Bloodsucking Freaks
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Inhalt
In einem kleinen und schäbigen Hinterhof-Theater in New York betreibt Meister Sardu eine SM-Show, in der nackte Frauen mit angeblichen Bühnentricks nur zum Schein gefoltert werden. Doch die Folterungen und Morde auf der Bühne sind real. Denn Sardu betreibt neben der Show noch einen äußerst lukrativen, weißen Sklavenhandel, für den er in den Katakomben des Theaters junge Frauen abrichtet. Hilfreich zur Seite steht ihm bei seiner Tätigkeit dabei Ralphus, ein zwergwüchsiger, kleiner Kerl, der mit dem Blasrohr seine Opfer betäubt und zwei äußerst schön an zu schauende Damen, die meist wenig bis gar nichts anhaben und auch gerne mal zu Peitsche greifen. Die Hilfe hat er auch nötig, denn es gibt allerhand zu tun. So muss zum Beispiel ein berühmter Kritiker davon überzeugt werden, dass Sardu's Show doch nicht der Schund ist, für den er ihn hält. Und eine berühmte Ballerina muss noch umerzogen werden, bevor sie ihren ersten Auftritt in Sardus Theater hat. Und die nackten Damen im Keller haben stets Hunger auf frisches Menschenfleisch und wollen gefüttert werden...
Kommentar
Holla, was für ein Film! Ich hatte ja schon einiges über diesen Film gelesen, aber einen solchen Knaller hätte ich nicht erwartet. Joel M. Reed drehte einen Film, der an Sleazigkeit, Splatter und derben Humor kaum noch zu übertreffen ist. Grundlage für den Film war The Wizard of Gore von Herschell Gordon Lewis aus dem Jahre 1970, sowie die Shows des alten Grand Guignol aus Paris, in dem Foltermethoden live auf der Bühne dargestellt wurden. Gedreht wurde der Film in nur 10 Tagen und nur in der Nacht, denn viele Darsteller hatten Engagements an den Broadway-Shows und daher vorher keine Zeit. Die Damen mussten für den Film wahrlich am meisten leiden, und man fragt sich, wo Reed solche Darstellerinnen herbekam. Die Antwort liegt auf der Hand: es waren Pornodarstellerinnen, die mit entsprechenden SM-Praktiken vertraut waren. Ursprünglich kam der Film daher auch unter dem Titel "The Incredible Torture Show" in die Kinos, und wurde später erst umbenannt, nachdem Troma die Rechte für den Vertrieb übernahm. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Troma-Produktion, wie oft als Beweis dafür angeführt wird, dass der Film dann ja erst recht nichts gutes verheißen kann. Aber hier scheiden sich nun mal die Geschmäcker.Die Goreszenen kann man eigentlich als lächerlich bezeichnen. Sie sind von der billigsten Sorte und können eigentlich nicht viel. Was aber dargestellt wird, ist nicht von schlechten Eltern. Ein Penis, der als Hot Dog verspeist wird, Ralphus, der sich eine Pfanne mit Augen brät als wären sie Bratkartoffeln und im Keller sind in einem Käfig nackte Kannibalinnen eingesperrt, die regelmäßig gefüttert werden. Die sehr variationsreichen Folterungen dürfen auch nicht vergessen werde, daher ist der Film auch aus heutiger Sicht nicht jedem zu empfehlen, auch wenn der Foltermarathon zwischendurch immer wieder durch sehr gelungene Gags aufgelockert wird. So spielt Sardu zusammen Ralphus in einer Szene zum Beispiel Dart. Die Zielscheibe ist allerdings ein entsprechend angemalter Frauenhintern. Oder der Einsatz bei einem Backgammon-Abend sind nicht Spielchips oder gar Bargeld, nein, man spielt um die Finger von Frauen, die als Extremitäten-Spender direkt in der Nähe des Spielbrettes angekettet sind. Es ist daher kaum verwunderlich, dass der Film damals Frauenrechtlerinnen auf die Barrikaden brachte, was zum Glück keine große Verbotswelle hinter sich her zog.
Fazit: eine Sexploitation-Splatter-Trash-Granate der außergewöhnlichen Art, die bestimmt nicht für jedermann etwas ist. Wer mit den oben geschilderten Dingen jedoch kein Problem hat, wird hier gut unterhalten.
Filmreview von: schnuff / Alle Reviews von schnuff
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Astro, bei Laser Paradise und bei XT Video auf DVD erschienen.
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