Das Fenster zum Hof
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Inhalt
Jason Kemp ist ein erfolgreicher Architekt bis er eines Tages durch einen schweren Autounfall vollständig vom Kopf ab gelähmt ist. In seinem hochtechnisierten Rollstuhl sitzt er nun tagelang vorm Fenster und beobachtet gelangweilt die Nachbarn. Besonders auffallend ist der genervte Bildhauer von gegenüber der seine schwer alkoholkranke Frau des Öfteren auch misshandelt. Gesellschaft leistet Kemp seine Vertretung und neue Kollegin Claudia die langsam Gefühle für den schwerst behinderten Mann entwickelt. Als Kemp eines Nachts laute Schreie und die Anzeichen eines Kampfes hört, und Tags darauf die Frau von gegenüber verschwunden ist, ist Kemp überzeugt dass der Kerl seine Frau ermordet hat! Leider will ihm niemand glauben da außer ihm die Schreie niemand gehört hat. Als dann die Frau sogar wieder auftaucht, scheint alles nur ein großer Irrtum gewesen zu sein.
Doch dem aufmerksamen Kemp fallen viele Kleinigkeiten an der „neuen“ Frau auf. Ist diese zum Schluss gar nicht die Frau vom Bildhauer sondern nur jemand der sich als die solche ausgibt? Und hat er sie doch ermordet und in die Skulptur eingemauert an der er damals die ganze Nacht lang gearbeitet hat??
Kommentar
Dieser super spannende Krimi Thriller ist das großartige Remake des gleichnamigen Hitchcock Klassikers aus dem Jahr 1954.
Da aber nicht das Original als Vorlage genommen wurde, sondern die Kurzgeschichte von Cornell Woolrich, sind zwar die Grundfakten gleich, viele Details aber neu und anders. So ist der Hauptdarsteller (Christopher Reeve seit einem Reitunfall tatsächlich gelähmt) z.B. völlig gelähmt während der Mann im Vorgänger nur ein Gipsbein hat. Die mutmaßlich ermordete Frau wird hier nach Kemps Vermutung in eine Skulptur eingemauert während die Frau bei Hitchcock vermutlich zersägt und im Koffer weg transportiert wurde. Als zweite Hauptperson ist hier nicht die Verlobte, sondern eine Kollegin (Daryl Hannah aus Splash – Eine Jungfrau am Haken, Final Days - Die letzten Tage der Menschheit, Kill Bill: Vol. 2) zu sehen die erst nach und nach Gefühle für den Rollstuhlfahrer entwickelt.
Dies ist aber leider z.B. ein Punkt der mir gar nicht gefallen hat denn bei dem ultrakitschigen Schluss zieht es mir die Schuhe aus. Diese Schmuserei und der angedeutete „Sex“ mussten doch nun wirklich nicht sein.
Dies und der Hauptdarsteller Ex "Superman" Star Reeve, sind der Grund warum ich dem Film genau wie dem Original schon nur vier Punkte gebe da mich zwei Dinge einfach gestört haben. Der arme Teufel machte ja damals das Beste aus seiner Situation. Er war Schauspieler und machte als „Zur-Schau“ Spieler weiter. Und genau das fand ich ehrlich gesagt eklig und total beängstigend.
Man soll sich nicht versündigen und schlecht über Menschen sprechen die nicht mehr sind, Gott hab ihn selig, aber ich fand die Tatsache, dass bei ihm mit diesen hochmodernen Rollstuhl und so, alles echt ist und nicht gespielt, einfach widerlich. Der Man spielte praktisch sein echtes, reales Leben und das ist echt hart. Ich fand es total traurig, weil er im Film immer wieder betont wie mutig er doch in die Zukunft sieht und immer wieder erwähnt, dass er ganz fest dran glaubt, wieder laufen zu können. Da er dies auch im echten Leben immer wieder getan hat, ist es umso trauriger, weil er den Kampf letztendlich doch verloren hat und gestorben ist.
Für diese starke Leistung in der Rolle erhielt er auf jeden Fall eine "Golden Globe" Nominierung.
Großes Plus gegenüber der Hitchcock Version für mich ist die super passende Musik die alles schön spannend hält. Hier ist nicht nur die große Frage ob die Frau wirklich ermordet und weg geschafft wurde sondern ob die Frau die dann zurück kam wirklich Irene oder eine Schwester oder Doppelgängerin ist. Den letzten Schwenk zu der zweiten Statue zum Schluss kann man auf jeden Fall auslegen wie man will. Es wird nicht wirklich aufgelöst aber man kann sich seine Schlüsse selbst ziehen.
Fazit: Wirklich gelungenes Remake mit dem tollen, leider armseligen und letztendlich doch verstorbenen Christopher Reeve.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Schröder Media und bei Paramount auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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