Wehrlos - Die Tochter des Generals
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Inhalt
Paul Brenner, Soldat und Polizist in einem, arbeitet als verdeckter Ermittler für die interne Ermittlungsbehörde der US-Armee.
Als eines Tages Elisabeth Campbell, die Tochter des Kommandeurs eines Stützpunktes, Lieutenant General Campbell ermordet, scheinbar vergewaltigt und auf bizzare Weise auf dem Kasernengelände zur Schau gestellt aufgefunden wird, leitet Brenner offiziell die Untersuchung. Gemeinsam mit der ihm zugeteilten Kollegin und ehemaligen Geliebten Sarah Sunhill versuchen die beiden den Fall wie von ganz oben angewiesen so schnell und diskret wie möglich auf zu klären.
Wie sich aber bald heraus stellt, hatte die schöne junge Frau ein brisant-perverses Doppelleben das sie in ihrem geheimen Folterkeller zu Hause mit zahlreichen Männern als Domina auslebte. War dies ihr Todesurteil weil sie die Männer ohne ihr Wissen beim Sex dabei filmte? Oder hat es damit zu tun, dass Elisabeth Campbell auf der Militär Akademie damals während einer Übung von ihren Kameraden fast zu Tode vergewaltigt wurde, ihr Vater nichts dagegen unternahm und sich stattdessen befördern ließ und seine Tochter zum Schweigen zwang?
Kommentar
Dieser hochkarätig besetzte US-amerikanische Militärthriller von Simon West (Con Air, Lara Croft: Tomb Raider) basiert auf dem Roman „The General's Daughter“ von Nelson DeMille aus dem Jahr 1992, welcher aber wie häufig sehr stark von der Buchvorlage abweichen soll und deshalb von Fans des Buches stark kritisiert wird. Ich selbst kenne zwar die Literarische Vorlage nicht, muss beim Film aber trotzdem einiges kritisieren was mich wirklich massiv gestört hatte.
So spielt Superstar John Travolta (Im Körper des Feindes, Pulp Fiction, Passwort: Swordfish) z.B. einen verdeckt arbeitenden Ermittler und als solchen einen absoluten Deppen bis man nach einer Weile checkt dass dies Absicht ist. So gibt er ständig dämlich grinsend, saublöde Sprüche von sich und macht auf ultra lässig. Die Szene mit dem Waffenhändler zu Beginn wo er wirklich so tut als wenn er völlig plemm plemm und besoffen wäre, nur um den Mann ab zu lenken, war für mich schon hart an der Grenze des Erträglichen.
Leider sieht man auch die ansonsten sehr gute Madeleine Stowe (Fatale Begierde, 12 Monkeys, China Moon) anfangs fast ständig Dauergrinsen weil sie mal was mit dem lieben Paul hatte, welches man fast den ganzen Film über ständig vor die Nase gerieben bekommt in super langweiligen und völlig uninteressanten Dialogen wie „Du schmollst noch“. „Es ist kein Schmollen“. „O.k. dann eben deine Gereiztheit“. „Es ist nicht Gereiztheit, nur die Erinnerung an Brüssel. Die Erinnerung wird uns immer bleiben“. „Was, Wieso“? „Wieso es die Hauptstadt ist oder weshalb es uns immer in Erinnerung bleibt…?“ usw.
Das langweilige Gequatsche über Brüssel geht die ganze so in dem sie sich ständig daran erinnern wie schön es mit ihnen doch einmal war und wenn sie ihren Mann nicht gehabt hätte, usw. usw. bla, bla, bla. Höhepunkt ist in der Bar als sie über vergangene Zeiten reden. Da schlafen einem echt die Füße ein! Krönung ist das Gespräch über die Verhütung der Toten: „Vielleicht hat sie Kondome benutzt“. „Kondome? Ja vielleicht sind die wieder in Mode gekommen. Soll Leute geben die Kondome benutzten“. Furchtbar.
Das Schlimme daran ist ja, dass diese WITZIGEN Dialoge und NECKISCHEN Streitereien zwischen den Zwei ständig, laut Drehbuchschreiber Christopher Bertolini und William Goldman (Misery, Last Action Hero, Der Geist und die Dunkelheit) samt dem Regisseur beabsichtigt waren um den Film schön auf zu lockern wie man aus den Special Features beim Bonusmaterial dann hört. Mich hat das nicht aufgeheitert und belustigt, sondern nur genervt.
Weshalb ich mich schlussendlich dann aber doch noch zu 4 Schädel hinreißen ließ ist, dass es doch auch ein paar gute und relativ spannende Szenen gibt wie etwa das geniale Verhörgespräch zwischen Travolta und James Woods (Auf die harte Tour, John Carpenter's Vampire, Der Spezialist) in dessen Büro, oder sonstige Pointen die doch zünden.
Neben den bekannten Hauptdarstellern sind auch die Nebenrollen mit Timothy Hutton (Eine ganz normale Familie) oder James Cromwell (Eine Leiche zum Dessert, I, Robot, Spider-Man 3) eindrucksvoll besetzt. Cromwell wurde sogar wie Madeleine Stowe und John Travolta für den Filmpreis Blockbuster Entertainment Award nominiert. Auch der interessante Score von Carter Burwell (Ritter aus Leidenschaft, No Country for Old Men) gewann seine diversen Awards zu Recht. Für das besonders gelungene Make-up der toten Frau gabs ebenfalls eine Auszeichnung. Ledigleich zum Schuss hätte man doch noch einen kleinen "Aha" Effekt einbauen können oder so. Der ging mir irgendwie zu still und leise von sich.
Ansonsten: Netter Film, kann aber „Eine Frage der Ehre“ nicht das Wasser reichen.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Paramount Home Entertainment auf DVD und VHS erschienen.
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Eine Frage der Ehre [Special Edition]
Stand: 24.05.2013 01:47:12
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