird er zum Verräter?
Kommentar
Bei diesem sonderbaren Streifen von Clive Gordon der Anfangs „Möve“ heiß und dessen Titel erst später noch mal umgeändert wurde, wusste ich lange nicht was er gerne sein wollte und was ich davon halten sollte.Horrorthriller? Mysterythriller? Doch die simple Antwort findet man nach spätestens einer Stunde. Und nach dem zwar unerwarteten und unvorhersehbaren, aber leider mehr als enttäuschendem und dramatischen Ende ist es ganz gewiss.
Ein etwas übersinnlich angehauchtes Psychologiedrama mit sonderbar aufgeputschter Story Rund um das immer aktuelle Flüchtlingsthema wie schon in vielen anderen Filmen auch, nur hier etwas anders verpackt als üblich. AJA.
Wäre dies von Anfang an klar, würden viele den Film mit anderen Augen sehen und ihn nicht so verteufeln und zerreißen wie in vielen Reviews die es dazu gibt, nach zu lesen ist.
Weil der Film mit dem großen Potential das nicht ganz genutzt wurde, fast wie eine Mogelpackung daher kommt und wie man im Making of nachher von Drehbuchschreiber Paul Laverty zu hören bekommt und sogar beabsichtigt ist, möchte ich trotzdem mit meiner Bewertung hier, ohne komplett spoilern zu wollen, doch das ach so große Geheimnis lüften damit Interessierte mit einer anderen Erwartung an das Ganze ran gehen. Denn wenn man im Vorhinein erst mal weiß worauf man sich einlässt, erscheint einem das Alles mit Sicherheit in einem anderen Licht wie ich finde und man ist hinterher vielleicht nicht ganz so enttäuscht.
Also: Der Film hat garantiert nix mit Horror zu tun! Er kommt nur Dank der absolut fantastischen und wirklich stimmigen Filmmusik von Sergio Moure total spannend, packend und leicht gruselig rüber. So entsteht eine ganz eigene, bedrohliche, düstere und beklemmende Grundstimmung und Atmosphäre die durch das alte, rostige Frachtschiff, dem dunklen Laderaum mit den Ratten, den Vögeln und den sonderbar-merkwürdigen Gestalten an Bord noch verstärkt wird.
Was geschah damals in Kabine 9? Wer ist Rebecca? Warum verschwinden plötzlich Crewmitglieder und lediglich ihre Schuhe bleiben zurück? Alles sehr mysteriös und geheimnisvoll. Was ist da unfassbar Böses unten im Laderaum? Eine Bestie? Ein böser Geist oder sonst ein unheimliches Wesen?
Dies alles kommt anfangs sehr interessant rüber und wird durch den großartigen und wirklich überzeugenden Hauptdarsteller Daniel Brühl (Goodbye Lenin) wirklich fantastisch rüber gebracht in Mimik und Gestik.
Doch das alles hilft nix. Die Antwort ist zwar für die schwarzen, blinden Passagiere schlimm, aber für den Zuschauer zu einfach. Auch zu viele Fragen bleiben hinterher noch offen. Wo sind die verschwundenen vier Männer hin, was ist mit denen passiert? Warum bleiben grad die Schuhe übrig? Der Kapitän lässt die Vögel frei und dann? Was passiert weiter? Bringt er das Schiff zum kentern? Oder stellt er sich irgendwann?
Hm. Das alles wird bis zum Schluss nicht gelüftet auch wenn es auf einer wahren Begebenheit beruht und hinterlässt so unter anderem einen merkwürdigen, nicht ganz befriedigenden Eindruck.
Also Fazit: Wer auf spannende Thriller mit Atmosphäre, alte Schiffe oder auf das Thema schwarze Flüchtlinge oder blinde Passagiere steht könnte hier seinen Gefallen dran finden.
Angeblich sollen auch die Filme Hide and Seek, Was geschah wirklich mit Baby Jane?, Kiss Kiss Bang Bang, Die Regeln des Lügens oder Running Scared - Renn oder stirb so ähnlich sein die ich aber noch nicht kenne.
Mir hat er sehr gut gefallen, doch leider fehlte mir ein Stück. Nicht nur ich hätten sicher gerne etwas mehr und ausführlicher gesehen wie sich das damals wirklich zwischen dem Kapitän und seinem Sohn abgespielt hat und wie es zu der ganzen Abgebrühtheit im Laufe der Zeit gegenüber den blinden Passagieren kam…
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Legend Home Entertainment / Universum Film auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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CARGO - Da draußen bist du allein (Special Edition, 2-Disc-Set)
Stand: 21.05.2012 14:08:01
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