Rambo

Originaltitel: First Blood
Alternativtitel: Rambo - First Blood
Rambo 1
Rambo I
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1982
Regie: Ted Kotcheff
 

Darsteller

Figur

Sylvester Stallone  John J. Rambo
Richard Crenna  Col. Samuel Trautman
Brian Dennehy  Sheriff Will Teasle
Bill McKinney  Capt. Dave Kern
Jack Starrett  Deputy Sgt. Arthur Galt
Michael Talbott  Deputy Balford
Chris Mulkey  Deputy Ward
Alf Humphreys  Deputy Lester
David Caruso  Deputy Mitch
David L. Crowley  Deputy Shingleton
  
Genre: Action, Klassiker
Sequels: Rambo (1982)
Rambo 2. Teil - Der Auftrag (1985)
Rambo III (1988)
Film suchen bei: Amazon.de, eBay, OFDb, IMDb
 Deutsches DVD-Cover, erschienen bei Kinowelt Home Entertainment

Inhalt

John J. Rambo, ehemaliger Vietnam-Kriegsveteran, sucht in einem nordamerikanischen Provinz-Kaff einen alten Freund aus Kriegszeiten. Doch die lange Suche war umsonst, und so wandert John weiter, welcher seit seiner Dienstzeit an schweren psychischen Problemen leidet. Doch es kommt noch öder: John begegnet dem Sheriff Will Teasle, welcher John für einen Landstreicher hält und ihn aus der Stadt haben will. Doch John passt das nicht, also nimmt der sturköpfige Sheriff den Veteranen mit und will ihn einbuchten, doch vorher wollen sie ihn noch weich klopfen. Ein fataler Fehler, denn plötzlich kommen alle Erinnerungen an Vietnam und die Gefangenschaft wieder hoch. John dreht durch und befreit sich mit Gewalt. Doch Sheriff Teasle lässt das einfach nicht hinnehmen und beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf Rambo. Als dann auch noch die Nationalgarde anrückt, droht die Situation zu eskalieren...

Kommentar

Rambo ist ein Klassiker des Regisseurs Ted Kotcheff und mit diesen Film wurde Sylvester Stallone zum Star. Schon durch die Rocky-Filme war Stallone ja bekannt, aber Rambo ist definitiv die Rolle seines Lebens. Rambo ist der Auftakt der Rambotrilogie. Es gibt viele, die Rambo für einen reinen und unrealistischen Actionfilm ohne Verstand halten. Doch das stimmt nicht. Die Actionszenen stehen nämlich nicht im Vordergrund (was bei den Fortsetzungen anders ist). Der Film ist mehr so eine Art Kriegsdrama, denn er kritisiert sehr den Vietnamkrieg und zeigt, wie sehr die Soldaten im Stich gelassen wurden.
Wie schon erwähnt besteht die Story nicht nur aus Action, sonders ist gut, da sie spannend (Flucht vor der Polizei), an manchen Stellen sogar gruselig (Jagdszenen im dunklen Wald, Versteck in den dunklen Stollen), und ergreifend (Schluss) ist und bietet ein wenig Tiefgang. Es gibt zwar einige gelungene Actionszenen, die aber nicht überwiegen. Erst am Ende, als Rambo zum Gegenschlag gegen den Sheriff antritt, gibt es sehr viel Action. Auch die Darsteller können überzeugen. Stallone spielt Rambo sehr gut, sodass seine Rolle sehr glaubhaft rüberkommt. Auch gefallen hat mir Brian Dennehy in der Rolle des despotischen und sadistischen Sheriff Teasle. Er spielt auch sehr gut, sodass man ihm die Verachtung für Rambo abnimmt.
Fazit: Rambo ist ein eindeutiger Klassiker, der zu Unrecht durch seine Nachfolger (ebenfalls mit Stallone) einen schlechten Ruf erlangte, denn Rambo ist ein Film mit Köpfchen und beeindruckt sicher nicht nur Actionfans. Unbedingt ansehen!

Filmreview von: SchauWolf / Alle Reviews von SchauWolf

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Kinowelt Home Entertainment auf DVD, Blu-ray und als DVD-Box mit allen Teilen erschienen.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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Berti, 12.07.09
Kann mich nur anschließen. Im Review wurde alles gesagt wie ich es auch empfinde. Die Schauspieler sind großartig und absolut überzeugend! Die Action ist da, ist aber nicht wie in den beiden Nachfolgern (die mir nicht so gefallen haben) vorrangig sondern die Story die dem armen Rambo passiert. Es ist so unfair wie mit ihm umgegangen wird und ich hab so mit ihm mit gefiebert dass es mich total aufgewühlt hat vor Ungerechtigkeit. Die Vergeltung ist brutal, aber gerecht. Ging nicht anders, man ließ ihm keine Wahl. Berührend, Tiefgang, klasse Story. Einfach ein Klassiker der für Genre- und Stallone Fans nur zu empfehlen ist
 
