Motel

Originaltitel: Vacancy
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2007
Regie: Nimród Antal

Darsteller

Figur

Kate Beckinsale  Amy Fox
Luke Wilson  David Fox
Frank Whaley  Mason
Ethan Embry  Mechaniker
Scott G. Anderson  Killer
Mark Casella  LKW-Fahrer
David Doty  Polizist
Norm Compton  Snuff Opfer
Caryn Mower  Snuff Opfer
Meegan Godfrey  Snuff Opfer
Kym Stys  Snuff Opfer
Andrew Fiscella  Snuff Opfer
Dale Waddington Horowitz  Snuff Opfer
Ernest Misko  Snuff Opfer
Bryan Ross  Snuff Opfer
  
Genre: Thriller
Sequels: Motel (2007)
Motel - The First Cut (2009)
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Inhalt

Amy & David Fox sind des Nachts auf der Heimfahrt von einer Feier bei Amys Eltern. In ihrer Ehe kriselt es heftig, spätestens seit dem Tod ihres kleinen Sohnes, und die beiden sind nur noch in einem Punkt derselben Meinung: sie wollen sich schnellstmöglich scheiden lassen.
Nach einer Autopanne auf der Landstraße, müssen sie ihren Wagen stehenlassen und laufen zu einer nahegelegenen Tankstelle, der eine kleine Werkstatt und ein älteres Motel angegliedert sind. Da die Tankstelle so spät nicht mehr besetzt ist und vor 8:00 Uhr morgens kein Mechaniker erscheinen wird, entscheidet man sich notgedrungen für die Nacht ein Zimmer zu nehmen.
Die 'Honeymoon-Suite', die der spleenige Manager ihnen zuteilt, entpuppt sich als noch schäbiger, als es das Äußere des Motels vermuten ließ. Seltsame Klopfgeräusche an der Tür und aus dem, angeblich leerstehenden, Nebenzimmer zerren an den Nerven.
Da der Fernseher auf allen Kanälen nur weißes Rauschen zeigt, legt David spaßeshalber eine der herumliegenden Videokassetten ein. Im ersten Moment glaubt er noch einen Horrorfilm zu sehen, doch die Aufnahmen von zwei maskierten Männern die wehrlose Leute grausam ermorden, wurden offenbar in genau dem Zimmer gefilmt, in dem er und Amy sich gerade aufhalten.
Schnell machen die beiden diverse versteckte Kameras ausfindig und ihnen wird klar: sollte es ihnen nicht gelingen zu fliehen, werden sie schon bald ebenfalls unfreiwillige Hauptdarsteller in einem Snuff-Film sein.

Kommentar

In der ersten Hälfte des 2000er Jahrzehnts feierte das Subgenre des 'Terrorfilms' (eine Art Horror ohne übernatürliche Elemente, eng verwandt mit dem Psychothriller und dessen Ableger, dem Slashermovie) seine erfolgreiche Rückkehr auf die große Leinwand. Der Folterfilm "Hostel" und das Remake Texas Chainsaw Massacre waren Vorreiter einer Welle die bis heute anhält, wie die Endlos-Serie "Saw" (s.a. Saw IV) und die aktuelle Neuverfilmung des Klassikers Das letzte Haus links zeigen.
Motel fährt nun eine etwas 'erwachsenere' Variante auf, indem die Darstellung von Gewalttaten abgemildert wird und die Hauptpersonen keine vergnügungssüchtigen Teens & Twens sind, sondern gestandene Mittdreißiger.

Nach dem etwas zähen Anfang, in dem die Charaktere vorgestellt werden, steigert sich die Spannung recht schnell. Trotz einiger ziemlich unlogischer Gegebenheiten (wie z.B. der Tatsache, dass die Täter ihren potentiellen Opfern die Videos als Anschauungsmaterial hinlegen) fiebert man beim Überlebenskampf Protagonisten mit, deren Fluchtpläne einer nach dem anderen vereitelt werden.
Mit Kate Beckinsale (Underworld-Serie, Van Helsing) und Luke Wilson (Todeszug nach Yuma, Old School) haben wir zwei glaubwürdig agierende Darsteller, die aufgrund der bekannten Gesichter schon gut als Identifikationsfiguren funktionieren, auch wenn die Rollen selber nicht allzu anspruchsvoll sind.

Die Musik von Paul Haslinger (Death Race, Underworld 3) passt hervorragend und treibt den Puls an den richtigen Stellen in die Höhe.
Obwohl die Gewalttaten eher zurückhaltend dargestellt werden, wirken die kurzen Ausschnitte aus den Mordvideos verstörend. Wenn die düstere Atmosphäre zum Schluß dann plötzlich in einen Haudrauf-Showdown mündet, wird sich wohl manch ein Zuschauer wegen des klischeehaften Typisch Hollywood-Finales ärgern; doch immerhin wird sowohl auf ein nihilistisches No-Future-Ende, wie auch ein Alles-geht-von-Vorne-los-Schock-Ende verzichtet.

Solide Thrillerkost, technisch einwandfrei gefilmt; kein Meisterwerk aber auch kein Rohrkrepierer; ein paar gelungene Schocks, auch ohne blutiges Gemetzel, ergeben unterm Strich ein B-Movie der Güteklasse A.

Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Sony Pictures Home Entertainment veröffentlichte den Film auf DVD und Blu-ray, sowie in der 'Best of Hollywood'-Reihe als DVD-Doppelpack mit dem Prequel "Motel - The First Cut".

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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Gruselmonster, 31.05.11
Schön bewertet! Da kann ich mich guten Gewissens anschließen. Positiv finde ich, dass der Film mal mit ein paar normalen und glaubwürdigen Protagonisten anfängt und es nicht zu sehr übertreibt mit seiner Story. So bleibt die Handlung vergleichweise realistisch. Das relativiert sich allerdings im letzten Drittel, wenn die eigentlich cleveren Hauptfiguren sich ein richtiggehend dämlich verhalten (Achtung SPOILER! Indem sie z.B. ein großes Risiko eingehen, um alte, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geladene Deko-Waffen besorgen, oder, anstatt zusammen in einem vergleichsweise sicheren Versteck bewaffnet den Morgen abzuwarten, sich aufteilen und ein denkbar dummes Risiko für den Mann eingehen. Auch der tumbe Dorfsherriff verhält sich ziemlich unprofessionell...) Insgesamt ein guter Film für einen DVD-Abend.
 
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