Wollo, 13.07.09
Ich stimme in keiner Weise zu. Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass Stallone keinesfalls durch "Rambo" zum Star wurde, sondern definitiv durch "Rocky", der ihn vom No Name zum Mega-Act Hollywoods machte, weil Amerika ja solche Storys liebt. Stallones eigene Geschichte entspricht der des Boxers Rocky im Film. Er hatte das Drehbuch selbst verfasst und wollte einer Verfilmung nur zustimmen, wenn er eben auch die Hauptrolle spielen dürfte. Und fürwahr, "Rocky" ist wirklich ein schöner Film, der erste jedenfalls, danach wurde es schlechter und schlechter. Und dann kam irgendwann "Rambo", und alle Jungs in den 1980'ern wollten plötzlich sein wie er, dieser Übermensch, der sich mit Betonmiene selbst tiefe Verletzungen ohne zu zucken zunäht. Jawohl, so ein harter Brocken kann man nur bei Opas Militär werden. "First Blood", wie dieser Streifen im Original heißt, wird immer wieder als Klassiker bezeichnet, als heikeler Film gar mit einer ambitionierten Aussage, aber in Wirklichkeit ist er nichts davon, sondern eher ein alter Stinkkäse, der zwar vorgibt, eine kritische Aussage unters Volk zu bringen, aber wie bitte schön soll diese Kritik denn gelagert sein? Amerika kümmert sich nicht um seine Helden, oder was? Na ja, genau das will der Film uns verkaufen, das aber ist ja wohl reinste Bigotterie, denn andersrum wird ein Schuh draus und der Film zeigt seine wahre Fratze. Er ist bis ins Mark kriegs- und militarismusverherrlichend! Er will uns einreden, ein Kriegsheld wie John Rambo, ein aufrechter Patriot, der in Vietnam seine Haut für sein Vaterland riskierte, wird nach Kriegsende von den bösen, bösen Zivilisten, die sich einen Dreck um seinen Einsatz scheren, verachtet und drangsaliert. In den großen alten Tagen des heldenhaften Hauen und Stechens, da durfte er Hubschrauber fliegen und Panzer fahren, zurück in der Heimat gibt man ihm nicht mal einen verdammten Job als Parkplatzwächter. Aber schon bald kommen wieder bessere Tage für den einstigen Special Force Mann und er darf wieder in einen gerechten Kampf gegen die Bösen ziehen, die für die Helden von einst keinen Platz mehr haben. Das ist ganz primitive Schwarzweißmalerei, für welche vermutlich noch die Propagandaabteilung des Pentagon ein paar Lappen locker machte, denn das Militär kommt ja hier bestens weg.Aber die dekadenten Zivilisten, denen ist einfach nicht zu trauen. Da werden beinahe wieder Erinnerungen an solch ungute Wortschöpfungen wie 'Dolchstoß' und 'Novemberverbrecher' wach. Buh, ganz gruselig ist das, aber nicht im wohligen Wortsinn! Ach ja, die "Rambo-Trilogie" ist ja inzwischen zur Tetralogie angewachsen, denn im letzten Jahr folgte ja noch eine späte Fortsetzung. Über den letzten Teil kann und will ich mir kein Urteil bilden, denn ich habe den Film nicht gesehen - muss ich auch gar nicht! Teil zwei und Teil drei waren noch viel schlimmere Filme als "First Blood", in denen Rambo, inzwischen zum absoluten Supermann aufgepimpt, noch einmal stellvertretend den Vietnamkrieg führte und diesmal obsiegte, in Teil drei gewann er quasi schon mal vorab den dritten Weltkrieg. In diesen Filmen waren schließlich wieder alle Amerikaner aufrecht und heldenhaft, während die Vietnamesen (die übrigens japanische Uniformen aus dem zweiten Weltkrieg trugen) und die Russen als primitive, hirnlose Sadisten dargestellt worden sind. Zynisch, rassistisch und dumm ist das. Tut mir leid, anders kann ich das nicht bezeichnen. Antikriegsfilme sehen ganz anders aus, man schaue sich nur Coppolas "Apocalypse Now", Wickies "Die Brücke" oder Spielbergs "Soldat James Ryan", nur um mal drei völlig unterschiedliche Filme zu listen, die, wenn man sie sich ansieht, Filmen wie "Rambo" allemal die Maske vom vermeintlich edlen Antlitz reisst und das wahre Gesicht darunter freigibt. Die ganze Rambo-Reihe bekommt von mir einen Skull, aber nur weil eben null nicht möglich sind.
 
erik, 13.07.09
In welcher Szene verherrlicht der Film denn den Krieg?Es gibt sogar eine Szene in der Rambo weinend von seinem Freund berrichtet der in Kriegszeiten von einem Bombenattentätter in die Luft gesprängt wurde.Der erste Rambo ist in kaum einer weise ein echter Kriegsfilm es geht mehr um das Überleben eines Gejagden der in die Wildnis gehätzt wurde.Ausserdem wird gezeigt wie Rambo im Krieg von den vietcongs gequällt und gefolltert wird,was auch keines falls für den Krieg spricht.Rambo ist(auf jeden fall im ersten Teil) kein Kriegsheld der einfach alle niederballert weil das das einzige ist was er kann,er ist mehr verzweifelt und muss sich irgendwie Weren(Da ist es natürlich gut das er aus seiner Militärischen Ausbildung noch so einiges drauf hat),erst am Ende ist er von Wut getrieben und zerstört eine Kleinstadt.Wenn es die Rambo Teile 2,3,4 und bald wahrscheinlich auch 5 nicht gäbe würde niemand behaupten das Rambo ein brutaler Supermann ist der jeden niedermäht.Wenn man von den drei oben genannten Werken (Apocalypse Now,Die Brücke und Soldat James Ryan)Je drei Fortsetzungen drehen würde in dennen der Krieg mit spektakuleren Actionszenen und tonnen weise Blutvergiessen schön gemacht wird,würde niemand mehr an das Orginal denken.Leider ist es nach drei Fortsetzungen,so geworden das man bei dem Wort Rambo an einen extrem muskelbepackten mit einem riesigen Maschienengerwehr bewaffneten Mann denkt,gäb es nur diesen ersten Teil würde dieses Bild nicht exestieren.
 
Wollo, 13.07.09
Ich habe doch dargelegt, an welchen Stellen der Militarismus und auch der Krieg verherrlicht wird, nämlich von Anfang bis Ende! Die Szenen, in welchen er gefoltert wird oder in denen er vom "Opfertod" seines Kameraden spricht, die sollen doch nur darlegen, was für "prächtige Jungs" sich für die Freiheit und Gottes eigenes Land im fernen Südostasien haben verheizen lassen, während ignorante Zivilisten das nicht mal interessiert, wer (nach offensichtlicher Ansicht der Filmemacher) wirklich für Demokratie und das Recht und die Würde des Einzelnen einsteht: der brave Soldat nämlich, Hallelujah! Nein, "First Blood" ist kein Kriegsfilm, das habe ich auch nicht geschrieben. Kriegsverherrlichend heißt nicht automatisch auch Kriegsfilm, denn dieser Film versucht es auf der moralischen Ebene, und offenbar funktioniert das ja auch ganz gut, denn scheinbar packt er ja immer noch ganz schön viele Leute, obschon wir doch inzwischen in ganz anderen Zeiten leben als Anfang der 1980'er. Außerdem stelle ich mir gerade Fortsetzungen von Filmen wie "Apocalypse Now" vor, die die Aussage des Originals ins Gegenteil umkehren würden. Ob die sich wohl überhaupt jemand ansehen würde?, mal ganz abgesehen davon, dass sowas nicht mal ansatzweise denkbar wäre, denn ich denke doch, der Ansatz der jeweiligen Filmschaffenden ist von vorn herein als klar Anti-Krieg erkennbar, was bei "Rambo" nicht der Fall ist. Ich bleibe bei der Aussage, dieser Film ist Heuchelei!
 
angler, 14.07.09
Hallo Sag mal Wollo... Wie heisst das Zeug das Du nimmst... Auch haben will... Damit mache ich Dir sogar aus Schneewittchen einen Kriegsfilm
 
Wollo, 14.07.09
Das ist ja mal ein geistreicher, äußerst sachlicher Kommentar. Da Du offenbar anderer Meinung bist als ich, würde ich hier eigentlich viel lieber wissen, was Du über den Film denkst und warum. Schließlich kennst Du auch meine Argumente. Ach ja, "das Zeug, das ich nehme" nennt man zwischen den Zeilen lesen. Ist manchmal ganz schön hilfreich. Und ich weiß jetzt leider gar nicht, welche Schneewittchen-Verfilmung Du meinst, aber eigentlich wäre es mir noch bei keiner solcher gelungen, diese in Richtung Pro-Krieg zu interpretieren, aber das führt jetzt zu weit. Und außerdem schreib ich es gern nochmal: Ich habe"Kriegs- und Militarismusverherrlichend" geschrieben und eindeutig daaruf hingewiesen, dass es sich nicht um einen Kriegsfilm handelt. Ist klar jetzt?
 
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